---
title: 'Die Geomarketing-Software RegioGraph: Einzugsgebiete mit dem Huff-Modell berechnen'
url: 'https://www.p17-geomarketing.de/aktuelles/geomarketingsoftware-regiograph'
markdown: 'https://www.p17-geomarketing.de/aktuelles/geomarketingsoftware-regiograph.md'
lang: de
date: '2011-11-23'
description: 'Einzugsgebiete mit der Geomarketing-Software RegioGraph und dem Huff-Modell berechnen: Prinzip, Parameter, Beispielrechnung und Grenzen der Standortanalyse.'
taxonomy:
  category:
    - RegioGraph
  tag:
    - Standortanalyse
    - Huff-Modell
    - Einzugsgebiet
---

Aktuelles · RegioGraph 
# Die Geomarketing-Software RegioGraph: Einzugsgebiete mit dem Huff-Modell berechnen

 23.11.2011aktualisiert am 19.09.2026Benjamin BelochRegioGraph

Wie viel Umsatz kann ein neuer Standort anziehen? RegioGraph Strategy beantwortet diese Frage mit dem Huff-Modell. Wir erklären, wie das Gravitationsmodell funktioniert, welche Parameter zählen – und warum Sachverstand unersetzlich bleibt.

 [Alle Beiträge ](https://www.p17-geomarketing.de/aktuelles)

![Beispiel: Fahrzeitzonen um einen Standort](https://www.p17-geomarketing.de/user/plugins/p17-geomarketing/images/karten/einzugsgebiet.svg)

Gerade bei der Analyse von Einzugsgebieten und Reichweiten von Standorten ist eine Geomarketing-Software unersetzlich. Viele Faktoren mit Ortsbezug – das Verkehrsnetz, die Demografie im Umfeld einer Filiale, bestehende Einzelhandelsumsätze und -agglomerationen oder Gewerbeansiedlungen – lassen sich anders kaum erfassen. Zugleich gilt: Software kann an diesem Punkt der Planung Expertenwissen und Ortskenntnis nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

## Einzugsgebiete berechnen: Was das Huff-Modell leistet

RegioGraph Strategy berechnet Einzugsgebiete mit dem Huff-Modell, einem anerkannten Verfahren der Standortforschung (mehr zur Methode unter [Huff-Analyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/huff-analyse)). Mit diesem Gravitationsmodell lässt sich abschätzen, wie stark ein Standort Kaufkraft anzieht, also wie viel Umsatz dort möglich ist. Das erlaubt eine realistische Absatzplanung und eine fundierte Einschätzung von Vorhaben in der [Expansionsplanung](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/expansionsplanung).

Der entscheidende Unterschied zu einer einfachen Fahrtzeitzone: Das Huff-Modell geht nicht davon aus, dass alle Kunden im Umkreis beim nächstgelegenen Anbieter einkaufen. Es nimmt an, dass sich die Nachfrage eines Wohngebiets auf mehrere erreichbare Standorte verteilt – je nachdem, wie attraktiv diese sind und wie weit sie entfernt liegen.

## So funktioniert das Gravitationsmodell

Für jedes Wohngebiet und jeden Standort berechnet das Modell eine Einkaufswahrscheinlichkeit:

1. **Anziehungskraft bestimmen:** Die Attraktivität eines Standorts, etwa seine Verkaufsfläche, wird durch den Raumwiderstand geteilt, also die Entfernung oder Fahrtzeit, gewichtet mit einem Exponenten.
2. **Mit der Konkurrenz vergleichen:** Die Anziehungskraft des betrachteten Standorts wird ins Verhältnis zur Summe der Anziehungskräfte aller erreichbaren Standorte gesetzt. Das Ergebnis ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden aus diesem Wohngebiet genau dort einkaufen.
3. **Umsatz ableiten:** Die Wahrscheinlichkeit wird mit der Nachfrage im Wohngebiet multipliziert, zum Beispiel mit der sortimentsspezifischen [Kaufkraft](https://www.p17-geomarketing.de/daten/kaufkraft). Über alle Wohngebiete summiert ergibt sich das Umsatzpotenzial des Standorts.

Aus diesen Werten entstehen Marktanteilszonen und Potenzialzonen. RegioGraph Strategy beziffert sie für einen oder mehrere Standorte straßenabschnittsgenau und zeigt zusätzlich die Versorgungsqualität. Je nach Fragestellung fließen folgende Parameter in die Planung ein:

- Umsatzdaten nach Filiale oder Gebiet, gesamt oder nach Sortimenten
- Verkaufsflächen (brutto oder netto)
- Lage
- Sortimente
- Shop-Format
- Schaufenstermeter
- direkte Nachbarn

Für besonders feine Analysen gibt es optionale Datenpakete auf Straßenabschnittsebene für Deutschland, etwa Einwohner, Haushalte und Kaufkraft.

## Attraktivität und Raumwiderstand von Standorten

RegioGraph bietet verschiedene [Distanzfunktionen](https://www.p17-geomarketing.de/wissen/glossar), die den Raumwiderstand beschreiben – also die Bereitschaft der Konsumenten, Entfernung zu überwinden, um einen bestimmten Standort aufzusuchen. Welcher Funktionsverlauf am besten passt, hängt unter anderem vom untersuchten Produkt und vom Standorttyp ab. Für Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel oder Drogerieartikel nimmt die Bereitschaft zu fahren schnell ab. Für Möbel, Fahrräder oder Fachhandelssortimente nehmen Kunden deutlich längere Wege in Kauf.

## Software unterstützt Entscheidungen – Sachverstand bleibt unersetzlich

Die Beispielrechnung zeigt, warum RegioGraph zwar eine transparente, objektive und fundierte Entscheidungsgrundlage liefert, diese aber mit großem Sachverstand gehandhabt werden muss: Die Feinjustierung der Parameter zur Standortqualität beeinflusst die Endaussage direkt. Bewährt hat sich, das Modell zunächst an bestehenden Filialen zu kalibrieren – die Parameter werden so gewählt, dass das Modell die bekannten Umsätze möglichst gut nachbildet. Erst dann werden neue Standorte bewertet.

Idealerweise folgt der softwaregestützten Standort-Vorauswahl eine Prüfung der infrage kommenden Standorte und Immobilien vor Ort durch Experten. Ergänzend können anonymisierte, aggregierte [Bewegungsdaten](https://www.p17-bewegungsdaten.de/) zeigen, woher Besucher eines Standorts tatsächlich kommen; solche Quellen vermitteln wir herstellerneutral über [Markt- und Geodaten der p17 GmbH](https://www.p17-data.de/).

## Welche Software für Einzugsgebietsanalysen?

Nicht jede Standortfrage braucht ein Gravitationsmodell. Für [Erreichbarkeitsanalysen](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/erreichbarkeitsanalyse) mit Fahrtzeitzonen genügen oft [easymap professional](https://www.p17-geomarketing.de/easymap/easymap-professional) oder [RegioGraph Planning](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-planning). Sobald Wettbewerb, überlappende Einzugsgebiete und Umsatzprognosen ins Spiel kommen, ist [RegioGraph Strategy](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-strategy) mit dem Huff-Modell das passende Werkzeug. Wenn Sie die Analyse lieber in erfahrene Hände geben, unterstützen wir Sie im Rahmen einer [Standortanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/standortanalyse) – von der Auswahl der Daten bis zur Bewertung der Kandidaten.

## Häufige Fragen

Was ist das Huff-Modell? 

Das Huff-Modell ist ein Gravitationsmodell aus der Handelsforschung, benannt nach dem US-amerikanischen Wissenschaftler David L. Huff. Es berechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit Kunden aus einem Wohngebiet einen bestimmten Standort aufsuchen – abhängig von dessen Attraktivität und der Entfernung im Vergleich zu allen anderen erreichbaren Standorten.

Worin unterscheidet sich das Huff-Modell von Fahrtzeitzonen? 

Fahrtzeitzonen zeigen, wer einen Standort in einer bestimmten Zeit erreicht. Das Huff-Modell berücksichtigt zusätzlich die Konkurrenz: Kunden verteilen ihre Nachfrage auf mehrere Standorte, sodass sich Einzugsgebiete überlappen und Marktanteile je Wohngebiet entstehen.

Welche RegioGraph-Edition enthält das Huff-Modell? 

Das Gravitationsmodell ist in [RegioGraph Strategy](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-strategy) enthalten – mit Marktanteilszonen, Potenzialzonen und Einzugsgebieten. RegioGraph Planning bietet Fahrtzeitzonen und Einzugsgebiete, aber kein Huff-Modell.

Welche Daten brauche ich für eine Einzugsgebietsanalyse? 

Eigene Standortdaten wie Verkaufsfläche und Umsatz, die Standorte der Wettbewerber sowie Nachfragedaten wie Einwohner, Haushalte und Kaufkraft – idealerweise kleinräumig. Passende [Kaufkraftdaten](https://www.p17-geomarketing.de/daten/kaufkraft) und Marktdaten vermitteln wir herstellerneutral.

Kann die Software die Standortentscheidung abnehmen? 

Nein. Sie liefert eine transparente, objektive Entscheidungsgrundlage. Die Ergebnisse hängen aber stark von den gewählten Parametern ab und ersetzen nicht die Prüfung der Standorte und Immobilien vor Ort.

 Weiterführend 
## Passende Seiten

- [RegioGraph Strategy](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-strategy)Die RegioGraph-Edition für Standort- und Expansionsplanung: Huff-Modell, Marktanteils- und Potenzialzonen, Wärmekarten und optionale Daten auf Straßenabschnittsebene.
- [Standortanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/standortanalyse)Einzugsgebiete, Fahrzeitzonen, Kaufkraft, Wettbewerb und Huff-Modell: Standorte vergleichen und Filialnetze datenbasiert planen.
- [Kaufkraft](https://www.p17-geomarketing.de/daten/kaufkraft)Kaufkraftindex, absolute Kaufkraft, Einwohner und Haushalte je Region – für 37 europäische Länder, als Excel-Datei mit Lizenz für das ganze Unternehmen.
- [Huff-Analyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/huff-analyse)Mehrere Standorte in einem Ort: Das Huff-Modell berechnet Einkaufswahrscheinlichkeiten, Marktanteilszonen und erwartete Umsätze – mit Beispielrechnung.

 Kontakt 
## Standorte fundiert bewerten

Wir unterstützen bei Einzugsgebietsanalysen – von der Datenauswahl über die Kalibrierung des Modells bis zur Auswertung.

 [ +49 2562 18749-80](tel:+4925621874980) [Standortanalyse anfragen ](https://www.p17-geomarketing.de/kontakt)

---

## Navigation

- Parent: [Aktuelles & Praxistipps rund um Geomarketing](https://www.p17-geomarketing.de/aktuelles.md)
- Previous: [RegioGraph: „Fehler beim Öffnen der Datenquelle“ beim Excel-Import beheben](https://www.p17-geomarketing.de/aktuelles/fehler-excel-datei.md)
