Digitale Landkarten sind die Grundlage jeder räumlichen Auswertung – ob in einer Geomarketing-Software, einem GIS, einem BI-Dashboard oder auf der eigenen Website. Wir liefern Postleitzahlen, Verwaltungsgrenzen und Raster für Deutschland, Europa und bei Bedarf weltweit: als fertige Karte für easymap und RegioGraph oder als Geodaten in offenen Formaten wie Shapefile, GeoJSON und GeoPackage für Ihre eigenen Systeme.
Was sind digitale Landkarten im Geomarketing?
Gemeint sind keine Bilder, sondern Vektordaten: Jedes Gebiet – etwa ein Postleitzahlgebiet oder ein Landkreis – ist eine Fläche mit exakten Grenzen und einem eindeutigen Schlüssel, zum Beispiel der Postleitzahl oder dem Amtlichen Gemeindeschlüssel. Über diesen Schlüssel verknüpfen Sie die Fläche mit Ihren eigenen Zahlen: Umsatz je PLZ, Kunden je Kreis, Kaufkraft je Gemeinde. Die Software färbt die Flächen dann nach Werten ein, fasst sie zu Vertriebsgebieten zusammen oder berechnet Nachbarschaften.
Gute digitale Landkarten sind flächendeckend und topologisch sauber: Benachbarte Gebiete teilen sich dieselbe Grenzlinie, es gibt keine Lücken und keine Überlappungen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Gerade bei selbst zusammengesetzten Daten entstehen oft schmale Spalten oder doppelt belegte Flächen, die später jede Summenbildung verfälschen.
Auf dieser Seite geht es um Geodaten für Software. Wer eine gedruckte Postleitzahlenkarte für die Wand sucht, findet sie bei den gedruckten Landkarten und im landkarten-shop.de – von der klassischen Postleitzahlenkarte Deutschland bis zur individuell gedruckten Karte Ihrer Vertriebsregion. Gebietsgliederungen jenseits von Postleitzahl und Verwaltungsgrenze, etwa für Pharma-Außendienste, Energieversorger oder Wahlkreise, finden Sie bei den Spezialkarten.
Digitale Landkarten für Geomarketing-Software und Fremdsysteme
In easymap und RegioGraph sind Karten Teil der Lizenz: easymap wird im Standard mit der Karte Deutschland ausgeliefert, RegioGraph mit den Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie einer 2-stelligen Postleitzahlenkarte für Europa. Weitere Länder lassen sich in beiden Programmen zubuchen – mit Schwerpunkt Europa, grundsätzlich aber für jedes Land der Welt.
Immer häufiger werden Gebietsgrenzen aber auch außerhalb klassischer Geomarketing-Software gebraucht:
- GIS: QGIS und ArcGIS für Analysen, Kartenproduktion und Datenpflege.
- Business Intelligence: Power BI, Tableau und Qlik, um Kennzahlen je Region direkt im Dashboard zu zeigen.
- Excel: für schnelle Auswertungen, etwa über die 3D-Karten in Excel, in die sich eigene Gebiete importieren lassen.
- CRM-Systeme: für Gebietszuordnungen, Kartenmodule und Geomarketing-Erweiterungen – bei cobra zum Beispiel mit unseren eigenen Modulen MAP+PLUS und TOUR+PLUS.
- Webkarten: Liefergebiete, Händlersuche oder Filialfinder auf der eigenen Website, etwa mit Leaflet oder OpenLayers.
Für all diese Systeme liefern wir die passenden Geometrien – im Format, Koordinatensystem und Detailgrad, den Ihr Zielsystem erwartet.
Formate im Überblick: PLZ-Karte als Shapefile, Postleitzahlen als GeoJSON & Co.
| Format | Endung | typische Systeme | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Shapefile (ESRI Shape) | .shp, .shx, .dbf, .prj, .cpg | ArcGIS, QGIS, Tableau, viele Geomarketing- und CRM-Kartenmodule | Mehrere Dateien gehören zusammen; Feldnamen max. 10 Zeichen, max. 2 GB je Datei |
| GeoJSON | .geojson, .json | Webkarten (Leaflet, OpenLayers), QGIS, Tableau, Softwareentwicklung | Lesbares Textformat, laut Standard in WGS84; bei feinen Ebenen schnell groß |
| TopoJSON | .topojson, .json | Power BI (Shape-Map-Visual), Webkarten mit D3 | Kompakt, gemeinsame Grenzen werden nur einmal gespeichert; meist aus GeoJSON erzeugt |
| GeoPackage | .gpkg | QGIS, ArcGIS, FME | Eine Datei, mehrere Ebenen, keine Feldnamen-Grenze – der moderne Nachfolger des Shapefiles |
| KML / KMZ | .kml, .kmz | Google Earth, Qlik, Excel 3D-Karten | Immer WGS84; gut für Präsentationen und kleinere Datenmengen |
| MapInfo TAB | .tab, .dat, .map, .id | MapInfo Pro, ältere Geomarketing-Lösungen | Wie beim Shapefile mehrere zusammengehörige Dateien |
| CSV mit WKT | .csv | SQL Server, PostgreSQL/PostGIS, BI-Tools, ETL-Prozesse | Geometrie als Text in einer Spalte; für Excel wegen der Zellgrenze von 32.767 Zeichen meist ungeeignet |
| RegioGraph-Layer | RegioGraph-Format | RegioGraph Analysis, Planning und Strategy | Direkt als Ebene nutzbar, ohne Import-Umweg – praktisch für Spezialkarten und eigene Gebietsgliederungen |
| easymap-Kartendatei (LTG) | .ltg | easymap office, professional und enterprise | Fertige Kartendatei mit Gebietsschlüsseln, sofort in easymap-Projekten einsetzbar |
Welche Gebietsebenen gibt es?
- Postleitzahlen 5-stellig: die feinste postalische Ebene und der Klassiker für Vertriebsgebiete. In Deutschland gibt es gut 8.000 flächenhafte Postleitzahlgebiete. Wichtig zu wissen: PLZ-Gebiete sind keine amtlichen Grenzen, sondern werden aus Zustellbereichen abgeleitet – deshalb unterscheiden sich die Karten verschiedener Hersteller im Detail.
- Postleitzahlen 2-stellig (Leitregionen) und 1-stellig (Leitzonen): für Übersichten, grobe Gebietsstrukturen und europaweite Planungen.
- Gemeinden: mit dem 8-stelligen Amtlichen Gemeindeschlüssel (AGS) – ideal zum Verknüpfen mit amtlicher Statistik.
- Kreise und kreisfreie Städte, Regierungsbezirke, Bundesländer: die klassischen Verwaltungsebenen, etwa für Berichte an die Geschäftsführung.
- NUTS-Ebenen: die europäische Statistik-Systematik. In Deutschland entspricht NUTS 1 den Bundesländern, NUTS 2 im Wesentlichen den Regierungsbezirken und NUTS 3 den Kreisen – praktisch für länderübergreifende Vergleiche.
- Raster: gleich große Quadrate, zum Beispiel 1 × 1 km. Raster sind unabhängig von Gebietsreformen und damit über Jahre vergleichbar.
- Spezialgliederungen: regionale Gliederungen der Pharma-Marktforschung, Netz- und Grundversorgungsgebiete für Strom und Gas, Verbandsgemeinden oder Bundestagswahlkreise – mehr dazu bei den Spezialkarten.
Im europäischen Ausland folgen Postleitzahlen eigenen Logiken: Österreich und die Schweiz arbeiten mit vier Ziffern, die Niederlande mit vier Ziffern plus zwei Buchstaben, Großbritannien mit einem mehrstufigen System aus Area, District und Sector. Für länderübergreifende Planungen – etwa beim Marketing in den Nachbarländern – empfehlen wir deshalb oft eine Kombination: 2-stellige Postleitzahlen oder NUTS-Regionen für die Übersicht, feinere Ebenen nur dort, wo tatsächlich geplant wird.
Feiner als die 5-stellige PLZ: GEOmarkets, Mikro-PLZ und Raster
Für Vertriebsgebiete ist die 5-stellige Postleitzahl fast immer fein genug – für Standortanalysen in Städten oft nicht. Ein einziges Postleitzahlgebiet in einer Großstadt kann sehr unterschiedliche Quartiere umfassen: Villenviertel und Großwohnsiedlung, Innenstadtlage und Gewerbegebiet. Auf PLZ-Ebene verschwimmen diese Unterschiede zu einem Durchschnittswert. Wenn es detaillierter sein soll, arbeiten wir mit drei Ansätzen:
- GEOmarkets: kleinräumige Marktzellen innerhalb von Postleitzahlen und Gemeinden, in Deutschland rund 157.000. Weil sie innerhalb der PLZ- und Gemeindegrenzen liegen, lassen sie sich jederzeit wieder zu diesen Ebenen zusammenfassen. Auf Wunsch liefern wir passende Marktdaten gleich mit – etwa Einwohner, Haushalte, Kaufkraft oder Zielgruppen je GEOmarket. Details und ein Kartenvergleich folgen im nächsten Abschnitt.
- Mikro-PLZ bzw. 8-stellige Postleitzahl (PLZ8): Sie baut auf der bekannten 5-stelligen Postleitzahl auf und unterteilt deren Gebiete in kleinere Zellen. Bestehende Auswertungen auf PLZ-Basis bleiben damit anschlussfähig.
- Rasterdaten: gleich große Zellen, zum Beispiel 1 km² oder 100 × 100 m. Raster sind unabhängig von Postleitzahl- und Gebietsreformen, über Jahre vergleichbar und ideal für Dichteanalysen und Heatmaps.
GEOmarkets im Detail: was die Postleitzahl verdeckt
Ein GEOmarket umfasst im Durchschnitt etwa 260 Haushalte. Gebildet werden die Zellen per räumlicher Clusteranalyse mit dem Ziel, möglichst homogene Räume zu schaffen. Dabei gelten drei Regeln:
- Passend zu PLZ und Gemeinde: Kein GEOmarket überschreitet eine Postleitzahl- oder Gemeindegrenze.
- Natürliche Grenzen: Der Zuschnitt folgt, wo es sinnvoll ist, Straßenverläufen, Flüssen und Siedlungsstrukturen.
- Jährlich aktuell: Änderungen an Verwaltungs- und Postleitzahlgrenzen werden einmal im Jahr eingearbeitet.
Weil die Zellen in sich homogen sind, lassen sich Werte verschiedener GEOmarkets gut miteinander vergleichen. Wie groß der Unterschied zur Postleitzahl ist, zeigt München: eine Gemeinde, 75 Postleitzahlen – und 3.259 GEOmarkets. Aus einem Durchschnittswert je Postleitzahl werden im Schnitt gut 40 kleinräumige Werte.
Noch anschaulicher wird es auf der Karte. Beide Abbildungen zeigen denselben Ausschnitt im Kölner Westen mit Widdersdorf, Frechen und Teilen Kölns, eingefärbt nach dem Kaufkraftindex; die blauen Linien sind jeweils die Postleitzahlgrenzen. Links erhält jede Postleitzahl einen einzigen Wert, und ein Gebiet wie Frechen wirkt einheitlich. Rechts ist dieselbe Region in GEOmarkets gegliedert: Innerhalb der Postleitzahlgebiete werden Quartiere mit deutlich höherem und deutlich niedrigerem Index sichtbar, die im Durchschnittswert verschwinden.


Abbildung: Kaufkraftindex im Kölner Westen (Widdersdorf, Frechen, Köln) – links je Postleitzahl, rechts je GEOmarket. Blaue Linien = Postleitzahlgrenzen. Kartenhintergrund: © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Wann sich feinere Ebenen lohnen – und wann nicht
Feinere Ebenen lohnen sich vor allem für:
- Standort- und Einzugsgebietsanalysen in Städten, bei denen wenige hundert Meter über den Erfolg entscheiden – mehr bei der Standortanalyse.
- Haushaltswerbung und Direktmarketing, die nur passende Quartiere erreichen sollen – etwa bei der Werbeplanung für Prospekte und Postwurfsendungen.
- Filial- und Geschäftsstellennetze in Ballungsräumen, in denen mehrere Standorte in denselben PLZ-Gebieten liegen – ein typischer Fall für die Filialnetzanalyse.
- Gebietsplanung in Großstädten, wenn einzelne Postleitzahlen zwischen zwei Mitarbeitern geteilt werden müssen.
Meist nicht nötig sind sie dagegen für bundesweite Vertriebsgebiete eines Außendienstes mit 10 bis 50 Mitarbeitern, für Auswertungen, deren eigene Daten ohnehin nur je Postleitzahl vorliegen, und für Dashboards mit Deutschlandübersicht, in denen hunderttausende Flächen die Darstellung bremsen. Feinere Ebenen bedeuten außerdem mehr Datenvolumen, höhere Lizenzkosten und stärker schwankende Werte in kleinen Zellen. Unser Blick darauf ist bewusst nüchtern: Wir raten nur dann zur feineren Ebene, wenn sie Ihre Entscheidung tatsächlich verändert.
Aktualität: Warum digitale Landkarten jedes Jahr ein Update brauchen
Wie jedes Jahr tut sich auch aktuell wieder einiges bei Postleitzahlen und Verwaltungsgrenzen: Gemeinden schließen sich zusammen, Postleitzahlgebiete werden geteilt, zusammengelegt oder neu zugeschnitten, Verwaltungsbezirke ändern sich. Diese Änderungen wirken sich direkt auf Analyse- und Vertriebsgebiete aus. Wer mit aktuellen Daten arbeitet, sollte deshalb auch mit aktuellen Karten arbeiten – ein Kartenupdate ist keine Kosmetik, sondern Voraussetzung für valide Analysen.
Die wichtigste Regel lautet: Kartenstand und Datenstand müssen zusammenpassen. Marktdaten auf Basis der aktuellen Postleitzahlen lassen sich nicht verlustfrei an eine fünf Jahre alte PLZ-Karte hängen. Die Folge sind weiße Flecken ohne Werte, Datensätze, die keiner Fläche zugeordnet werden können, und im schlimmsten Fall Gebietssummen, die nicht mehr stimmen.
In easymap ist das Kartenupdate bei aktivem Abonnement Teil der Update- und Servicevereinbarung; es entstehen also keine zusätzlichen Kosten. Die Installation ist unkompliziert: easymap öffnen, Extras → Karten und Daten installieren wählen, der Anleitung folgen und die lizenzierten Karten auswählen. Danach stehen die neuen Karten direkt in Ihren Projekten zur Verfügung. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Neue Landkarten in easymap.
Für Karten in Fremdsystemen empfehlen wir einen festen jährlichen Termin: neue Geometrien einspielen, die Zuordnungstabelle „PLZ → Vertriebsgebiet“ auf neue und weggefallene Postleitzahlen prüfen, Berichte kontrollieren. Ein Kartenupdate ist außerdem ein guter Anlass für den Blick über den Tellerrand: Europäische PLZ-Karten und internationale Marktdaten sind für expandierende Unternehmen und international arbeitende Vertriebsteams oft der nächste logische Schritt.
Koordinatensysteme: WGS84, ETRS89/UTM oder Web Mercator?
Jede Geodatei beschreibt ihre Koordinaten in einem bestimmten Bezugssystem. Passt das System nicht zu dem, was Ihre Software erwartet, landen die Flächen verschoben, verzerrt – oder gar nicht dort, wo sie hingehören.
| Koordinatensystem | EPSG-Code | Einsatz |
|---|---|---|
| WGS84 (geografisch, Länge/Breite in Grad) | EPSG:4326 | GPS, GeoJSON, KML, die meisten BI-Tools; Standard für den Datenaustausch |
| ETRS89 / UTM Zone 32N (metrisch) | EPSG:25832 | Amtlicher Standard in weiten Teilen Deutschlands (im Osten teils Zone 33N, EPSG:25833); ideal für Flächen- und Entfernungsberechnungen |
| Web Mercator (Pseudo-Mercator) | EPSG:3857 | Kachelkarten im Web; Flächen im Norden stark vergrößert – zum Anzeigen, nicht zum Rechnen |
Ältere Datenbestände liegen gelegentlich noch in Gauß-Krüger-Koordinaten vor, etwa EPSG:31467. Moderne Programme rechnen beim Laden um, sofern sie das Ausgangssystem kennen – und genau dafür ist die kleine .prj-Datei eines Shapefiles zuständig.
Generalisierung: Wie detailliert muss die Karte sein?
Eine hochdetaillierte PLZ-Karte bildet jede Grenze mit sehr vielen Stützpunkten ab – ideal für die Planung bis auf Straßenebene, aber schwergewichtig. Für eine Deutschlandübersicht in Power BI oder eine Webkarte reicht eine generalisierte Fassung, bei der die Grenzlinien vereinfacht werden. Die Datei wird dadurch um ein Vielfaches kleiner, Dashboards laden schneller, Webkarten bleiben flüssig.
Entscheidend ist, dass die Generalisierung topologieerhaltend erfolgt: Nachbarflächen müssen weiter lückenlos aneinanderstoßen. Werden Flächen einzeln vereinfacht, entstehen Spalten und Überlappungen, die auf der Karte unschön aussehen und die Zuordnung von Kundenpunkten zu Gebieten verfälschen. Unsere Faustregel: Wählen Sie den Detailgrad nach dem Maßstab, in dem tatsächlich gearbeitet wird – nicht nach dem, was technisch möglich wäre.
Lizenz: interne Analyse oder Veröffentlichung?
Digitale Landkarten werden in der Regel für die interne Nutzung lizenziert: Analysen, Planungen und Präsentationen im eigenen Unternehmen. Sobald Karten öffentlich sichtbar werden – auf der Website, in einer Kunden-App, in gedruckten Broschüren – oder an Dritte wie Handelspartner und Franchisenehmer gehen, brauchen Sie eine passende Lizenz. Auch die Zahl der Nutzer, Server oder Anwendungen kann eine Rolle spielen.
Zur neutralen Beratung gehört auch der Hinweis auf freie Daten: Für Verwaltungsgrenzen gibt es amtliche Open Data des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie, für Postleitzahlgebiete Ableitungen aus OpenStreetMap. Beides kann genügen – wenn Sie mit Pflichten zur Namensnennung, bei OpenStreetMap zusätzlich mit der Share-alike-Lizenz ODbL, und mit Abstrichen bei Vollständigkeit und Aktualisierungsrhythmus leben können. Wir sagen Ihnen ehrlich, wann freie Daten reichen und wann sich eine kommerzielle Karte lohnt.
Kostenlos ausprobieren: PLZ-Karte online erstellen
Nicht jede Karte braucht Geodaten und Software. Für den schnellen Einstieg bietet die p17 GmbH mit postleitzahlenkarte-software.de ein kostenloses Online-Tool: Sie färben die 2-stelligen Postleitzahlgebiete Deutschlands nach Kategorien ein – etwa nach Vertriebsgebieten – oder nach Zahlenwerten wie dem Umsatz. Die Daten kopieren Sie einfach aus Excel, eine Zeile je Gebiet. Für Zahlenwerte wählen Sie drei, fünf oder sieben Wertebereiche, eingeteilt nach gleichen Intervallen oder Quantilen. Die fertige Karte exportieren Sie als PNG oder als PDF im A4-Format – genug für eine Präsentation oder eine erste Gebietsübersicht.
Wer mehr braucht – 5-stellige Postleitzahlen, Kundenstandorte, Gebietsplanung oder Analysen –, stößt mit dem Tool bewusst an Grenzen. Dann gibt es zwei Wege:
- Kartendaten von p17 für Ihr eigenes System: als Shapefile, GeoJSON, RegioGraph-Layer, easymap-Kartendatei (LTG) oder in einem der anderen Formate aus der Tabelle oben.
- Eine Geomarketing-Software, die Karte, Daten und Analysen verbindet: easymap office ist der naheliegende nächste Schritt, wenn Sie Kennzahlen auf 5-stelligen Postleitzahlen darstellen möchten; für die Gebietsplanung ist easymap professional die passende Edition.
Typische Fehler beim Import – und wie Sie sie vermeiden
- Umlaute werden zu Zeichensalat: Aus „Münster“ wird „Münster“. Ursache ist ein falsch erkannter Zeichensatz. Beim Shapefile legt die kleine .cpg-Datei den Zeichensatz fest; fehlt sie, stellen Sie beim Import UTF-8 bzw. Windows-1252 manuell ein.
- Die Karte liegt irgendwo im Atlantik: Fehlt die .prj-Datei, kennt das Programm das Koordinatensystem nicht. Die Flächen erscheinen dann verschoben, verzerrt oder weit außerhalb Europas. Geben Sie Shapefiles deshalb immer vollständig weiter, am besten als ZIP-Archiv.
- Führende Nullen verschwinden: Excel macht aus der Postleitzahl 01067 (Dresden) die Zahl 1067 – und schon findet der Abgleich mit der Karte keinen Partner. Betroffen sind die Postleitzahlen der Leitzone 0 in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Teilen Brandenburgs, ebenso Gemeindeschlüssel aus Schleswig-Holstein, die mit 01 beginnen. PLZ- und Schlüsselspalten deshalb immer als Text importieren.
- Kartenstand und Datenstand passen nicht: Neue oder weggefallene Postleitzahlen finden keinen Partner. Prüfen Sie nach jedem Import die Zahl der nicht zugeordneten Datensätze – sie sollte null sein.
- Verknüpfung über Namen statt Schlüssel: Ortsnamen wie „Neustadt“ gibt es in Deutschland vielfach. Verknüpfen Sie über Postleitzahl oder Gemeindeschlüssel, nie über den Namen.
- Abgeschnittene Feldnamen: Shapefiles erlauben nur zehn Zeichen je Feldname – aus „Umsatz_Vorjahr“ wird „Umsatz_Vor“. Wer lange Spaltennamen braucht, greift zu GeoPackage.
Sie möchten Ihre Karten mit Marktdaten anreichern oder Gebiete nicht nur darstellen, sondern planen? Dann lohnt ein Blick auf unsere Markt- und Potenzialdaten und auf die Gebietsplanung mit Geomarketing-Software.