---
title: 'Standortmodelle: p-Median, p-Center und Covering verständlich erklärt'
url: 'https://www.p17-geomarketing.de/wissen/standortmodelle'
markdown: 'https://www.p17-geomarketing.de/wissen/standortmodelle.md'
lang: de
date: '2026-10-14'
description: 'Standortmodelle verständlich erklärt: p-Median, p-Center, Set- und Maximal-Covering sowie Gesamtkostenmodelle – mit Rechenbeispielen und Praxistipps.'
---

Wissen: Methoden 
# Standortmodelle: p-Median, p-Center und Covering verständlich erklärt

Wie viele Standorte brauchen Sie, und wo sollten sie liegen? Standortmodelle beantworten diese Fragen rechnerisch – je nach Ziel mit kürzesten Wegen, garantierter Erreichbarkeit oder geringsten Gesamtkosten. Wir erklären die wichtigsten Modelle mit eigenen Rechenbeispielen.

 [Beratung anfragen ](https://www.p17-geomarketing.de/kontakt) [Zur Standortanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/standortanalyse) 

![Standortmodelle im Vergleich: p-Median, p-Center und Set Covering](https://www.p17-geomarketing.de/user/plugins/p17-geomarketing/images/karten/standortmodelle.svg)

## Die Zutaten eines Standortmodells

Jedes Modell ist nur so gut wie seine Eingangsdaten. Diese Bausteine stellen wir in Projekten zusammen.

### Nachfragepunkte

Kunden, Einsätze oder Potenzial – verdichtet auf Postleitzahlen, GEOmarkets oder Rasterzellen und nach Bedeutung gewichtet.

### Kandidaten

Bestehende Standorte, verfügbare Flächen oder ein Raster möglicher Orte, aus denen das Modell auswählt.

### Fahrzeitmatrix

Fahrzeiten oder Straßenkilometer zwischen allen Nachfragepunkten und Kandidaten – die Grundlage jeder Rechnung.

### Service-Level

Die zugesagte Reaktions- oder Lieferzeit, die ein Covering-Modell einhalten soll.

### Kapazitäten

Wie viel Nachfrage ein Standort höchstens bedienen kann – Lagerfläche, Technikerstunden, Ladepunkte.

### Kostensätze

Fixkosten je Standort und Transportkosten je Kilometer oder Tonne, damit Gesamtkostenmodelle Varianten fair vergleichen.

Wo sollen Servicestützpunkte, Lager, Filialen oder Ladepunkte entstehen – und wie viele braucht es überhaupt? **Standortmodelle** beantworten diese Fragen nicht mit Bauchgefühl, sondern mit einer klaren Rechenvorschrift: Aus einer Liste möglicher Orte wählen sie die Kombination, die ein vorher festgelegtes Ziel am besten erfüllt. Das Ziel entscheidet dabei über das Ergebnis. Wer die kürzesten Wege sucht, bekommt andere Standorte als jemand, der jedem Kunden eine maximale Anfahrtszeit garantieren möchte.

Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Modelle – p-Median, p-Center, Set- und Maximal-Covering sowie Gesamtkostenmodelle – mit eigenen, bewusst einfachen Rechenbeispielen.

## Deskriptive und normative Standortplanung

In der Standortplanung lassen sich zwei Denkweisen unterscheiden:

- **Deskriptive Ansätze** bewerten Standorte, die bestehen oder konkret zur Wahl stehen: Wie groß ist das Einzugsgebiet, wie viel Kaufkraft liegt darin, welchen Marktanteil erreicht der Standort im Wettbewerb? Typische Werkzeuge sind Fahrzeitzonen, Scoring-Modelle und das Huff-Modell – mehr dazu bei der [Standortanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/standortanalyse) und der [Huff-Analyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/huff-analyse).
- **Normative Ansätze** fragen umgekehrt: Wo *sollten* Standorte liegen, damit ein Ziel bestmöglich erreicht wird? Sie suchen aus vielen Möglichkeiten die beste Kombination.

In der Praxis ergänzen sich beide: Ein normatives Modell grenzt Suchräume ein, deskriptive Analysen bewerten danach konkrete Flächen.

## Location-Allocation: auswählen und zuordnen

Normative Standortmodelle gehören zur Familie der **Location-Allocation-Modelle**. Der Name beschreibt die zwei Aufgaben, die gleichzeitig gelöst werden: Standorte auswählen (Location) und jede Nachfrage einem Standort zuordnen (Allocation). Dafür braucht jedes Modell dieselben Zutaten – gewichtete Nachfragepunkte, eine Liste von Kandidaten, die Fahrzeiten zwischen beiden und eine Zielfunktion. Die Zielfunktion macht den Unterschied zwischen den Modellen.

Drei Ausgangslagen kommen dabei immer wieder vor: die Planung **auf der grünen Wiese**, als gäbe es noch keinen Standort; die **Erweiterung** eines bestehenden Netzes, bei der vorhandene Standorte gesetzt bleiben und nur neue hinzukommen; und die **Netzbereinigung**, bei der geprüft wird, auf welche Standorte am ehesten verzichtet werden kann. Wie Unternehmen die Erweiterung in der Praxis angehen, beschreibt die [Expansionsplanung](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/expansionsplanung); die Bewertung eines bestehenden Netzes die [Filialnetzanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/filialnetzanalyse).

![Schema: dieselben Nachfragepunkte, drei Standortmodelle mit unterschiedlichen Lösungen](https://www.p17-geomarketing.de/user/plugins/p17-geomarketing/images/karten/standortmodelle.svg)Abbildung: Dieselben Nachfragepunkte, drei Ziele – p-Median (Summe aller Wege minimal), p-Center (längster Weg minimal) und Covering (alle Punkte innerhalb einer Fahrzeit). Schematisch, fiktive Daten.

## p-Median: die Summe aller Wege minimieren

Das p-Median-Modell wählt p Standorte so, dass die Summe der gewichteten Wege aller Nachfragepunkte zum jeweils nächsten Standort möglichst klein wird. Anders gesagt: Es minimiert die durchschnittliche Anfahrt. Wo viel Nachfrage sitzt, zieht sie die Standorte zu sich.

Das passt überall dort, wo Effizienz zählt: bei Lagern, deren Transportkosten mit den Tonnenkilometern steigen, bei den Wohnorten eines Außendienstes, bei Abholstandorten oder Filialen, die möglichst viele Kunden bequem erreichen sollen. Die Schwäche: Abgelegene Nachfrage mit geringem Gewicht fällt kaum ins Gewicht – einzelne Kunden können sehr weit entfernt bleiben.

## p-Center: den längsten Weg minimieren

Das p-Center-Modell verfolgt ein anderes Ziel. Es sucht die Standorte, bei denen die **größte** Entfernung zwischen einem Nachfragepunkt und seinem Standort möglichst klein ist. Nicht der Durchschnitt zählt, sondern der ungünstigste Fall.

Das entspricht der Logik von Notdiensten, Bereitschaftsdiensten und Servicezusagen: Auch der entfernteste Kunde soll in vertretbarer Zeit erreicht werden. Die Kehrseite: Einzelne Ausreißer bestimmen die Lösung, und die durchschnittlichen Wege werden meist länger als beim p-Median.

## Covering-Modelle: Abdeckung statt Durchschnitt

Covering-Modelle arbeiten mit einer festen Grenze, etwa 30 Minuten Fahrzeit oder 20 Kilometern. Ein Nachfragepunkt gilt als versorgt, sobald mindestens ein Standort innerhalb dieser Grenze liegt – wie weit genau, spielt dann keine Rolle mehr.

### Set-Covering: Wie viele Standorte für vollständige Abdeckung?

Das Set-Covering-Modell sucht die **kleinste Zahl** von Standorten, mit der jeder Nachfragepunkt innerhalb der Grenze liegt. Es beantwortet Fragen wie: Wie viele Stützpunkte brauchen wir, um jedem Kunden eine Reaktionszeit von 60 Minuten zuzusagen? Oft zeigt sich dabei, dass wenige abgelegene Punkte zusätzliche Standorte erzwingen. Dann lohnt es sich, für diese Kunden eine Sonderregel zu prüfen, etwa einen Servicepartner vor Ort.

### Maximal-Covering: die beste Abdeckung mit n Standorten

Das Maximal-Covering-Modell dreht die Frage um: Die Zahl der Standorte ist vorgegeben, zum Beispiel durch das Budget, und das Modell maximiert die Nachfrage innerhalb der Grenze. Rechnet man es für einen, zwei, drei und mehr Standorte durch, entsteht eine Abdeckungskurve. Sie zeigt, ab wann sich zusätzliche Standorte kaum noch lohnen. Die Nachfrage, die dabei unversorgt bleibt, sind die weißen Flecken des Netzes – wie man sie bewertet, zeigt die [White-Spot-Analyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/white-spot-analyse).

| Standorte | abgedeckte Nachfrage | Zuwachs |
|---|---|---|
| 1 | 58 % | – |
| 2 | 79 % | +21 Prozentpunkte |
| 3 | 89 % | +10 Prozentpunkte |
| 4 | 94 % | +5 Prozentpunkte |
| 5 | 96 % | +2 Prozentpunkte |

*Fiktives Beispiel: abgedeckte Nachfrage innerhalb von 20 Minuten Fahrzeit.*

## Gesamtkostenmodelle: Warehouse- und Facility-Location

Bei Lagern und Depots zählen am Ende die Kosten. Gesamtkostenmodelle – in der Fachliteratur als Warehouse-Location- oder Facility-Location-Problem bekannt – wägen zwei gegenläufige Kostenblöcke ab: Jeder zusätzliche Standort verursacht Fixkosten für Fläche, Personal und Betrieb, verkürzt aber die Transportwege. Die Gesamtkosten sinken deshalb zunächst und steigen ab einem bestimmten Punkt wieder.

Drei Unterscheidungen prägen diese Modelle:

- **Unkapazitiert oder kapazitiert:** Im einfachen Modell kann jedes Lager beliebig viel liefern. Realistischer ist eine Obergrenze je Standort, etwa durch Lagerfläche; dann wird ein Teil der Kunden unter Umständen aus einem weiter entfernten Lager versorgt.
- **Eine oder mehrere Lieferquellen:** Soll jeder Kunde aus genau einem Lager beliefert werden, vereinfacht das die Disposition, macht die Rechnung aber anspruchsvoller.
- **Einstufig oder mehrstufig:** Einstufige Modelle betrachten nur den Weg vom Lager zum Kunden, mehrstufige auch Stufen wie Werk, Zentrallager und Regionallager – und damit den Nachschubverkehr.

Werden zusätzlich die konkreten Auslieferungstouren mitgeplant, spricht man von Location-Routing, der Verbindung von Standort- und Tourenplanung. Die Grundlagen der Tourenplanung erklären wir unter [Tourenplanung: Grundlagen](https://www.p17-geomarketing.de/wissen/tourenplanung-grundlagen).

## Welche Frage passt zu welchem Standortmodell?

| Fragestellung | passendes Modell | typische Zielgröße |
|---|---|---|
| Servicenetz mit Reaktionszeitzusage | Set-Covering, p-Center | alle Kunden in x Minuten |
| Filialen, Abholstandorte, Praxen | Maximal-Covering, ergänzt um das Huff-Modell | Haushalte oder Potenzial in x Minuten |
| Zentral- und Regionallager, Depots | Gesamtkostenmodell, p-Median | Fix- plus Transportkosten, Tonnenkilometer |
| Ladeinfrastruktur | Maximal-Covering | abgedeckte Nachfrage in wenigen Minuten |
| Wohnorte im Außendienst | p-Median mit Kapazitäten | kürzeste Anfahrt bei ausgewogener Arbeitslast |
| Notdienst, Bereitschaft | p-Center | längste Anfahrt |

Im Außendienst geht das Standortmodell direkt in die Gebietsplanung über: Wo ein Mitarbeiter wohnt, bestimmt, welches Gebiet er sinnvoll betreuen kann. Wie Gebiete um diese Zentren entstehen, erklärt der Artikel [Methoden der Gebietsplanung](https://www.p17-geomarketing.de/wissen/methoden-gebietsplanung). Wie sich Standortfragen in einzelnen Branchen stellen, zeigen etwa die Seiten zu [Handel und Filialisten](https://www.p17-geomarketing.de/branchen/handel-filialisten) und zu [Logistik und Transport](https://www.p17-geomarketing.de/branchen/logistik-transport).

## Daten: Nachfrage und Fahrzeiten statt Luftlinie

Die **Nachfrage** stammt aus Ihren Kunden- und Auftragsdaten – nach der [Geokodierung](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/geokodierung) als Punkte auf der Karte –, für Regionen ohne Kunden aus [Markt- und Potenzialdaten](https://www.p17-geomarketing.de/daten/marktdaten) wie Einwohnern, Haushalten, Kaufkraft oder der Zahl passender Betriebe – verdichtet auf Postleitzahlen, GEOmarkets oder Rasterzellen. **Kandidaten** können reale Flächen sein oder ein gleichmäßiges Raster, wenn zunächst nur Suchräume gefunden werden sollen.

Entscheidend sind die **Fahrzeiten**. Die Luftlinie verzerrt das Ergebnis: Ein Kandidat an einem Fluss ohne nahe Brücke liegt in der Luftlinie ideal und im Straßennetz weit abgeschlagen. Belastbare Modelle rechnen deshalb mit einer Fahrzeitmatrix über das Straßennetz – mehr dazu bei der [Erreichbarkeitsanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/erreichbarkeitsanalyse). Für Lager- und Depotfragen, bei denen Straßenkilometer zwischen Orten genügen, lässt sich auch eine fertige Entfernungsmatrix wie das [Entfernungswerk Straße (EWS)](https://www.p17-geomarketing.de/daten/entfernungswerk-ews) nutzen.

## Werkzeuge: Software und Projekt

- **[RegioGraph Planning](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-planning)** ermittelt optimale Standorte im Gebiet und berechnet Fahrtzeitzonen und Einzugsgebiete.
- **[RegioGraph Strategy](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-strategy)** ergänzt Entfernungsmatrix, Warenstromanalyse sowie die automatische Ermittlung und den Vergleich von Standortpotenzialen.
- **[easymap professional](https://www.p17-geomarketing.de/easymap/easymap-professional)** berechnet Fahrzeiten, Fahrtstrecken und Erreichbarkeitsanalysen und eignet sich, um die Abdeckung weniger Kandidaten zu prüfen.

Vollständige Gesamtkostenmodelle mit Kapazitäten und mehreren Stufen gehen über den Funktionsumfang klassischer Geomarketing-Software hinaus. In Projekten verbinden wir deshalb Fahrzeiten und Daten aus der Geomarketing-Software mit einer Szenariorechnung, die zu Ihrer Frage passt – ohne eigene Lizenz, als [Geomarketing-Service](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/geomarketing-service) oder im Rahmen einer [Standortanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/standortanalyse). Wie das bei Lagern konkret aussieht, zeigt die [Lagerplanung](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/lagerplanung).

## Grenzen der Standortmodelle

Jedes Standortmodell vereinfacht. Es kennt keine Mietpreise, Bebauungspläne oder Arbeitsmärkte – es sei denn, man bildet sie ausdrücklich ab. Das Ergebnis ist ein gut begründeter Suchraum, keine Adresse; die Entscheidung fällt nach der Prüfung vor Ort. Rechnen Sie Gewichte, Zeitgrenzen und Kosten in Varianten durch: Bleibt ein Standort über mehrere Varianten hinweg vorn, ist er eine robuste Wahl.

## So gehen wir bei einer Standortoptimierung vor

1. **Frage in ein Ziel übersetzen**Kürzeste Wege, garantierte Erreichbarkeit oder geringste Gesamtkosten? Daraus folgt das passende Modell.
2. **Nachfrage und Kandidaten aufbereiten**Adressen geokodieren, Nachfrage je Gebiet gewichten und die Kandidatenliste mit Ihnen abstimmen.
3. **Fahrzeiten berechnen**Entfernungsmatrix über das Straßennetz zwischen allen Nachfragepunkten und Kandidaten.
4. **Varianten rechnen**Unterschiedliche Standortzahlen und Modelle durchspielen, Abdeckung, Wege und Kosten gegenüberstellen.
5. **Ergebnis prüfen und vor Ort bewerten**Suchräume auf der Karte, Plausibilitätsprüfung mit Ihren Fachleuten, danach Flächen- und Immobilienprüfung.

## Praxisbeispiele: Standortmodelle im Einsatz

 Kundendienst Aufzugstechnik 
### Wie viele Stützpunkte für 60 Minuten?

Ein Wartungsdienstleister für Aufzüge sagt Notfalleinsätze innerhalb von 60 Minuten zu und betrieb neun Stützpunkte. Mit einem Set-Covering-Modell wurde geprüft, wie viele Standorte nötig sind, damit jede betreute Anlage in dieser Zeit erreichbar ist. Kandidaten waren die bestehenden Standorte und zwölf verfügbare Gewerbeflächen.

**Ergebnis** Beispiel: Sieben gut verteilte Stützpunkte erfüllen die Zusage für alle Anlagen – zwei bestehende Standorte lagen so nah beieinander, dass einer davon entbehrlich war.

 Baustoff-Großhandel 
### Drei oder vier Auslieferungslager?

Ein Baustoffhändler belieferte Baustellen aus drei Lagern und prüfte ein viertes. Ein Gesamtkostenmodell stellte die jährlichen Betriebskosten eines weiteren Lagers den eingesparten Transportkosten gegenüber; die Kapazitäten der bestehenden Lager gingen als Obergrenze in die Rechnung ein.

**Ergebnis** Beispielrechnung: Das vierte Lager spart rund 180.000 € Transportkosten im Jahr, kostet im Betrieb aber rund 260.000 €. Wirtschaftlich wird es erst, wenn die Liefermengen in der Zielregion um knapp die Hälfte steigen.

 Werkzeughersteller, Außendienst 
### Wohnorte für drei neue Fachberater

Ein Hersteller von Profiwerkzeugen wollte drei zusätzliche Fachberater einstellen. Mit einem p-Median-Modell wurden aus den Handwerksbetrieben je Postleitzahl, gewichtet nach Betriebsgröße, die Orte ermittelt, von denen aus die Summe der Anfahrten zu den bisher schwach betreuten Betrieben am geringsten ist.

**Ergebnis** Beispiel: drei Wohnort-Korridore mit jeweils rund 30 Minuten Fahrzeit als Vorgabe für die Stellenausschreibung, anschließend Übernahme in die Gebietsplanung.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

## Häufige Fragen

Was ist das p-Median-Problem? 

Beim p-Median-Problem werden p Standorte so gewählt, dass die Summe aller gewichteten Wege von der Nachfrage zum jeweils nächsten Standort minimal ist. Es liefert die im Durchschnitt kürzesten Wege und eignet sich für Lager, Außendienst-Wohnorte oder Filialnetze, bei denen Effizienz im Vordergrund steht.

Was ist der Unterschied zwischen p-Median und p-Center? 

p-Median minimiert die Summe beziehungsweise den Durchschnitt aller Wege, p-Center den längsten einzelnen Weg. p-Median ist effizient, kann aber abgelegene Kunden benachteiligen; p-Center garantiert eine Obergrenze und passt deshalb zu Notdiensten und Servicezusagen.

Was bedeuten Set-Covering und Maximal-Covering? 

Set-Covering sucht die kleinste Zahl von Standorten, mit der jede Nachfrage innerhalb einer vorgegebenen Zeit oder Entfernung erreicht wird. Maximal-Covering geht umgekehrt vor: Die Zahl der Standorte ist fest, und das Modell maximiert die Nachfrage, die innerhalb der Grenze liegt.

Was ist Location-Allocation? 

Location-Allocation ist der Oberbegriff für Modelle, die gleichzeitig Standorte auswählen (Location) und jede Nachfrage einem Standort zuordnen (Allocation). p-Median, p-Center und die Covering-Modelle sind Varianten davon.

Warum sollte man mit Fahrzeiten statt Luftlinie rechnen? 

Weil Flüsse, Gebirge, Autobahnen und Ortsdurchfahrten die tatsächlichen Wege stark verändern. Ein Kandidat, der nach Luftlinie ideal liegt, kann im Straßennetz deutlich schlechter abschneiden. Für belastbare Ergebnisse braucht jedes Standortmodell eine Fahrzeitmatrix.

Welche Software eignet sich für Standortmodelle? 

[RegioGraph Planning](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-planning) ermittelt optimale Standorte im Gebiet, [RegioGraph Strategy](https://www.p17-geomarketing.de/regiograph/regiograph-strategy) ergänzt Entfernungsmatrix und Standortpotenziale, [easymap professional](https://www.p17-geomarketing.de/easymap/easymap-professional) prüft Kandidaten mit Fahrzeitzonen. Für umfangreiche Optimierungen mit vielen Kandidaten und Nebenbedingungen ist ein Projekt mit p17 meist der schnellere Weg.

 Weiterführend 
## Standortmodelle in der Anwendung

- [Standortanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/beratung/standortanalyse)Einzugsgebiete, Fahrzeitzonen, Kaufkraft, Wettbewerb und Huff-Modell: Standorte vergleichen und Filialnetze datenbasiert planen.
- [Lagerplanung](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/lagerplanung)Den richtigen Lagerstandort finden: Schwerpunktmethode, Lieferzeitversprechen, Zentral- oder Regionallager, Warenströme und Personal am Standort.
- [White-Spot-Analyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/white-spot-analyse)Weiße Flecken in Vertrieb, Filial- und Servicenetz finden: Potenzial gegen Präsenz – mit Scoring, Portfolio-Matrix, Huff-Modell und Location-Allocation.
- [Erreichbarkeitsanalyse](https://www.p17-geomarketing.de/anwendungen/erreichbarkeitsanalyse)Luftlinie, Fahrstrecke oder Fahrzeit? Isochronen und Fahrzeitzonen für Servicelevel, Einzugsgebiete und Personalsuche im Pendelradius.

 Kontakt 
## Das passende Standortmodell für Ihre Frage

Servicenetz, Filialen, Lager oder Außendienst: Wir übersetzen Ihre Standortfrage in ein Modell, rechnen Varianten mit Ihren Daten und stellen die Ergebnisse in einer kostenlosen Online-Präsentation vor.

 [ +49 2562 18749-80](tel:+4925621874980) [Standortfrage besprechen ](https://www.p17-geomarketing.de/kontakt)

---

## Navigation

- Parent: [Geomarketing Wissen: Grundlagen, Begriffe und Praxis](https://www.p17-geomarketing.de/wissen.md)
- Previous: [Leitfaden Vertriebsgebietsplanung: Anlässe, Kriterien, Akzeptanz](https://www.p17-geomarketing.de/wissen/leitfaden-gebietsplanung.md)
- Next: [Tourenplanung verstehen: Grundlagen, Begriffe, Planungsebenen und Verfahren](https://www.p17-geomarketing.de/wissen/tourenplanung-grundlagen.md)
