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title: 'Kennzahlen im Geomarketing: Formeln, Analysemethoden und typische Fehler'
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date: '2026-10-14'
description: 'Kennzahlen im Geomarketing verständlich erklärt: Kaufkraftindex, Zentralität, Marktausschöpfung, ABC- und Portfolioanalyse – mit Formeln und Rechenbeispielen.'
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Wissen: Methoden 
# Kennzahlen im Geomarketing: Formeln, Analysemethoden und typische Fehler

Eine Karte ist nur so aussagekräftig wie die Kennzahl, mit der sie eingefärbt ist. Hier finden Sie die wichtigsten Kennzahlen mit Formel und Rechenbeispiel, die gängigen Analysemethoden und die Fehler, die in der Praxis am häufigsten zu falschen Schlüssen führen.

 [Analyse anfragen ](https://www.p17-geomarketing.de/kontakt) [Zum Glossar](https://www.p17-geomarketing.de/wissen/glossar) 

![Karte der 2-stelligen Postleitzahlgebiete in Deutschland](https://www.p17-geomarketing.de/user/plugins/p17-geomarketing/images/karten/plz.svg)

## Welche Daten Sie für die Kennzahlen brauchen

Fast jede Kennzahl im Geomarketing entsteht aus zwei Zutaten: Ihren eigenen Zahlen und einer Bezugsgröße aus Markt- oder Strukturdaten.

### Kunden und Umsätze

Kundenadressen mit Umsatz, Aufträgen oder Besuchen aus CRM, ERP oder Excel – mindestens mit sauberer Postleitzahl.

### Einwohner und Haushalte

Die Bezugsgröße für Dichte und Durchdringung im Endkundengeschäft, je Postleitzahl, Gemeinde oder Kreis.

### Kaufkraft

Allgemeine, einzelhandelsrelevante oder Sortimentskaufkraft als Maßstab für das Ausgabepotenzial einer Region.

### Firmenpotenziale

Betriebe je Branche und Gebiet – die Bezugsgröße für Penetrationsraten im B2B-Vertrieb.

### Standorte und Wettbewerb

Eigene Filialen, Händler und Marktbegleiter als Punkte für Einzugsgebiete, Kundenherkunft und Überlagerungen.

### Passende Gebietsebene

Digitale Karten im selben Gebietsstand wie die Daten – sonst fallen Postleitzahlen beim Verknüpfen heraus.

Karten überzeugen schnell – ob zu Recht, entscheidet die Zahl dahinter. **Kennzahlen im Geomarketing** machen Gebiete unterschiedlicher Größe vergleichbar: Sie setzen Ihre eigenen Werte wie Umsatz oder Kundenzahl ins Verhältnis zu einer Bezugsgröße wie Haushalten, Betrieben oder Kaufkraft. Hier finden Sie die wichtigsten Kennzahlen mit Formel und fiktivem Rechenbeispiel, die gängigen Analysemethoden und die häufigsten Fehler. Kurzdefinitionen bietet das [Geomarketing-Glossar](https://www.p17-geomarketing.de/wissen/glossar).

## Die wichtigsten Kennzahlen im Geomarketing

| Kennzahl | Formel |
|---|---|
| Kaufkraftindex | Kaufkraft je Einwohner (oder Haushalt) ÷ Landesdurchschnitt × 100 |
| Zentralität | Umsatzkennziffer ÷ Kennziffer der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft × 100 |
| Marktpotenzial | Haushalte × Ausgaben je Haushalt × Kaufkraftindex ÷ 100 |
| Marktanteil | eigener Umsatz ÷ Marktvolumen × 100 |
| Marktausschöpfung | eigener Umsatz ÷ Marktpotenzial × 100 |
| Kundendichte (Penetration) | Kunden ÷ Haushalte × 1.000 |
| Umsatz je Kunde | Umsatz ÷ Kunden |
| Index (Deutschland = 100) | Wert je Bezugseinheit im Gebiet ÷ Wert im ganzen Land × 100 |

### Kaufkraft: Summe, je Einwohner und Index

Kaufkraft beschreibt das verfügbare Einkommen der Bevölkerung am Wohnort; was genau dahintersteckt, erklären wir unter [Kaufkraftdaten](https://www.p17-geomarketing.de/daten/kaufkraft). Sie begegnet Ihnen in mehreren Formen: als **Summe** in Euro, als **Betrag je Einwohner oder Haushalt**, als **Index** mit dem Landesdurchschnitt 100 und als **Kaufkraftkennziffer**, dem Anteil des Gebiets an der Kaufkraft des ganzen Landes in Promille. Summe und Kennziffer wachsen mit der Einwohnerzahl, Pro-Kopf-Betrag und Index nicht.

![Beispielkarte: Kaufkraftindex je 2-stelliger Postleitregion als Flächenfärbung](https://www.p17-geomarketing.de/user/plugins/p17-geomarketing/images/karten/kaufkraft.svg)Abbildung: Kaufkraftindex als Flächenfärbung mit festen Klassengrenzen um den Durchschnitt 100 (schematisch, fiktive Werte).

### Zentralität und Umsatzkennziffer

Weil Kaufkraft am Wohnort gezählt, aber oft anderswo ausgegeben wird, braucht der Handel eine zweite Größe. Die **Umsatzkennziffer** gibt den Anteil eines Gebiets am Einzelhandelsumsatz des ganzen Landes an, meist in Promille. Im Verhältnis zum Anteil an der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft ergibt sie die **Zentralität**: Werte über 100 zeigen Kaufkraftzufluss, Werte unter 100 Abfluss.

Für Filialisten gehört die Zentralität zu den wichtigsten Kennzahlen bei der Standortwahl – wie sie mit Einzugsgebieten und Sortimentskaufkraft zusammenspielt, zeigt die Seite [Geomarketing im Handel](https://www.p17-geomarketing.de/branchen/handel-filialisten).

### Marktpotenzial, Marktvolumen, Marktanteil und Ausschöpfung

Das **Marktpotenzial** beschreibt, was in einem Gebiet höchstens möglich wäre, das **Marktvolumen**, was alle Anbieter dort tatsächlich umsetzen. Ihr Umsatz im Verhältnis zum Marktvolumen ist der **Marktanteil**, im Verhältnis zum Potenzial die **Marktausschöpfung**. Weil das Marktvolumen regional selten bekannt ist, arbeiten die meisten Analysen mit Potenzial und Ausschöpfung. Das Potenzial schätzen Sie aus Haushalten oder Zielbetrieben, durchschnittlichen Ausgaben und einem Kaufkraftfaktor – oder übernehmen es aus der Sortimentskaufkraft. Passende Daten finden Sie unter [Markt- und Potenzialdaten](https://www.p17-geomarketing.de/daten/marktdaten).

### Kunden je 1.000 Haushalte und Umsatz je Kunde

Die **Kundendichte**, auch Penetration oder Marktdurchdringung, zählt Kunden je 1.000 Haushalte oder Einwohner; im B2B-Vertrieb Kunden je 100 Betriebe der Zielbranche, gezählt etwa über Firmenpotenzialdaten oder [Firmenadressen](https://www.p17-geomarketing.de/daten/firmenadressen). Der **Umsatz je Kunde** zeigt, wie viel ein Kunde im Schnitt kauft. Multipliziert ergeben beide den Umsatz je Haushalt – so lässt sich ein auffälliges Gebiet in seine Ursachen zerlegen.

Nach demselben Muster lässt sich jede Verhältniszahl als **Index** ausdrücken – so werden unterschiedliche Kennzahlen auf einer Skala vergleichbar.

### Dichte, Heatmap und Kundenherkunft

Eine **Heatmap** fasst Kundenpunkte zu einer Dichteoberfläche zusammen. Das Bild hängt stark vom Suchradius ab – und von der Bevölkerung: Eine Heatmap der Kunden gleicht oft einfach einer Karte der Einwohner. Aussagekräftiger sind Kunden je 1.000 Haushalte statt je Quadratkilometer.

![Beispielkarte: Heatmap der Kundendichte](https://www.p17-geomarketing.de/user/plugins/p17-geomarketing/images/karten/heatmap.svg)Abbildung: Heatmap der Kundendichte – je wärmer die Farbe, desto mehr Kunden im Umfeld (schematisch, fiktive Werte).

Die **Kundenherkunftsanalyse** fragt umgekehrt: Aus welchen Gebieten kommen die Kunden eines Standorts? Sortiert man die Postleitzahlen nach Entfernung und summiert die Kundenanteile, entsteht das Einzugsgebiet. Als Kerngebiet gelten meist die nächstgelegenen Gebiete, aus denen zusammen etwa zwei Drittel der Kunden kommen; das erweiterte Einzugsgebiet reicht bis rund 90 %. Diese Abgrenzung ist ein fester Baustein jeder [Standortanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/standortanalyse). Die Kunden je 1.000 Haushalte je Zone zeigen, wie schnell die Anziehungskraft mit der Entfernung sinkt – den Zusammenhang, den die [Huff-Analyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/huff-analyse) modelliert.

## Analysemethoden: vom Wert zur Aussage

### ABC-Analyse

Die ABC-Analyse sortiert Kunden, Filialen oder Gebiete nach Umsatz und teilt sie nach dem kumulierten Anteil in Klassen – verbreitet sind Grenzen bei 80 und 95 % des Umsatzes. Auf der Karte zeigt sie, ob A-Kunden in wenigen Regionen sitzen oder sich über das ganze Land verteilen. Daraus leiten sich Besuchsrhythmen und die Arbeitslast für die [Gebietsplanung](https://www.p17-geomarketing.de/wissen/methoden-gebietsplanung) ab.

### Portfolio: Potenzial gegen Ausschöpfung

Die Vierfeldermatrix stellt je Gebiet zwei Indizes gegenüber: Potenzial und Ausschöpfung, beide mit dem Durchschnitt 100 als Trennlinie. Hohes Potenzial bei niedriger Ausschöpfung markiert die Gebiete, in denen sich zusätzlicher Einsatz am ehesten lohnt. Mehr dazu unter [White-Spot-Analyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/white-spot-analyse).

### Flächenfärbung oder Diagramm?

Faustregel: **Flächenfarben für Verhältniszahlen, Symbole für Mengen.** Anteile, Dichten und Indizes gehören in die Fläche; Umsatz oder Kundenzahl zeigt ein Kreis, dessen Fläche mit dem Wert wächst. Zusammensetzungen, etwa Anteile von Produktgruppen je Vertriebsgebiet, zeigen Kreis- oder Balkendiagramme. Beides lässt sich kombinieren: Fläche nach Ausschöpfung, Kreis nach Umsatz.

### Klassenbildung: dieselben Daten, drei Karten

Vor dem Einfärben werden die Werte in Klassen eingeteilt – und die Methode bestimmt die Aussage:

- **Gleiche Intervalle** teilen die Spanne in gleich breite Klassen – verständlich, doch bei Ausreißern landen fast alle Gebiete in einer Klasse.
- **Quantile** füllen jede Klasse mit gleich vielen Gebieten. Die Karte wirkt ausgewogen, kleine Unterschiede werden aber überbetont.
- **Natürliche Brüche** (nach Jenks) legen die Grenzen in die größten Lücken der Verteilung. Gut für schiefe Daten, aber je Datensatz anders und damit schlecht über Jahre vergleichbar.
- **Feste Grenzen** legen Sie selbst fest, bei Indizes etwa um 100 wie in der Kaufkraftkarte oben.

Ausprobieren können Sie den Effekt mit unserem kostenlosen Online-Tool [postleitzahlenkarte-software.de](https://www.postleitzahlenkarte-software.de/): Es färbt 2-stellige Postleitzahlen in 3, 5 oder 7 Wertebereichen nach gleichen Intervallen oder Quantilen.

### Zeitvergleich

Veränderungen zeigt man als Abweichung zum Vorjahr in Prozent – (neu – alt) ÷ alt × 100 – mit einer zweifarbigen Skala, deren Mitte bei 0 % liegt. Zwei Stolperfallen: Postleitzahlen und Gemeindegrenzen ändern sich jährlich – vergleichen Sie beide Jahre auf demselben Gebietsstand. Und Geldbeträge steigen schon durch Preis- und Einkommensentwicklung; Anteile und Indizes sind über Jahre stabiler.

### Ebenen überlagern

Aussagekräftig wird Geomarketing, wenn Ebenen zusammenkommen: Marktdaten als Fläche, Kunden und Wettbewerber als Punkte, Fahrzeitzonen und Vertriebsgebiete als Umrisse. Dann lässt sich beantworten, wie viel Kaufkraft innerhalb von 20 Minuten Fahrzeit liegt und wie viele Wettbewerber sie sich teilen – die Kernfrage jeder [Wettbewerbsanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/wettbewerbsanalyse). Schneidet eine Zone ein Postleitzahlgebiet nur an, wird dessen Wert meist nach Fläche anteilig gerechnet – das unterstellt eine gleichmäßige Besiedlung. Bei großen ländlichen Postleitzahlen lohnt sich deshalb eine feinere Ebene wie GEOmarkets – wie viel dabei sichtbar wird, zeigt ein Kartenvergleich auf der Seite [Digitale Landkarten](https://www.p17-geomarketing.de/daten/digitale-landkarten#geomarkets).

![Schema: Standorte, Marktdaten und Gebiete als übereinanderliegende Datenebenen](https://www.p17-geomarketing.de/user/plugins/p17-geomarketing/images/karten/ebenen.svg)Abbildung: Standorte, Marktdaten und Gebiete als Ebenen übereinander (schematisch).

### Kundenprofil und Zwillingsgebiete

Aus Ihren erfolgreichsten Gebieten lässt sich ein Profil ableiten: Welche Kaufkraft, Altersstruktur, Bebauung oder welcher Branchenmix kennzeichnet sie? Gebiete mit ähnlichem Profil, aber wenigen Kunden – Zwillings- oder Look-alike-Gebiete – sind naheliegende Ziele für die [Neukundengewinnung](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/neukundengewinnung). Nutzen Sie wenige, trennscharfe Merkmale und prüfen Sie das Profil an Gebieten, die Sie kennen.

## Typische Fehler – und wie Sie sie vermeiden

- **Absolute statt relative Werte:** Eine Karte der Kundenzahl je Kreis zeigt vor allem, wo viele Menschen leben. Färben Sie nach Kunden je 1.000 Haushalte und zeigen Sie die Menge als Symbol.
- **Falsche Bezugsgröße:** Küchen werden je Haushalt gekauft, Kosmetik je Person, Maschinen je Betrieb – wer durch die falsche Größe teilt, verschiebt die Rangfolge. Vorsicht bei kleinen Basen: Zwei Kunden in einem Gebiet mit 40 Haushalten ergeben 50 je 1.000, ein Spitzenwert ohne Aussage.
- **Zu viele Klassen:** Mehr als sechs bis sieben Farbstufen unterscheidet das Auge nicht sicher. Drei bis fünf Klassen mit klarer Legende reichen meist.
- **Mehrdeutige Postleitzahlen:** Eine Postleitzahl ist kein Ort – sie kann mehrere Gemeinden umfassen, und eine Stadt hat viele Postleitzahlen. Postfach- und Großkundenpostleitzahlen haben keine Fläche. In Excel wird aus 01067 schnell 1067, und 1010 steht in Österreich für Wien, in der Schweiz für Lausanne. Führen Sie Postleitzahlen daher als Text, mit Ländercode und im Gebietsstand Ihrer Karte.

## Werkzeuge: Excel, Software oder Service

Viele Kennzahlen lassen sich in Excel vorbereiten, lesbar werden sie auf der Karte. Für eine erste Flächenfärbung reicht oft schon Excel selbst – was dort möglich ist, zeigt [Geomarketing mit Excel](https://www.p17-geomarketing.de/software/excel). [RegioGraph](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph) enthält die GfK Kaufkraft für Deutschland, Österreich und die Schweiz und bietet schon in der Edition [Analysis](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-analysis) ABC-Analysen, Kundendichte, Portfolios, Indizes und Abweichungen vom Durchschnitt. [easymap](https://www.p17-geomarketing.de/easymap) färbt Flächen nach Umsatz, Absatz oder Kundenzahl, erstellt Heatmaps und geografische Portfolioanalysen; Marktdaten ergänzen wir nach Bedarf. Oder Sie schicken uns Ihre Liste: Als [Geomarketing-Service](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/geomarketing-service) berechnen wir die Kennzahlen, ergänzen Potenzialdaten und liefern die fertigen Karten.

## In sechs Schritten zur aussagekräftigen Kennzahlenkarte

1. **Frage formulieren**Nicht „Umsatz auf die Karte“, sondern zum Beispiel „Wo bleibt unser Umsatz je Haushalt hinter dem Potenzial zurück?“
2. **Ebene und Bezugsgröße wählen**Postleitzahl, Gemeinde oder Kreis – und die Größe, die Ihren Markt beschreibt: Haushalte, Einwohner, Betriebe oder Kaufkraft.
3. **Daten verknüpfen und prüfen**Postleitzahlen als Text mit führender Null, gleicher Gebietsstand von Karte und Daten, fehlende Zuordnungen klären.
4. **Kennzahl berechnen**Anteil, Dichte oder Index bilden und Gebiete mit sehr kleiner Basis zusammenfassen oder kennzeichnen.
5. **Klassen und Farben festlegen**Drei bis sechs Klassen, passende Klassenbildung, bei Indizes eine zweifarbige Skala mit 100 in der Mitte.
6. **Deuten und handeln**Auffällige Gebiete mit Vertrieb und Marketing besprechen, Maßnahmen festlegen und die Auswertung regelmäßig wiederholen.

## Praxisbeispiele

 Wasseraufbereitung, Direktvertrieb 
### Umsatz je Haushalt in zwei Faktoren zerlegt

Ein Anbieter von Wasseraufbereitungsanlagen für Eigenheime verglich den Umsatz je Haushalt in 38 Kreisen. Zwei Regionen lagen gleich weit unter dem Durchschnitt. Zerlegt in Kunden je 1.000 Haushalte und Umsatz je Kunde ergab sich ein unterschiedliches Bild: Im Norden fehlte Reichweite, im Süden kauften die Kunden überwiegend das Einstiegsmodell.

**Ergebnis** Beispiel: Statt einer gemeinsamen Rabattaktion erhielt der Norden eine Neukundenkampagne in Postleitzahlen mit hohem Eigenheimanteil, der Süden ein Wartungs- und Upgrade-Angebot für Bestandskunden.

 Getränkefachgroßhandel (B2B) 
### Durchdringung statt Umsatzkarte

Ein Getränkefachgroßhändler färbte seine Karte bisher nach Umsatz je Postleitzahl – die Großstädte leuchteten, der Rest blieb blass. Neu berechnet wurde die Penetrationsrate: belieferte Gastronomiebetriebe je 100 Gastronomiebetriebe laut Firmenpotenzialdaten, ergänzt um den Umsatz je beliefertem Betrieb.

**Ergebnis** Beispiel: Ausgerechnet in zwei Großstädten lag die Durchdringung unter 10 %, in mehreren ländlichen Kreisen über 30 %. Die Neukundenakquise konzentriert sich seitdem auf die Städte, in denen trotz hoher Umsätze die meisten Betriebe noch nicht beliefert werden.

 Optikfilialist, Controlling 
### Andere Klassen, andere Entscheidung

Das Controlling einer Kette mit 45 Optikfachgeschäften zeigte die Umsatzentwicklung zum Vorjahr in fünf gleich breiten Klassen. Weil ein neu eröffneter Standort ein Plus von über 200 % hatte, landeten fast alle anderen Filialen in den beiden unteren Klassen – die Karte wirkte, als sei überall wenig passiert.

**Ergebnis** Beispiel: Mit einer zweifarbigen Skala um 0 % und festen Grenzen bei –10, –3, +3 und +10 % fielen sieben Filialen mit deutlichem Rückgang sofort auf. Die Neueröffnung wird gesondert gekennzeichnet, statt die Skala zu bestimmen.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

## Häufige Fragen

Welche Kennzahlen sind im Geomarketing am wichtigsten? 

Für fast jede Analyse brauchen Sie drei Arten von Kennzahlen: eine Potenzialgröße wie Kaufkraft, Haushalte oder Zielbetriebe, eine Leistungsgröße wie Umsatz oder Kundenzahl und eine Verhältniszahl, die beides verbindet – etwa Kunden je 1.000 Haushalte, Umsatz je Haushalt oder die Marktausschöpfung. Erst die Verhältniszahl macht Gebiete unterschiedlicher Größe vergleichbar.

Was ist der Unterschied zwischen Marktpotenzial und Marktvolumen? 

Das Marktpotenzial beschreibt, was in einem Gebiet höchstens umgesetzt werden könnte, wenn alle möglichen Käufer kaufen. Das Marktvolumen ist der Umsatz, den alle Anbieter dort tatsächlich erzielen. Ihr Umsatz im Verhältnis zum Marktvolumen ergibt den Marktanteil, im Verhältnis zum Marktpotenzial die Marktausschöpfung.

Wie berechnet man die Marktausschöpfung? 

Eigener Umsatz im Gebiet geteilt durch das Marktpotenzial im Gebiet, mal 100. Das Potenzial wird meist aus Haushalten oder Betrieben, durchschnittlichen Ausgaben für Ihr Sortiment und dem Kaufkraftindex geschätzt oder direkt aus der Sortimentskaufkraft übernommen.

Was bedeutet eine Zentralität von über 100? 

Im Einzelhandel eines Ortes wird mehr umgesetzt, als seine Einwohner an einzelhandelsrelevanter Kaufkraft mitbringen – Kaufkraft fließt also aus dem Umland zu. Werte unter 100 stehen für Kaufkraftabfluss, typisch für Gemeinden im Umland größerer Einkaufsstädte.

Welche Klassenbildung ist für Karten die richtige? 

Für schief verteilte Werte, wie sie bei Umsätzen und Dichten üblich sind, sind Quantile oder natürliche Brüche meist aussagekräftiger als gleiche Intervalle. Bei Indizes bewähren sich feste Grenzen um 100, bei Zeitvergleichen feste Grenzen um 0 %. Mehr als sechs bis sieben Klassen kann das Auge kaum unterscheiden.

Warum sollte man Karten nicht nach absoluten Werten einfärben? 

Weil große und bevölkerungsreiche Gebiete fast automatisch die höchsten Werte haben – die Karte zeigt dann vor allem, wo viele Menschen leben. Flächenfarben eignen sich für Anteile, Dichten und Indizes; absolute Werte stellt man besser mit Symbolen dar, deren Größe mit dem Wert wächst.

Welche Software berechnet diese Kennzahlen? 

Die meisten Kennzahlen lassen sich in Excel vorbereiten und in jeder Geomarketing-Software darstellen. [RegioGraph Analysis](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-analysis) bietet ABC-Analysen, Kundendichte, Portfolios und Indizes und enthält die GfK Kaufkraft für Deutschland, Österreich und die Schweiz; [easymap office](https://www.p17-geomarketing.de/easymap/easymap-office) bietet Flächenfärbungen, Heatmaps und die geografische Portfolioanalyse. Als [Service](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/geomarketing-service) berechnen wir die Kennzahlen auch für Sie.

 Weiterführend 
## Weiterlesen und anwenden

- [Kaufkraft](https://www.p17-geomarketing.de/daten/kaufkraft)Kaufkraftindex, absolute Kaufkraft, Einwohner und Haushalte je Region – für 37 europäische Länder, als Excel-Datei mit Lizenz für das ganze Unternehmen.
- [Marktdaten](https://www.p17-geomarketing.de/daten/marktdaten)Soziodemografie, Sortimentskaufkraft, Gebäude-, Energie- und Mobilitätsdaten, Zielgruppen und mikrogeografische Daten – vom Kreis bis zum Gebäude, neutral ausgewählt.
- [White-Spot-Analyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/white-spot-analyse)Weiße Flecken in Vertrieb, Filial- und Servicenetz finden: Potenzial gegen Präsenz – mit Scoring, Portfolio-Matrix, Huff-Modell und Location-Allocation.
- [Glossar](https://www.p17-geomarketing.de/wissen/glossar)Über 160 Fachbegriffe aus Geomarketing, Geodaten und Gebietsplanung – kurz erklärt und mit Verweisen auf die passenden Themenseiten.

 Kontakt 
## Ihre Zahlen auf die Karte bringen?

Schicken Sie uns Ihre Kunden- oder Umsatzliste – wir berechnen die passenden Kennzahlen, ergänzen Markt- und Potenzialdaten und liefern fertige Karten. Oder wir zeigen Ihnen in einer kostenlosen Online-Präsentation, wie Sie das selbst erledigen.

 [ +49 2562 18749-80](tel:+4925621874980) [Analyse anfragen ](https://www.p17-geomarketing.de/kontakt)

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