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Software: Microsoft Excel

Geomarketing mit Excel: Karten direkt aus der Tabelle

Kunden, Umsätze und Postleitzahlen stehen in fast jedem Unternehmen in einer Excel-Tabelle. Mit dem Flächenkartogramm und den 3D-Karten wird daraus in wenigen Minuten eine erste Karte. Wir zeigen, wofür das reicht, worauf Sie achten sollten und wann ein Geomarketing-Werkzeug die bessere Wahl ist.

Beispiel: Kaufkraftindex als Flächenfärbung

Karten in Excel – und was p17 dazu beiträgt

Excel liefert den schnellen Einstieg. Wir sorgen dafür, dass Daten, Schlüssel und Koordinaten stimmen – und sagen Ihnen, wann ein anderes Werkzeug sinnvoller ist.

Flächenkartogramm

Länder, Bundesländer, Kreise oder Postleitzahlen nach Werten oder Kategorien einfärben – als Diagramm direkt in der Arbeitsmappe.

3D-Karten

Standorte als Punkte, Säulen oder Heatmap darstellen und Entwicklungen im Zeitverlauf abspielen.

Datenschutz im Blick

Ortsangaben gehen zur Erkennung an einen Online-Kartendienst. Verdichten Sie Kundendaten deshalb vorher auf Gebiete.

Marktdaten als Excel-Tabelle

Einwohner, Haushalte, Kaufkraft oder Firmenpotenziale je PLZ oder Kreis – mit demselben Schlüssel wie Ihre Umsätze.

Koordinaten per Geokodierung

Adressen bereinigt und in Breiten- und Längengrad umgewandelt – die verlässlichste Grundlage für Punktkarten.

Neutraler Rat zum nächsten Schritt

Wenn Excel nicht mehr reicht: kostenloses PLZ-Tool, easymap office, Power BI, QGIS oder Karten als Service.

Die meisten Fragen im Geomarketing beginnen in einer Excel-Tabelle: eine Kundenliste mit Postleitzahlen, Umsätze je Bundesland, die Zuordnung von Gebieten zu Außendienstmitarbeitern. Weniger bekannt ist, dass Excel selbst schon Karten zeichnen kann. Geomarketing mit Excel ist deshalb ein naheliegender Start – ohne zusätzliche Software und genau dort, wo die Daten ohnehin liegen. Hier lesen Sie, welche Kartenfunktionen Excel mitbringt, wie Sie typische Fehler vermeiden und an welcher Stelle ein spezialisiertes Werkzeug die bessere Wahl ist.

Excel als kleines Geomarketing-Tool: was ist möglich?

Für Karten bietet Excel zwei Wege, die sich deutlich unterscheiden:

  • Flächenkartogramm: ein Diagrammtyp, der Gebiete nach einem Wert oder einer Kategorie einfärbt – Länder, Bundesländer, Kreise oder Postleitzahlen. Es sitzt wie jedes andere Diagramm auf dem Tabellenblatt und passt sich an, wenn sich die Zahlen ändern.
  • 3D-Karten: eine eigene Kartenansicht, die Daten als Punkte, Säulen, Blasen oder Heatmap darstellt und sie auf Wunsch im Zeitverlauf abspielt.

Beide Funktionen stecken in aktuellen Excel-Versionen, etwa in Microsoft 365; Umfang und Bezeichnungen können je nach Version und Lizenz abweichen. Und beide brauchen eine Internetverbindung, denn Orte erkennt Excel nicht selbst, sondern über einen Online-Kartendienst.

Welche der beiden Funktionen passt, hängt von der Frage ab, die die Karte beantworten soll:

Fragestellung passende Ebene Excel-Funktion
Wie verteilt sich der Umsatz auf die Regionen? Bundesländer oder Kreise Flächenkartogramm
Aus welchen Orten kommen unsere Kunden? fünfstellige Postleitzahlen Flächenkartogramm
Wo liegen Filialen, Kunden oder Einsatzorte? Koordinaten 3D-Karten mit Punkten oder Säulen
Wo ballen sich Kunden oder Anfragen? Koordinaten 3D-Karten mit Heatmap
Wie hat sich etwas im Lauf des Jahres entwickelt? Koordinaten mit Datum 3D-Karten mit Zeitverlauf
Wer ist für welches Gebiet zuständig? Postleitzahlen mit Gebietszuordnung Flächenkartogramm mit Kategorien – mit Einschränkungen

Das Flächenkartogramm: Gebiete nach Werten einfärben

Das Flächenkartogramm ist der schnellste Weg zur eingefärbten Karte. Sie brauchen nur eine Tabelle mit einer Ortsspalte und einer Wertspalte. Enthält die Wertspalte Zahlen – Umsatz, Kundenzahl, Kaufkraftindex –, färbt Excel die Gebiete in einem Farbverlauf. Enthält sie Text, etwa den Namen eines Vertriebsgebiets, erhält jede Kategorie eine eigene Farbe. So entsteht aus einer Zuordnungstabelle „PLZ → Gebiet“ sogar eine einfache Vertriebsgebietskarte, sofern der Kartendienst alle Postleitzahlen kennt.

Ortserkennung: so vermeiden Sie Mehrdeutigkeiten

Excel schickt die Ortsangaben an den Kartendienst und bekommt passende Flächen zurück. Bei Ländern und Bundesländern klappt das zuverlässig, bei Kreisen und Postleitzahlen weniger:

  • Land immer mit angeben: Fünfstellige Postleitzahlen gibt es auch in Frankreich, Italien oder Spanien. Eine eigene Spalte mit dem Land sorgt dafür, dass „48599“ in Gronau landet und nicht irgendwo in Europa.
  • Mehrdeutige Namen vermeiden: Neustadt gibt es viele Male, Frankfurt am Main und an der Oder. Auch eine Stadt und der gleichnamige Landkreis werden leicht verwechselt. Eindeutige Bezeichnungen und die Angabe des Bundeslands helfen.
  • Postleitzahlen als Text: Ohne Textformat verliert jede Postleitzahl mit führender Null ihre erste Ziffer – betroffen sind vor allem Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
  • Erkennung kontrollieren: Nicht jede Postleitzahl ist im Kartendienst hinterlegt, und dessen Kartenstand muss nicht zum aktuellen Jahr passen. Prüfen Sie deshalb, ob wirklich alle Gebiete erscheinen.

3D-Karten: Standorte, Säulen, Heatmap und Zeitverlauf

Die 3D-Karten sind vor allem für Punktdaten gedacht: Kunden, Filialen, Einsatzorte, Messekontakte. Jeder Datensatz erscheint an seinem Ort, wahlweise als Punkt, als Säule, deren Höhe den Wert zeigt, oder als Heatmap, die Ballungen sichtbar macht. Gibt es eine Datumsspalte, lassen sich die Daten im Zeitverlauf abspielen – etwa Neukunden Monat für Monat. Mehrere solcher Ansichten können Sie zu einer kleinen Tour für die Präsentation verbinden.

Am zuverlässigsten arbeiten die 3D-Karten mit Koordinaten statt mit Adressen. Breiten- und Längengrad bekommen Sie über eine Geokodierung, die wir als Service übernehmen – mit bereinigten Adressen und einer Qualitätsangabe je Treffer. Eigene Flächen wie Vertriebsgebiete lassen sich in den 3D-Karten zwar aus Geodateien laden, etwa aus unseren digitalen Landkarten; bearbeiten oder planen lassen sich Gebiete damit aber nicht.

Datenschutz: Ortserkennung über einen Online-Dienst

Sowohl das Flächenkartogramm als auch die 3D-Karten übermitteln Ortsangaben an einen Online-Kartendienst von Microsoft. Bei Postleitzahlen, Kreisen und Summenwerten ist das in aller Regel unkritisch. Namen, Telefonnummern oder vollständige Adressen von Privatkunden gehören dagegen nicht in die Tabelle, aus der die Karte entsteht.

Wo Excel im Geomarketing an Grenzen stößt

Für einen schnellen Überblick ist Excel stark. Für die eigentliche Geomarketing-Arbeit fehlt dagegen einiges:

  • Keine eigenen Gebiete im Flächenkartogramm: Vertriebsgebiete, Leitregionen oder Spezialkarten kennt der Kartendienst nicht. Gebiete zusammenfassen oder Grenzen ziehen ist nicht vorgesehen.
  • Keine Gebietsplanung: kein Ausgleich nach Potenzial oder Arbeitslast, keine Optimierung, kein Vergleich von Varianten.
  • Keine Fahrzeiten: Fahrtzeitzonen, Erreichbarkeitsanalysen und Routen berechnet Excel nicht. Reine Straßenentfernungen zwischen Orten lassen sich aber als fertige Tabelle einbinden, etwa aus dem Entfernungswerk Straße (EWS).
  • Keine Marktdaten: Kaufkraft, Einwohner, Haushalte oder Firmenpotenziale bringt Excel nicht mit.
  • Unvollständige PLZ-Erkennung: Welche Postleitzahlen erkannt werden und welcher Kartenstand gilt, können Sie nicht steuern.

Der nächste Schritt: vom Excel-Diagramm zur passenden Lösung

Excel genügt, solange eine Übersicht für die nächste Präsentation gebraucht wird. Wird die Karte zum regelmäßigen Arbeitsmittel, gibt es je nach Aufgabe passende Wege – wir beraten Sie neutral, welcher davon sich lohnt:

  • Kostenloses PLZ-Karten-Tool: Mit unserem Online-Tool postleitzahlenkarte-software.de färben Sie die 2-stelligen Postleitzahlgebiete Deutschlands nach Kategorien oder Werten ein, fügen die Daten direkt aus Excel ein und exportieren die Karte als PNG oder PDF.
  • easymap office: easymap office greift direkt auf Excel-Dateien zu, geokodiert Adressen, erstellt Flächenfärbungen und Heatmaps und exportiert Karten nach PowerPoint oder Word.
  • Power BI und QGIS: Für Dashboards mit eigenen Gebietskarten eignet sich Power BI, für Teams mit GIS-Erfahrung das kostenfreie QGIS.
  • Karten im Browser für viele Anwender: Sollen Außendienst, Filialleitung oder Management ihre Zahlen regelmäßig auf der Karte sehen, ohne selbst Karten zu bauen, passt ein Geomarketing-Portal.
  • Karten und Marktdaten als Tabellen: Wir liefern digitale PLZ-Karten, Zuordnungen wie „PLZ → Kreis → Bundesland“ und Markt- und Potenzialdaten als Excel-Tabellen mit passenden Schlüsseln.
  • Geomarketing als Service: Sie schicken uns Ihre Excel-Liste, wir erstellen daraus die Karten – mehr unter Geomarketing als Service und Karten erstellen lassen.

Sollen Vertriebsgebiete nicht nur gezeigt, sondern neu zugeschnitten werden, helfen die Seiten zur Gebietsplanung und zur Software easymap professional weiter.

Schritt für Schritt: ein Flächenkartogramm in Excel erstellen

Menübezeichnungen können je nach Excel-Version, Lizenz und Sprache leicht abweichen.

  1. Tabelle vorbereitenEine Zeile je Gebiet, Spaltenüberschriften in der ersten Zeile – zum Beispiel Land, Postleitzahl und Umsatz. Werte als reine Zahlen ohne Einheit eintragen, Summen je Gebiet vorher bilden, etwa mit einer Pivot-Tabelle.
  2. Postleitzahl als Text führenFormatieren Sie die PLZ-Spalte als Text, damit führende Nullen erhalten bleiben. Aus 01067 darf nicht 1067 werden, sonst findet der Kartendienst das Gebiet nicht.
  3. Land ergänzenEine eigene Spalte mit dem Land macht die Ortsangabe eindeutig. Ohne sie landen manche Postleitzahlen oder Ortsnamen in einem anderen Land.
  4. Kartendiagramm einfügenTabelle markieren und unter „Einfügen“ bei den Diagrammen das Kartendiagramm „Flächenkartogramm“ wählen. Excel schickt die Ortsangaben dafür an einen Online-Kartendienst.
  5. Erkennung prüfenKontrollieren Sie, ob alle Gebiete auf der Karte erscheinen und an der richtigen Stelle liegen. Fehlende oder falsch zugeordnete Orte fallen oft erst beim genauen Hinsehen auf.
  6. Darstellung anpassenFarbskala, Kartenausschnitt, Beschriftung und Legende im Formatierungsbereich des Diagramms einstellen: bei Zahlen ein Farbverlauf, bei Gebietsnamen eine Farbe je Kategorie.

Praxisbeispiele: Geomarketing mit Excel

Elektrogroßhandel, Vertriebsinnendienst

Umsatz je Bundesland für die Vertriebstagung

Der Innendienst eines Elektrogroßhändlers wollte auf der Jahrestagung zeigen, wie sich der Umsatz auf die Bundesländer verteilt. Die Umsätze lagen je Kunde ohnehin in Excel vor; eine Pivot-Tabelle fasste sie je Bundesland zusammen, das Flächenkartogramm färbte die Länder ein.

Ergebnis Beispiel: Die Karte stand nach rund einer Viertelstunde, ganz ohne zusätzliche Software. Für die Folgefrage, wo gemessen an der Zahl der Elektrobetriebe Umsatz fehlt, kamen später Firmenpotenziale je Kreis als Excel-Tabelle hinzu.

Möbelhaus mit zwei Filialen

Kundenherkunft je Postleitzahl

Ein Möbelhaus zählte die Kaufverträge der letzten zwei Jahre je Postleitzahl – ohne Namen und Adressen, nur Postleitzahl und Anzahl. Im ersten Flächenkartogramm fehlten einige Gebiete: Ein Teil der Postleitzahlen hatte in Excel die führende Null verloren, andere erkannte der Kartendienst nicht.

Ergebnis Beispiel: Nach der Korrektur zeigte die Karte das Einzugsgebiet beider Filialen deutlich. Für die Planung der Prospektverteilung mit Haushalten und Kaufkraft je PLZ wechselte das Marketing anschließend zu easymap office.

Kundendienst Heizungstechnik

Einsätze im Jahresverlauf mit 3D-Karten

Ein Kundendienst wollte sehen, wie sich seine Einsätze über das Jahr verteilen. Die Einsatzorte wurden vorab geokodiert, sodass in der Excel-Tabelle nur Breiten- und Längengrad, Datum und Einsatzart standen. In den 3D-Karten liefen die Einsätze als Heatmap im Zeitverlauf ab.

Ergebnis Beispiel: Die Häufung der Einsätze in einzelnen Regionen im Herbst war auf einen Blick zu sehen – der Anlass, die Servicegebiete mit einer Geomarketing-Software genauer zu prüfen.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Videos: Geomarketing mit Excel

Microsoft Excel als kleines Geomarketing-ToolDas Video zeigt, wie sich Excel als kleines Werkzeug für erste Geomarketing-Auswertungen einsetzen lässt.Das Video wird erst nach Klick von YouTube geladen. Mehr in der Datenschutzerklärung
Geomarketing in Excel mit dem FlächenkartogrammDas Video zeigt Schritt für Schritt, wie aus einer Tabelle mit Ortsangaben ein eingefärbtes Flächenkartogramm entsteht.Das Video wird erst nach Klick von YouTube geladen. Mehr in der Datenschutzerklärung

Häufige Fragen

Kann man mit Excel eine PLZ-Karte erstellen?

Ja. Mit dem Flächenkartogramm färben Sie fünfstellige Postleitzahlen nach Werten oder Kategorien ein – vorausgesetzt, der Online-Kartendienst erkennt sie. Die Erkennung ist nicht immer vollständig, und eigene Gebiete oder zweistellige Leitregionen lassen sich so in der Regel nicht darstellen. Karten der 2-stelligen PLZ-Gebiete erstellen Sie kostenlos mit unserem Online-Tool postleitzahlenkarte-software.de.

Was ist das Flächenkartogramm in Excel?

So heißt in der deutschen Excel-Version das Kartendiagramm, das Flächen wie Länder, Bundesländer, Kreise oder Postleitzahlen nach einem Wert oder einer Kategorie einfärbt. Die Grenzen liefert ein Online-Kartendienst; eigene Gebietsgrenzen können Sie dort nicht hinterlegen.

Warum erkennt Excel meine Postleitzahlen oder Orte nicht richtig?

Meist fehlt die Länderangabe, oder eine Postleitzahl hat ihre führende Null verloren. Mehrdeutige Ortsnamen wie Neustadt oder Frankfurt ordnet der Kartendienst nicht immer richtig zu. Ergänzen Sie eine Spalte mit dem Land, führen Sie Postleitzahlen als Text und prüfen Sie, ob alle Gebiete auf der Karte erscheinen.

Werden bei Karten in Excel Daten an Microsoft übertragen?

Ja. Die Ortsangaben gehen zur Erkennung an einen Online-Kartendienst von Microsoft. Für Postleitzahlen, Kreise und Summenwerte ist das meist unkritisch. Kundennamen und Adressen von Privatpersonen gehören nicht in die Kartentabelle; klären Sie im Zweifel mit Ihrem Datenschutzbeauftragten, was zulässig ist.

Kann ich in Excel Vertriebsgebiete planen?

Nein. Sie können Postleitzahlen nach einer vorhandenen Gebietszuordnung einfärben, aber keine Gebiete zusammenfassen, ausgleichen oder nach Fahrzeit planen. Dafür gibt es Software wie easymap professional oder RegioGraph Planning – oder die Gebietsplanung als Projekt.

Wie bekomme ich Koordinaten für meine Kundenadressen?

Über eine Geokodierung: Die Adressen werden bereinigt und in Breiten- und Längengrad umgewandelt. Das übernehmen wir als Service und liefern das Ergebnis mit einer Qualitätsangabe je Adresse als Excel-Tabelle zurück. Mehr unter Geokodierung.

Welche Alternativen gibt es, wenn Excel nicht mehr reicht?

Für einfache Karten der 2-stelligen Postleitzahlen unser kostenloses Online-Tool postleitzahlenkarte-software.de, für Kundenkarten und Analysen easymap office mit direkter Excel-Anbindung, für Dashboards Power BI, bei GIS-Kenntnissen QGIS. Oder Sie schicken uns Ihre Excel-Liste, und wir erstellen die Karte als Geomarketing-Service.

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