Fast jede Entscheidung in Vertrieb, Marketing, Expansion und Logistik hat eine räumliche Seite. Sie beginnt mit „Wo …?“: Wo ist mein Kunde? Wo sind meine Potenziale? Wo sitzt meine Zielgruppe, wo mein Wettbewerb, wo lohnt sich ein Standort? Die folgenden Geomarketing Anwendungen zeigen, wie sich solche Fragen mit Karten, Daten und der passenden Methode beantworten lassen – verständlich erklärt und mit Beispielen aus der Praxis.
p17 versteht sich dabei als neutraler Ansprechpartner für sämtliche geografischen Fragestellungen. Wir empfehlen nicht zuerst ein Produkt, sondern fragen, was Sie wissen möchten – und wählen dann Methode, Daten und Werkzeug. Wie sich dieselben Anwendungen je nach Branche unterscheiden, vom Autohaus bis zum Stadtwerk, zeigen die Seiten Geomarketing für Branchen.
Geomarketing Anwendungen und Beispiele nach Themenfeld
Die siebzehn Anwendungsfelder lassen sich in vier Gruppen ordnen. Jede Seite folgt demselben Aufbau: die Wo-Frage und warum sie wichtig ist, die Methode, die benötigten Daten, passende Werkzeuge, ein typisches Vorgehen, Praxisbeispiele und die Grenzen der Methode.
Kunden und Markt
- Wo sind meine neuen Kunden? Die Neukundengewinnung mit Geomarketing sucht Gebiete, die Ihren besten Gebieten gleichen, und liefert im B2B die passenden Adressen gleich mit.
- Wo sind welche Marktbegleiter? Die Wettbewerbsanalyse bringt Wettbewerbsstandorte auf die Karte, berechnet Dichten und zeigt White Spots.
- Wo sind meine weißen Flecken? Die White-Spot-Analyse findet Regionen mit Potenzial, in denen Sie noch keine oder zu wenige Kunden haben – und bewertet, welche sich zuerst lohnen.
- Wen erreiche ich in welcher Zeit? Die Erreichbarkeitsanalyse arbeitet mit Fahrzeitzonen statt Luftlinie – für Service, Filialen und Personalsuche.
- Wo eignen sich Dächer für Photovoltaik? Die Solarpotenzial-Analyse bewertet Dachflächen nach Eignung und bündelt das Ergebnis für Vertrieb, Werbung und Planung.
Standorte und Expansion
- Wo verdient mein Netz, wo verschenkt es Potenzial? Die Filialnetzanalyse vergleicht Umsatz und Potenzial je Einzugsgebiet und deckt Kannibalisierung auf.
- Wie verteilen sich Kunden auf mehrere Standorte? Die Huff-Analyse berechnet mit einem Gravitationsmodell Marktanteile und erwartete Umsätze.
- Wo eröffne ich als Nächstes? Die Expansionsplanung sucht und vergleicht neue Standorte und Regionen.
- Wie gelingt der Schritt über die Grenze? Die internationale Expansion zeigt, worauf es bei Karten, Postleitzahlen und Kaufkraft in den Nachbarländern ankommt.
Werbung
- Wo verteile ich Prospekte und Plakate? Die Werbeplanung für Offline-Werbung senkt Streuverluste bei Haushaltswerbung, Beilagen und Mailings.
- Welche Gebiete buche ich in Google Ads und Meta Ads? Die Werbeplanung für Online-Werbung liefert die Regionen für das Standort-Targeting.
- Wie gewinne ich Kunden jenseits der Grenze? Das grenzüberschreitende Marketing zeigt, wie Einzugsgebiet, Kaufkraft, Postleitzahlen und Ferienkalender der Nachbarländer in die Werbeplanung einfließen – auch für Unternehmen, die aus dem Ausland in Deutschland werben.
Logistik und Außendienst
- Wo müssen welche Touren liegen? Die Logistikplanung ordnet Liefer- und Tourengebiete und prüft Lieferzeitversprechen.
- Wo erschließe ich neue Lager? Die Lagerplanung bewertet Lagerstandorte nach Nachfrage, Erreichbarkeit und Kosten.
- In welcher Reihenfolge fahre ich heute? Die Routenplanung berechnet die beste Strecke für einen Tag mit festen Stopps.
- Wer besucht wann welche Kunden? Die Tourenplanung verteilt Besuche auf Tage, Wochen und Mitarbeiter – strategisch als Rahmentourenplan oder dynamisch bei kurzfristigen Änderungen.
- Wo verliert mein Außendienst Zeit? Die Außendienststeuerung richtet Besuche nach Kundenwert aus, verbessert die Antreffquote und verringert Leerlauf.
Die klassischen Vertriebsthemen – Gebietsplanung, Gebietsoptimierung, Tourenplanung als Projekt und Standortanalyse – finden Sie ausführlich im Bereich Beratung.
Methode, Daten, Werkzeug: drei Bausteine jeder Anwendung
Hinter jeder Anwendung stehen dieselben drei Bausteine. Die Methode legt fest, wie gerechnet wird – etwa eine Potenzialanalyse, eine Fahrzeitzone oder ein Gravitationsmodell. Formeln und Rechenbeispiele dazu finden Sie bei den Kennzahlen und Analysemethoden, Verfahren zur Wahl mehrerer Standorte bei den Standortmodellen. Die Daten liefern den Inhalt: Ihre eigenen Kunden und Standorte, digitale Landkarten sowie Markt- und Potenzialdaten, Kaufkraft oder Firmenadressen. Das Werkzeug schließlich ist die Software, mit der alles zusammenkommt – von easymap und RegioGraph über kostenfreie GIS-Software bis zu BI-Werkzeugen. Einen Überblick gibt die Seite Geomarketing-Software.
Selbst analysieren oder analysieren lassen?
Nicht jede Anwendung rechtfertigt eine eigene Softwarelizenz. Wer eine Frage einmalig beantworten will, ist mit einem Projekt oder unserem Geomarketing-Service oft besser bedient. Wer regelmäßig plant, profitiert von eigener Software und einer Schulung, die auf Ihre Daten zugeschnitten ist. Häufig ist die Mischung ideal: Wir übernehmen die aufwendige Erstanalyse, Sie arbeiten anschließend selbst weiter. Brauchen Sie am Ende nur eine fertige Karte für Präsentation oder Website, nutzen Sie unseren Service Karten erstellen lassen. Sollen viele Kolleginnen und Kollegen Ergebnisse im Browser abrufen, ohne selbst Software zu bedienen, eignet sich ein Geomarketing-Portal. In einer kostenlosen Online-Präsentation zeigen wir Ihnen, wie das für Ihre Fragestellung aussehen kann – mehr dazu unter Beratung & Projekte.