Kaufkraftdaten gehören zu den zentralen Kennziffern für Unternehmen, die ihre Vertriebs- und Marketingstrategien fundiert aufbauen und steuern möchten. Mit den Kaufkraftkennziffern der RegioData erhalten Sie eine belastbare Grundlage, um regionale Unterschiede im Wohlstandsniveau präzise zu erkennen – für Standortanalysen, Gebietsplanungen und zielgerichtete Marketingmaßnahmen.
Kaufkraftdaten kaufen: regionale Wohlstandsdaten für Marketing und Vertrieb
Zwei Regionen mit gleich vielen Einwohnern sind nicht automatisch gleich attraktiv. Wo mehr Einkommen zur Verfügung steht, werden mehr Küchen, Autos, Reisen und Markenprodukte gekauft. Wer seine Vertriebsgebiete, Filialnetze oder Werbebudgets nur nach Einwohnerzahlen verteilt, übersieht deshalb einen wesentlichen Teil des Marktes. Kaufkraftdaten machen diesen Unterschied messbar – und damit planbar.
Wir liefern die Allgemeine Kaufkraft der RegioData Research GmbH für 37 europäische Länder und beraten Sie herstellerneutral, wenn ein anderer Kaufkraftdatensatz für Ihre Frage besser geeignet ist.
Was versteht man unter Kaufkraft?
Unter Kaufkraft versteht man die Fähigkeit einer Person oder eines Haushalts, innerhalb einer bestimmten Zeitspanne Güter, Dienstleistungen oder Rechte mit den zur Verfügung stehenden Geldmitteln zu erwerben. In der Praxis beschreiben Kaufkraftkennziffern das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung einer Region – also Einkommen nach Steuern und Sozialabgaben, einschließlich Transferleistungen wie Renten oder Kindergeld. Die genaue Abgrenzung unterscheidet sich je nach Anbieter.
Zwei Dinge sollten Sie dabei im Kopf behalten:
- Wohnortprinzip: Kaufkraft wird dem Wohnort zugeordnet, nicht dem Ort, an dem das Geld ausgegeben wird. Wer im Vorort wohnt und in der Innenstadt einkauft, zählt zur Kaufkraft des Vororts. Wohin die Kaufkraft tatsächlich fließt, zeigt die Einzelhandelszentralität – mehr dazu bei den Markt- und Potenzialdaten.
- Kaufkraft ist nicht gleich Konsum: Von der allgemeinen Kaufkraft gehen noch Miete, Versicherungen, Mobilität und Sparen ab. Welcher Teil im Einzelhandel landet, beschreiben die einzelhandelsrelevante Kaufkraft und die Sortimentskaufkraft.
Der Kaufkraftindex: nationaler Durchschnitt = 100
Der Kaufkraftindex zeigt, wie hoch oder niedrig die regionale Kaufkraft im Vergleich zum nationalen Durchschnitt ausfällt. Der nationale Mittelwert wird dabei mit 100 fixiert: Werte über 100 deuten auf ein überdurchschnittliches Wohlstandsniveau hin, Werte unter 100 auf ein unterdurchschnittliches. Ein Index von 112 heißt also: Die Menschen dieser Region haben pro Kopf 12 % mehr Geld zur Verfügung als der Landesdurchschnitt. Wie Index, Kaufkraftvolumen und Marktpotenzial zusammenhängen, zeigen wir ausführlicher bei den Kennzahlen im Geomarketing.
Einsatzmöglichkeiten im Marketing und Vertrieb
Kaufkraftdaten sind für zahlreiche Unternehmensbereiche nützlich. Vor allem Marketing- und Vertriebsverantwortliche profitieren von klaren Kennziffern, um Investitionen und Maßnahmen datenbasiert zu steuern:
- Standortanalysen: Ermitteln Sie, in welchen Regionen die höchste Kaufkraft vorhanden ist, und richten Sie Ihre Aktivitäten dort aus. In der Standortanalyse wird die Kaufkraft im Einzugsgebiet zur zentralen Größe.
- Vertriebsgebietsplanung: Optimieren Sie Gebietsgrenzen anhand der Kaufkraft, um eine faire und leistungsstarke Struktur für Ihr Vertriebsteam zu schaffen. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt unsere Seite zur Gebietsplanung.
- Geomarketing: Kombinieren Sie Kaufkraftkennziffern mit weiteren Geodaten und gewinnen Sie wertvolle Erkenntnisse für regionale Kampagnen – etwa, in welchen Postleitzahlgebieten sich ein Mailing am ehesten lohnt.
- Business Intelligence: Integrieren Sie die Daten in Ihre BI-Systeme, um detaillierte Analysen und Prognosen zu erstellen. Für die Kartendarstellung in Power BI, Tableau oder Qlik liefern wir die passenden digitalen Landkarten gleich mit.
Allgemeine Kaufkraft von RegioData: Multi-Client-Analysen für 37 Länder
Die Kaufkraftkennziffern der RegioData Research GmbH aus Wien stellen das regionale Wohlstandsniveau eines Landes übersichtlich dar. Es handelt sich um sogenannte Multi-Client-Analysen: standardisierte Studien, die einmal erstellt und an viele Unternehmen lizenziert werden. Deshalb sind sie kurzfristig verfügbar und deutlich schlanker als eine individuelle Auftragsstudie. Sie erhalten einen detaillierten Überblick, der über einfache Durchschnittswerte hinausgeht und regionale Unterschiede klar aufzeigt. So bewerten Sie Chancen und Risiken in Ihrem Zielmarkt besser und setzen Ihre Ressourcen gezielt ein.
Verfügbar ist die Allgemeine Kaufkraft für diese Länder:
- DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
- West- und Nordeuropa: Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Irland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich
- Süd- und Südosteuropa: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Montenegro, Nordmazedonien, Portugal, Rumänien, Serbien, Slowenien, Spanien, Türkei, Zypern
- Mittel- und Osteuropa: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Tschechien, Ukraine, Ungarn
Weil alle Nachbarländer Deutschlands dabei sind, eignet sich die Allgemeine Kaufkraft auch für das grenzüberschreitende Marketing – etwa um Werbegebiete diesseits und jenseits der Grenze auszuwählen.
Struktur der gelieferten Daten
Damit Sie die Kaufkraftkennziffern direkt in Ihre Analysen integrieren können, sind die Daten klar und praxisorientiert aufgebaut. Jede Datei enthält:
- Code der Gebietseinheit – der Schlüssel, über den Sie die Werte mit der Karte und Ihren eigenen Daten verknüpfen
- Name der Gebietseinheit
- Anzahl der Einwohner
- Anzahl der Haushalte
- Kaufkraftindex je Einwohner und je Haushalt
- Absolute Kaufkraft je Gebiet, je Einwohner und je Haushalt
Warum beides, Einwohner und Haushalte? Weil Haushaltsgrößen regional stark schwanken. In Regionen mit vielen Familien liegt der Index je Einwohner oft niedriger als der Index je Haushalt. Für Produkte, die pro Haushalt gekauft werden – Küchen, Möbel, Energie, Versicherungen –, sind die Haushaltswerte meist die bessere Wahl; für persönlichen Konsum wie Mode oder Kosmetik die Werte je Einwohner.
Lieferformat und Lizenzierung
Die Kaufkraftdaten erhalten Sie als Excel-Datei per E-Mail, in der Regel innerhalb von etwa zwei bis drei Werktagen. Sie können die Daten unternehmensweit nutzen, denn sie werden als Kauflizenz für Ihr gesamtes Unternehmen ausgegeben. Das sorgt für maximale Flexibilität und eine rechtssichere Verwendung in allen relevanten Abteilungen – vom Vertrieb über das Marketing bis zum Controlling.
Die Excel-Datei lässt sich über den Gebietscode in easymap, RegioGraph oder jedes BI-System einlesen. Wichtig ist nur, dass Ihre Karte dieselben Gebietseinheiten enthält. Wenn Sie Daten veröffentlichen oder an Dritte weitergeben möchten, sprechen Sie uns vorher an.
Allgemeine Kaufkraft, GfK Kaufkraft oder Sortimentskaufkraft?
| Datensatz | Was er beschreibt | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Allgemeine Kaufkraft (RegioData) | Verfügbares Einkommen je Region als Index und absolut, mit Einwohnern und Haushalten, 37 Länder | Ländervergleich, Gebietsplanung, BI, Expansion in Europa |
| GfK Kaufkraft (heute NIQ) | Verfügbares Einkommen je Region, in feinen Gebietsebenen | Geomarketing mit RegioGraph, Standort- und Gebietsplanung |
| Sortimentskaufkraft | Ausgabepotenzial für einzelne Warengruppen und Sortimente | Handel, Konsumgüterhersteller, Filialplanung |
| Einzelhandelsrelevante Kaufkraft | Anteil der Kaufkraft, der in den Einzelhandel fließt | Handelsstandorte, Berechnung der Zentralität |
Wer mit RegioGraph arbeitet, hat die GfK Kaufkraft inklusive Einwohner und Haushalte für Deutschland, Österreich und die Schweiz bereits in der Lizenz. Anstelle der DACH-Länder kann auch ein anderes europäisches Land gewählt werden. easymap enthält keine zusätzlichen Marktdaten – hier ist die Allgemeine Kaufkraft eine schlanke Ergänzung. Die Sortimentskaufkraft lohnt sich, sobald Sie nicht das allgemeine Einkommen, sondern das Potenzial einer bestimmten Warengruppe kennen wollen, etwa für Baumarktartikel, Unterhaltungselektronik oder Sportartikel – eine typische Frage im Handel und für Filialisten.
Auf welcher Gebietsebene brauchen Sie Kaufkraftdaten?
Die richtige Gebietsebene hängt von Ihrer Fragestellung ab:
- Land und Bundesland: für Länderstrategien und Budgetverteilungen.
- Kreis und Gemeinde: für Gebietsplanung, Händlernetze und Expansionsentscheidungen.
- Postleitzahl: für Vertriebsgebiete, Direktmarketing und die Zuordnung zu Kundendaten.
- GEOmarkets: kleinräumige Zellen innerhalb der Postleitzahl, wenn Unterschiede zwischen Quartieren zählen. Wie stark der Kaufkraftindex innerhalb einer Postleitzahl schwanken kann, zeigt unser Kartenvergleich am Beispiel des Kölner Westens.
- Straßenabschnitt: für Standortanalysen im Detail und Einzugsgebiete – etwa mit den optionalen Datenpaketen in RegioGraph Strategy.
Welche Gebietsebenen bei der Allgemeinen Kaufkraft für Ihr Land lieferbar sind, unterscheidet sich je Land. Wir klären das vor der Bestellung mit Ihnen, damit die Daten zu Ihrer Karte und Ihrer Frage passen.
Fazit: unverzichtbare Grundlage für datenbasierte Entscheidungen
Kaufkraftdaten liefern Ihnen präzise Kennziffern, um Marktpotenziale realistisch einzuschätzen und erfolgreiche Strategien zu entwickeln. Ob für die Planung neuer Standorte, die Optimierung von Vertriebsgebieten oder zielgerichtete Marketingkampagnen – mit diesen Daten schaffen Sie eine belastbare Grundlage für fundierte Entscheidungen. Stellen Sie Ihren Bedarf im Konfigurator zusammen oder fragen Sie Kaufkraftdaten direkt an.