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p17 GmbHGeschäftsbereich Geomarketing

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Branche: Autohandel

Geomarketing im Autohaus: gezielt werben, Märkte verstehen, Netze planen

Aktionen, Probefahrten, Modellstarts: Autohäuser werben laufend, Hersteller und Importeure steuern ganze Händlernetze. Geomarketing zeigt, wo die Käufer von morgen wohnen, welche Fahrzeuge in einer Region zugelassen sind und wie Verkaufs- und Servicegebiete zugeschnitten sein sollten.

Beispiel: Heatmap der Kundendichte

Was Geomarketing im Autohandel leistet

Werbegebiete nach Potenzial

Prospekte, Mailings und Online-Anzeigen für Aktionen und Modellstarts dort, wo passende Haushalte wohnen.

Kundenprofile aus dem Bestand

Bestandskunden werden mit regionalen Marktdaten beschrieben – daraus entstehen Zielgebiete, die Ihren besten Kundengebieten gleichen.

Kfz-Daten auf der Karte

Pkw-Bestand nach Marke, Segment, Alter und Antrieb – auf Anfrage ergänzt um Neuzulassungen und Markendichte über Datenpartner.

Marktverantwortungsgebiete

Händlergebiete darstellen, Zulassungen und Marktanteile je Gebiet auswerten, Grenzen nachvollziehbar anpassen.

Werkstattnetz und Erreichbarkeit

Fahrzeitzonen zeigen, wie schnell Kunden die nächste Werkstatt erreichen und wo Servicelücken liegen.

Standorte für Ladepunkte

Elektrofahrzeuge im Bestand, Wohnstruktur und Frequenz zeigen, wo Ladeinfrastruktur gebraucht wird.

Autohäuser leben von der Nähe: Ein großer Teil der Käufer und fast alle Werkstattkunden kommen aus der Region. Geomarketing im Autohaus macht diese Nähe planbar. Es zeigt, wo Ihre Kunden wohnen, welche Gebiete Ihren besten Kunden gleichen, welche Fahrzeuge dort zugelassen sind und wie gut Verkauf und Werkstatt erreichbar sind. Das gilt für den einzelnen Betrieb ebenso wie für Händlergruppen, Werkstattketten und die Netzplanung von Herstellern und Importeuren.

Ausgangslage: viel Werbung, wenig Zielgenauigkeit

Aktionswochenenden, Einladungen zur Probefahrt, Modellstarts, Saisonangebote für Reifen und Klimaservice: Kaum eine Branche wirbt so regelmäßig wie der Autohandel. Oft wird dabei das gesamte Marktgebiet gleichmäßig beworben, obwohl sich die Zielgruppen von Kleinwagen, Familien-SUV, Transporter und Elektromodell deutlich unterscheiden. Hinzu kommen strukturelle Fragen: Händlernetze werden verdichtet, Marktverantwortungsgebiete neu verteilt, Werkstätten zusammengelegt, und mit der Elektromobilität verändern sich Kundschaft und Service.

Typische Wo-Fragen im Autohandel:

  • Wo wohnen Haushalte, die zu einem neuen Modell passen?
  • Welche Gebiete gleichen unseren besten Bestandskunden?
  • Wie hoch ist unser Marktanteil im Marktverantwortungsgebiet – und in welchen Gemeinden gehen Verkäufe an Nachbarhändler?
  • Wie schnell erreichen Kunden unsere Werkstatt, und wo fehlt ein Servicepunkt?
  • Wo werden Ladepunkte gebraucht?

Geomarketing im Autohaus: Werbeplanung für Aktionen und Modellstarts

Ob Prospekt, Postwurf, Mailing oder Online-Anzeige – jede Aktion braucht ein Zielgebiet. Geomarketing legt es nicht nach Bauchgefühl fest, sondern nach Potenzial: Haushalte, Kaufkraft, Altersstruktur, Wohnsituation und Pkw-Bestand je Postleitzahl, GEOmarket oder Straßenabschnitt. Für ein Familienmodell zählen andere Straßen als für einen Transporter, der vor allem Handwerksbetriebe anspricht, oder für ein Elektrofahrzeug, das Pendler mit eigener Garage überzeugen soll.

Wie Prospekte und Haushaltswerbung nach Gebieten verteilt werden, zeigt die Werbeplanung für Offline-Werbung. Dieselben Gebiete lassen sich als Postleitzahlen oder Radien für Google Ads und Meta Ads nutzen. Online und offline arbeiten dann mit identischen Zielgebieten und lassen sich gemeinsam auswerten – etwa über Probefahrten und Anfragen je Gebiet.

Kundenprofile aus dem Bestand: Zwillingsgebiete finden

Der wertvollste Datenschatz eines Autohauses ist der eigene Kundenbestand. Er zeigt, wer heute kauft und zur Werkstatt kommt. Werden die Wohnorte der Kunden mit regionalen Marktdaten verknüpft, entsteht ein Profil: In welchen Wohnlagen, Altersgruppen, Haushaltsgrößen und Lebensstilen sind Sie besonders stark? Dieses Profil wird anschließend auf das ganze Marktgebiet übertragen. Gebiete, die Ihren besten Kundengebieten statistisch gleichen, in denen Sie aber noch wenige Kunden haben, sind Zwillingsgebiete – die Ziele für die nächste Kampagne. Das Verfahren beschreibt die Neukundengewinnung ausführlich.

Kfz-Daten: Bestand, Pkw-Dichte, Neuzulassungen und Markendichte

Für den Autohandel gibt es regionale Daten, die weit über Kaufkraft und Einwohner hinausgehen. Die wichtigsten Datentypen im Überblick:

Datenart Aussage Verfügbarkeit
Kfz-Bestand nach Marke, Segment, Alter und Antrieb Welche Fahrzeuge in einem Gebiet zugelassen sind – auch Elektro- und Hybridfahrzeuge kleinräumig über Datenpartner
Pkw-Dichte Pkw je Haushalt oder je 1.000 Einwohner – wie stark ein Gebiet auf das Auto angewiesen ist aus Bestand und Haushalten berechenbar
Neuzulassungen Zulassungen nach Marke, Segment und Antrieb auf Anfrage
Markendichte Anteil der eigenen Marke und der Wettbewerbsmarken am Bestand auf Anfrage
Haushalte, Kaufkraft, Alter, Lebensstile Wer im Gebiet wohnt Markt- und Potenzialdaten, Kaufkraft

Öffentliche Statistiken liefern Bestand und Zulassungen meist nur in begrenzter Tiefe. Für Marke, Segment und Antrieb auf kleinräumiger Ebene gibt es spezialisierte Anbieter, die ihre Daten auf Postleitzahlen, Gemeinden oder Straßenabschnitte beziehen und mit anderen Marktdaten kombinierbar machen. Welche Merkmale in welcher Tiefe verfügbar sind, recherchieren wir für Ihren Einsatzzweck herstellerneutral.

Marktverantwortungsgebiete und Händlernetze

Hersteller und Importeure ordnen ihren Händlern in der Regel ein Marktverantwortungsgebiet zu, an dem Ziele und Marktanteile gemessen werden. Meist besteht es aus Gemeinden oder Postleitzahlen und ist über Jahre gewachsen. Geomarketing macht sichtbar, ob die Gebiete noch zueinander passen: Wie viel Potenzial – Haushalte, Pkw-Bestand, Kaufkraft – liegt in jedem Gebiet? Wie weit ist es von den Randgemeinden zum Betrieb, und liegt ein Nachbarhändler näher?

Für Händlergruppen und Importeure lassen sich Gebiete mit einer Gebietsplanung neu zuschneiden – etwa wenn ein Betrieb schließt oder ein Netz verdichtet wird. Wie gut ein bestehender Zuschnitt ist, prüft die Gebietsoptimierung.

Beispielkarte: Deutschland in acht Gebiete aufgeteilt
Abbildung: Gebietskarte mit acht Gebieten auf Basis von Postleitzahlen – so lassen sich auch die Marktverantwortungsgebiete eines Händlernetzes darstellen (schematisch, fiktive Daten).

Werkstattnetz, Service und Erreichbarkeit

Im Service entscheidet die Nähe noch stärker als beim Kauf. Mit Fahrzeitzonen aus der Erreichbarkeitsanalyse wird sichtbar, welche Kunden länger als 20 oder 30 Minuten zur Werkstatt fahren und wo Wettbewerber näher liegen; deren Standorte bringt die Wettbewerbsanalyse auf die Karte. Das beantwortet, ob ein Servicepunkt fehlt, ob sich ein Hol- und Bringservice lohnt und in welchen Gebieten Werkstattkunden abwandern. Neue Standorte für Verkauf oder Werkstatt bewertet die Standortanalyse.

Elektromobilität und Ladeinfrastruktur

Mit dem wachsenden Bestand an Elektrofahrzeugen wird das Laden zur Standortfrage. Kfz-Daten zeigen, wo bereits viele Elektro- und Hybridfahrzeuge zugelassen sind. Gebäudedaten zeigen, wo Menschen in Mehrfamilienhäusern ohne eigenen Stellplatz wohnen und auf öffentliche Ladepunkte angewiesen sind – und wo Ein- und Zweifamilienhäuser mit Platz für eine Wallbox überwiegen. Für Autohäuser sind beide Informationen wertvoll: für Schnellladepunkte am eigenen Betrieb, für Angebote rund um die Wallbox und für die Frage, in welchen Gebieten Elektromodelle besonders gefragt sein dürften. Wer Wallbox und Solarstrom gemeinsam anbietet, findet passende Dächer mit einer Solarpotenzial-Analyse.

Werkzeuge: selbst planen oder planen lassen

Eine erste Karte der Kunden je Postleitzahl gelingt oft schon in Excel. Kundenkarten, Werbegebiete und Profile lassen sich mit easymap office oder RegioGraph Analysis erstellen. Für Fahrzeitzonen, Werkstatt-Erreichbarkeit und Gebietszuschnitte eignen sich easymap professional oder RegioGraph Planning. Einzelne Autohäuser fahren oft besser mit einer Analyse je Aktion als Geomarketing-Service. Händlergruppen und Importeure, die regelmäßig planen, profitieren von eigener Software und einer Schulung auf ihren Daten. Sollen Verkaufs- und Serviceleiter ihre Gebiete und Kennzahlen nur ansehen, genügt ein Geomarketing-Portal im Browser.

Datenschutz: Gebiete statt Personen

Für die Auswahl neuer Werbegebiete brauchen Sie keine personenbezogenen Daten. Markt- und Kfz-Daten sind aggregierte Werte je Gebiet, die stets mehrere Haushalte zusammenfassen. Eigene Kundendaten werden intern verortet und zu Werten je Gebiet verdichtet. Adressierte Werbung an Bestandskunden richtet sich nach Ihren Einwilligungen und Datenschutzregeln; neue Zielgebiete erreichen Sie über unadressierte Haushaltswerbung oder regionales Online-Targeting. Übernehmen wir Aufbereitung oder Geokodierung, geschieht das auf Basis eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung.

So läuft ein Geomarketing-Projekt im Autohaus ab

  1. Bestandsdaten bereitstellenKundenadressen, Fahrzeugdaten und Werkstattbesuche aus dem Dealer-Management-System oder CRM – für viele Auswertungen genügen Werte je Postleitzahl.
  2. Kunden auf die Karte bringenAdressen geokodieren, Postleitzahlen, GEOmarkets oder Straßenabschnitten zuordnen und mit dem Marktverantwortungsgebiet abgleichen.
  3. Profile und Potenziale bildenBestandskunden mit Marktdaten beschreiben, Kfz-Daten ergänzen und Gebiete mit hohem ungenutzten Potenzial ermitteln.
  4. Maßnahmen ableitenWerbegebiete, Verteillisten für Haushaltswerbung, Postleitzahlen für Online-Kampagnen oder ein angepasster Gebietszuschnitt.
  5. Wirkung messenProbefahrten, Anfragen und Verkäufe je Gebiet auswerten und die Zielgebiete für die nächste Aktion schärfen.

Praxisbeispiele aus dem Autohandel

Autohaus-Gruppe

Modellstart eines elektrischen SUV

Eine Händlergruppe mit fünf Betrieben wollte zum Marktstart eines elektrischen SUV gezielt zur Probefahrt einladen. Bestandskunden mit Fahrzeugen derselben Größenklasse wurden auf der Karte verortet und mit Marktdaten zu Haushalten, Kaufkraft, Eigentümerquote und Gebäudetyp beschrieben. Anschließend wurden Straßenabschnitte mit ähnlichem Profil innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit gesucht.

Ergebnis Beispiel: Statt 60.000 Haushalte im gesamten Marktgebiet erhielten rund 22.000 Haushalte in passenden Straßenabschnitten eine Einladung. Die Online-Anzeigen liefen parallel nur in den ausgewählten Postleitzahlen.

Freie Werkstattkette

Neuer Standort nach Pkw-Bestand und Fahrzeit

Eine regionale Kette freier Werkstätten suchte einen Standort für den siebten Betrieb. Bewertet wurden der Pkw-Bestand nach Fahrzeugalter – ältere Fahrzeuge sind für freie Werkstätten besonders interessant –, die Fahrzeit zu den eigenen Betrieben und die Lage von Marken- und anderen freien Werkstätten.

Ergebnis Beispiel: Von vier angebotenen Gewerbeflächen lag nur eine in einem Gebiet mit hohem Bestand älterer Pkw, das keiner der eigenen Betriebe innerhalb von 15 Minuten erreicht. Sie wurde als erste besichtigt.

Importeur

Marktverantwortungsgebiet nach Händleraustritt verteilt

Ein Importeur musste nach dem Ausscheiden eines Händlers dessen Marktverantwortungsgebiet auf drei Nachbarbetriebe verteilen. Grundlage waren die Zulassungen der Marke je Gemeinde, die Fahrzeit zu den verbleibenden Betrieben und das Potenzial aus Haushalten und Pkw-Bestand.

Ergebnis Beispiel: Die Gemeinden wurden zunächst nach kürzester Fahrzeit zugeordnet und dann so angepasst, dass das Potenzial der drei erweiterten Gebiete um höchstens zehn Prozent voneinander abweicht.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Häufige Fragen

Was ist Geomarketing im Autohaus?

Geomarketing verknüpft die Kunden- und Fahrzeugdaten eines Autohauses mit Karten und regionalen Marktdaten. Damit lassen sich Werbegebiete gezielt auswählen, neue Kunden in Gebieten suchen, die den besten Bestandskunden gleichen, Marktverantwortungsgebiete auswerten und Standorte für Verkauf, Werkstatt oder Ladepunkte bewerten.

Welche Kfz-Daten gibt es für Geomarketing?

Kfz-Bestandsdaten beschreiben den Pkw-Bestand je Gebiet nach Marke, Segment, Fahrzeugalter und Antriebsart; daraus lässt sich auch die Pkw-Dichte ableiten. Kleinräumige Auswertungen zu Neuzulassungen oder zur Markendichte recherchieren wir auf Anfrage bei unseren Datenpartnern. Überblick: Markt- und Potenzialdaten.

Was ist ein Marktverantwortungsgebiet?

Das Gebiet, für dessen Marktbearbeitung ein Händler gegenüber Hersteller oder Importeur verantwortlich ist. An ihm werden häufig Ziele und Marktanteile gemessen. Auf der Karte lässt sich prüfen, ob die Gebiete eines Netzes gleichwertig sind und wie gut ein Händler sein Gebiet ausschöpft.

Wie finde ich neue Kunden für mein Autohaus?

Beschreiben Sie die Wohngebiete Ihrer besten Bestandskunden mit Marktdaten – etwa zu Lebensphase, Einkommen, Wohnsituation und Lebensstil – und suchen Sie Gebiete mit ähnlichem Profil, in denen Sie noch wenige Kunden haben. Diese Zwillingsgebiete bewerben Sie gezielt – offline per Haushaltswerbung oder online. Mehr bei der Neukundengewinnung.

Brauche ich dafür personenbezogene Daten?

Nein. Marktdaten beschreiben Gebiete, nicht Personen: Werte je Postleitzahl, GEOmarket oder Straßenabschnitt fassen immer mehrere Haushalte zusammen. Ihre eigenen Kundendaten nutzen Sie im Rahmen Ihrer Datenschutzregeln; für die Auswahl neuer Werbegebiete genügen Werte je Gebiet.

Welche Software eignet sich für Autohäuser?

Für Kundenkarten und Werbegebiete genügt häufig easymap office oder RegioGraph Analysis. Für Fahrzeitzonen, Werkstatt-Erreichbarkeit und Gebietsplanung eignen sich easymap professional oder RegioGraph Planning.

Lohnt sich Geomarketing auch für ein einzelnes Autohaus?

Ja. Gerade bei der Werbung zeigt sich der Nutzen schnell, weil jede eingesparte Auflage direkt Kosten senkt. Für einen einzelnen Betrieb ist eine Analyse je Aktion als Geomarketing-Service oft sinnvoller als eine eigene Lizenz.

Weiterführend

Passende Anwendungen und Daten

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