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p17 GmbHGeschäftsbereich Geomarketing

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Anwendung: Solarpotenzial

Solarpotenzial-Analyse: geeignete Dachflächen für Photovoltaik finden

Welche Dächer eignen sich für Photovoltaik – und wo liegen viele davon beieinander? Eine Solarpotenzial-Analyse wertet Satelliten- und Luftbilder aus, bewertet Dachfläche, Ausrichtung, Neigung und Verschattung und bündelt das Ergebnis so, dass Vertrieb, Werbung und Planung damit arbeiten können.

Beispiel: Dachflächen eines Wohnquartiers nach Eignung für Photovoltaik

Was die Solarpotenzial-Analyse liefert

Vom einzelnen Dach zur Gebietskennzahl: Die Analyse verbindet Bildauswertung, Geomarketing und Marktdaten.

Dachflächen aus dem Bild

Satelliten- und Luftbilder werden gemeinsam mit spezialisierten Partnern ausgewertet – flächendeckend für die gewünschte Region.

Ausrichtung und Neigung

Jede erkannte Dachfläche wird nach Himmelsrichtung und Neigung bewertet, denn beides bestimmt den möglichen Ertrag.

Verschattung

Bäume, Nachbargebäude und Dachaufbauten mindern Ertrag und nutzbare Fläche und fließen in die Bewertung ein.

Eignungsklassen und Potenzial

Aus den Kriterien entstehen Eignungsklassen und eine Abschätzung von Modulfläche, Leistung und Jahresertrag.

Gebündelt statt gebäudescharf

Ergebnisse je Straßenabschnitt, Postleitzahl, GEOmarket oder Gemeinde – passend für Vertrieb, Werbung und Datenschutz.

Kombiniert mit Marktdaten

Kaufkraft, Gebäudealter und Eigentumsquote zeigen, wo aus technischem Potenzial auch Nachfrage werden kann.

Photovoltaik verkauft sich nicht an Postleitzahlen, sondern an Dächer. Ob ein Haus für eine Anlage infrage kommt, entscheiden Fläche, Ausrichtung, Neigung und Schatten – Merkmale, die in keiner Kundendatei stehen. Eine Solarpotenzial-Analyse macht sie sichtbar: Aus Satelliten- und Luftbildern wird für jede erkannte Dachfläche abgeschätzt, wie gut sie sich eignet. Anschließend wird das Ergebnis so gebündelt, dass sich Vertriebsgebiete, Werbung und Planung daran ausrichten lassen. Die Bildauswertung führen wir gemeinsam mit spezialisierten Partnern durch, die Aufbereitung für Ihre Fragestellung übernehmen wir.

Wo stehen die Dächer, die sich für Photovoltaik eignen?

Wer Photovoltaik, Speicher oder Wärmepumpen verkauft, verliert viel Zeit mit Gebieten, in denen das Angebot kaum passt: Mietwohnungen, verschattete Altbauquartiere, Dächer mit ungünstiger Ausrichtung. Umgekehrt gibt es Straßenzüge, in denen fast jedes Dach geeignet und noch ungenutzt ist. Typische Wo-Fragen:

  • In welchen Straßen und Ortsteilen stehen besonders viele gut geeignete Dächer?
  • Wo ist das Potenzial noch weitgehend ungenutzt?
  • Welche Gebiete lohnen sich für Werbung, Infoabende oder den Außendienst?
  • Wie verteilt sich das Potenzial auf unser Netz- oder Vertriebsgebiet?
  • Wie viel Solarpotenzial hat unsere Gemeinde insgesamt?

Die Methode: vom Luftbild zur Eignungsklasse

Grundlage sind aktuelle Satelliten- oder Luftbilder. Darin werden Gebäude und ihre Dachflächen erkannt und einzeln bewertet. Vier Kriterien stehen im Mittelpunkt:

Kriterium Was bewertet wird Warum es zählt
Dachfläche nutzbare Fläche ohne Gauben, Fenster und Aufbauten bestimmt, wie viele Module Platz haben
Ausrichtung Himmelsrichtung der Dachfläche Süd bringt den höchsten Jahresertrag, Ost-West verteilt ihn über den Tag
Neigung Winkel der Fläche, Steil- oder Flachdach beeinflusst Ertrag und Montageart
Verschattung Bäume, Nachbargebäude, Schornsteine mindert Ertrag und nutzbare Fläche

Aus diesen Merkmalen entsteht je Dachfläche eine Eignungsklasse, zum Beispiel „sehr gut“, „gut“, „bedingt geeignet“ und „ungeeignet“. Dazu kommt eine Abschätzung des Potenzials: mögliche Modulfläche, installierbare Leistung in Kilowatt-Peak (kWp) und ein grober Jahresertrag. Wie die Klassen abgegrenzt und welche Kennzahlen ausgegeben werden, legen wir zu Projektbeginn mit Ihnen fest.

Draufsicht auf ein Wohnquartier, Dachflächen eingefärbt nach Eignung für Photovoltaik
Abbildung: Schematische Draufsicht auf ein Wohnquartier – Dachflächen nach PV-Eignung eingefärbt (fiktives Beispiel).

Vom Dach zum Gebiet: Straßenabschnitt, PLZ oder GEOmarket

Für Vertrieb und Planung zählt selten das einzelne Dach, sondern die Frage, wo viele geeignete Dächer beieinanderliegen. Deshalb bündeln wir die Ergebnisse auf Gebietsebenen:

  • Straßenabschnitte: fein genug für Werbemittelverteilung und Quartiersarbeit.
  • Postleitzahlen: die Ebene, auf der viele Vertriebsgebiete, CRM-Auswertungen und Werbeformen organisiert sind.
  • GEOmarkets: kleinräumige Zellen innerhalb von Postleitzahl und Gemeinde mit durchschnittlich rund 260 Haushalten – ein guter Kompromiss aus Detail und Datenschutz. Wie viel feiner sie sind, zeigt der Kartenvergleich bei den digitalen Landkarten.
  • Gemeinden und Ortsteile: für Potenzialkarten von Kommunen und Landkreisen.

Typische Kennzahlen je Gebiet sind Zahl und Anteil geeigneter Dächer, die nutzbare Fläche, die geschätzte Leistung und – wo der Anlagenbestand bekannt ist – der noch ungenutzte Teil des Potenzials.

Kombination mit Kaufkraft, Gebäudealter und Eigentumsquote

Technisches Potenzial ist noch keine Nachfrage. Ob aus einem geeigneten Dach eine Anlage wird, hängt davon ab, wer darunter wohnt und entscheidet. Deshalb verknüpfen wir die Ergebnisse mit Markt- und Potenzialdaten:

  • Eigentumsquote: Eigentümer entscheiden selbst über ihr Dach, Mieter in der Regel nicht.
  • Kaufkraft: Eine Anlage mit Speicher ist eine größere Investition – hohe Kaufkraft ist ein Hinweis, keine Garantie.
  • Gebäudeart und Gebäudealter: Ein- und Zweifamilienhäuser bestimmter Baujahre zeigen, wo Photovoltaik zusammen mit Wärmepumpe oder Sanierung zum Thema wird.
  • Eigene Daten: Kunden, Anfragen und installierte Anlagen – geokodiert und auf dieselbe Gebietsebene gebracht – machen Ausschöpfung und weiße Flecken sichtbar.

Wer die Solarpotenzial-Analyse nutzt

PV-Installateure und Solarfachbetriebe richten Vertriebsgebiete und Einsatzradien ihrer Montageteams an der Dichte geeigneter Dächer aus und verteilen Werbung gezielt. Fahrzeitzonen um den Betriebssitz zeigen, bis wohin sich Montage und Service noch wirtschaftlich leisten lassen – mehr bei der Erreichbarkeitsanalyse. Wie sich Verteilgebiete und Auflagen planen lassen, zeigt die Werbeplanung für Offline-Werbung.

Energieversorger und Stadtwerke priorisieren Stadtteile für Solarpakete, Pachtmodelle oder Bestandskundenaktionen und unterscheiden dabei eigenes und fremdes Grundversorgungsgebiet. Netzbetreiber erkennen zudem, in welchen Siedlungen besonders viel zusätzliche Einspeisung denkbar ist – ein Hinweis, wo sich eine genauere Netzberechnung zuerst lohnt. Einen Überblick über weitere Einsatzfelder gibt die Branchenseite Geomarketing für Energieversorger.

Anbieter von Speichern und Wärmepumpen kombinieren das Solarpotenzial mit Gebäudealter und Heizungsart, weil sich ihre Produkte besonders dort verkaufen, wo Photovoltaik bereits vorhanden oder geplant ist. Interessant ist die Analyse auch für Autohäuser, die Elektrofahrzeuge zusammen mit Wallbox und Solarstrom anbieten – mehr dazu unter Geomarketing im Autohandel.

Kommunen und Landkreise nutzen gebündelte Potenzialkarten für Klimaschutzkonzepte, Förderprogramme und die Bürgerinformation – als Webkarte oder gedruckt über unseren Service Karten erstellen lassen.

Werkzeuge und Umsetzung

Die Bildauswertung erfolgt projektbezogen mit unseren Partnern. Die Ergebnisse passen in jede gängige Umgebung: als Kartenebene in easymap oder RegioGraph, als Shapefile oder GeoJSON für QGIS und als Tabelle für Power BI. Sollen Vertrieb oder Außendienst die Ergebnisse nur im Browser abrufen, stellen wir sie in einem Geomarketing-Portal bereit. Wer keine eigene Software einsetzen möchte, erhält Karten, Gebietslisten und Auswertungen im Geomarketing-Service.

Grenzen und Datenschutz

Eine Auswertung aus der Luft ist eine Potenzialschätzung, keine Anlagenplanung. Das Aufnahmedatum der Bilder, gewachsene Bäume oder neue Gebäude können das Ergebnis beeinflussen. Statik, Dachzustand, Denkmalschutz und Netzanschluss sind aus der Luft nicht zu beurteilen. Ob sich bereits vorhandene Anlagen erkennen lassen, hängt von Bildmaterial und Methode ab. Für die einzelne Anlage bleibt deshalb die Prüfung vor Ort unverzichtbar.

Drei Fehler begegnen uns bei der Nutzung solcher Analysen immer wieder:

  1. Technisches Potenzial mit Absatzpotenzial verwechseln: Ein Quartier voller geeigneter Mietshäuser ist für den Privatkundenvertrieb kaum ergiebig. Erst die Kombination mit Eigentumsquote und Kaufkraft zeigt, wo verkauft werden kann.
  2. Den Bestand ignorieren: Wo bereits viele Anlagen installiert sind, ist das verbleibende Potenzial kleiner, als die reine Dachbewertung vermuten lässt.
  3. Zu fein veröffentlichen: Karten für Website oder Bürgerinformation sollten auf Gemeinde-, Ortsteil- oder GEOmarket-Ebene bleiben, nicht auf einzelnen Gebäuden.

Solarpotenzial-Analysen erstellen wir auf Anfrage und passend zu Region, Ziel und Budget. Beschreiben Sie uns kurz Ihr Vorhaben – wir klären mit unseren Partnern, was möglich ist, und schlagen Ihnen ein Vorgehen vor.

So läuft eine Solarpotenzial-Analyse ab

  1. Ziel und Region festlegenVertriebsgebiete, Werbeplanung, Produkteinführung oder kommunale Potenzialkarte – und für welches Gebiet?
  2. Kriterien und Ergebnisebene klärenWelche Eignungsklassen, welche Kennzahlen, welche Gebietsebene? Dabei klären wir auch den rechtlichen Rahmen der Nutzung.
  3. BildauswertungUnsere Partner werten Satelliten- oder Luftbilder aus und bewerten die erkannten Dachflächen nach den vereinbarten Kriterien.
  4. Bündeln und kombinierenDie Ergebnisse werden auf die gewählte Gebietsebene verdichtet und mit Markt- und Kundendaten verknüpft.
  5. ÜbergabeSie erhalten Tabellen, Geodaten und Karten für Ihre Software oder eine fertige Auswertung – auf Wunsch mit Vorschlag für Zielgebiete.

Praxisbeispiele

PV-Fachbetrieb

Werbung dort, wo passende Dächer stehen

Ein Installationsbetrieb mit drei Montageteams verteilte seine Flyer bisher im ganzen Landkreis. Die Solarpotenzial-Analyse wurde je GEOmarket gebündelt, auf 40 Minuten Fahrzeit ab Betriebssitz begrenzt und mit Eigentumsquote und Kaufkraft kombiniert. Beworben werden nur noch Gebiete mit vielen gut geeigneten Dächern und hohem Eigentümeranteil.

Ergebnis Beispielrechnung: Die Auflage sank von 45.000 auf 19.000 Haushalte. Die Zahl der Anfragen blieb im Beispiel fast gleich, der Anteil verwertbarer Anfragen stieg, weil weniger Mieter und ungeeignete Dächer erreicht wurden.

Stadtwerk

Solarpaket für Bestandskunden priorisiert

Ein Stadtwerk wollte ein Angebot aus Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpe im eigenen Grundversorgungsgebiet einführen. Die Eignungsklassen der Dächer wurden je Straßenabschnitt zusammengefasst und mit Gebäudealter sowie dem Bestand bereits gemeldeter Anlagen verglichen. Daraus entstand eine Reihenfolge der Stadtteile für Infoabende, Anzeigen und Beratungstermine.

Ergebnis Beispiel: Die erste Kampagnenwelle konzentriert sich auf sechs Stadtteile mit vielen sehr gut geeigneten, noch ungenutzten Dachflächen. Die Werte je Straßenabschnitt lassen keine Rückschlüsse auf einzelne Gebäude zu.

Landkreis, Klimaschutzmanagement

Potenzialkarte für die Bürgerinformation

Ein Landkreis wollte in einer Informationskampagne zeigen, wie viel Solarpotenzial auf den Dächern seiner Gemeinden noch ungenutzt ist. Die Ergebnisse wurden je Gemeinde und Ortsteil gebündelt und als Karte für Website und Bürgerversammlungen gestaltet.

Ergebnis Beispiel: Die Karte zeigt Potenzial und bisherige Nutzung je Gemeinde, ohne einzelne Grundstücke. Für das eigene Dach verweist der Landkreis auf eine Beratung vor Ort.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Häufige Fragen

Was ist eine Solarpotenzial-Analyse?

Eine Auswertung, die für viele Gebäude gleichzeitig abschätzt, ob und wie gut sich ihre Dachflächen für Photovoltaik eignen. Grundlage sind Satelliten- oder Luftbilder, bewertet werden unter anderem Dachfläche, Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Ergebnis sind Eignungsklassen und ein geschätztes Potenzial, meist gebündelt je Straßenabschnitt, Postleitzahl oder GEOmarket.

Welche Dächer eignen sich für Photovoltaik?

Vor allem ausreichend große, wenig verschattete Flächen mit Ausrichtung nach Süden, Südosten oder Südwesten. Ost-West-Dächer und Flachdächer sind ebenfalls gut nutzbar, verteilen den Ertrag aber anders über den Tag. Nordseiten steiler Dächer und stark verschattete Flächen fallen meist heraus.

Wie genau ist eine Dachflächenanalyse aus Satellitenbildern?

Sie ist eine gute Grundlage, um Gebiete zu vergleichen und Schwerpunkte zu erkennen, ersetzt aber keine Prüfung vor Ort. Aufnahmedatum, Bildauflösung und Methode beeinflussen das Ergebnis; Statik, Dachzustand, Denkmalschutz oder Netzanschluss sind aus der Luft nicht zu erkennen. Was für Ihre Region möglich ist, klären wir vor Projektbeginn.

Darf ich Eigentümer geeigneter Dächer direkt anschreiben?

Nicht ohne Weiteres. Angaben zu einzelnen Privatgebäuden können personenbezogen sein, und adressierte Werbung braucht eine Rechtsgrundlage. Wir empfehlen, mit gebündelten Werten je Straßenabschnitt, Postleitzahl oder GEOmarket zu arbeiten und diese Gebiete zum Beispiel mit Haushaltswerbung anzusprechen. Das ist eine allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung.

Was unterscheidet die Analyse von einem öffentlichen Solarkataster?

Viele Länder und Kommunen bieten Solarkataster an, in denen Bürger ihr eigenes Dach prüfen können. Für Vertrieb und Planung zählen andere Dinge: eine einheitliche Methode über Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg, die Bündelung auf Gebietsebenen und die Kombination mit Markt- und Kundendaten. Darauf ist unsere Auswertung ausgerichtet.

Für welche Regionen ist die Analyse möglich, und was kostet sie?

Das hängt von Region, Größe des Gebiets, verfügbarem Bildmaterial und gewünschter Ergebnisebene ab. Wir prüfen das auf Anfrage und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot: Analyse anfragen.

In welcher Form erhalte ich die Ergebnisse?

Als Tabelle je Gebiet, als Geodaten etwa im Shapefile- oder GeoJSON-Format für easymap, RegioGraph, QGIS oder Power BI und auf Wunsch als fertig gestaltete Karte – mehr dazu unter Karten erstellen lassen.

Weiterführend

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Nennen Sie uns Region, Ziel und gewünschte Ergebnisebene. Wir prüfen mit unseren Partnern, was möglich ist, und melden uns mit einem Vorschlag zu Vorgehen und Aufwand.

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