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p17 GmbHGeschäftsbereich Geomarketing

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Branche: Franchise und Partnersysteme

Gebietsplanung für Franchise-Systeme: faire Vertragsgebiete mit Gebietsschutz

Ein Franchisenehmer investiert in sein Gebiet – und erwartet, dass es trägt und geschützt ist. Wir helfen Franchisegebern und Filialsystemen mit Partnern, Vertragsgebiete mit vergleichbarem Potenzial zu planen, freie Gebiete zu finden und Grenzen eindeutig zu dokumentieren.

Beispiel: Deutschland in acht Vertriebsgebiete aufgeteilt

Was Gebietsplanung für Franchise-Systeme leistet

Faire Gebiete sind die Grundlage für zufriedene Partner – und für ein System, das ohne Streit an den Grenzen wächst.

Eindeutiger Gebietsschutz

Vertragsgebiete aus Postleitzahlen oder Gemeinden mit festem Kartenstand – jede Adresse gehört genau zu einem Partner.

Gleichwertiges Potenzial

Gebiete nach Zielgruppe, Kaufkraft oder Zielunternehmen so zuschneiden, dass jeder Partner vergleichbare Chancen hat.

White Spots finden

Freie Regionen mit ausreichendem Potenzial erkennen und in eine Rangfolge für die Partnergewinnung bringen.

Standortprüfung

Einzugsgebiet, Wettbewerb und Abstand zum nächsten Partner prüfen, bevor ein Franchisenehmer Verträge unterschreibt.

Karte als Vertragsanlage

PLZ-Liste und Gebietskarte aus derselben Quelle – verständlich für Partner und eindeutig, wenn es darauf ankommt.

Expansion ins Ausland

Länder- und Vertragsgebiete in Nachbarländern mit vergleichbaren Daten und den dortigen Gebietssystemen planen.

Die Gebietsplanung im Franchise entscheidet mit darüber, ob ein System wächst oder sich an Konflikten aufreibt. Ein Franchisenehmer investiert in sein Vertragsgebiet und erwartet zweierlei: dass es genug Potenzial für einen tragfähigen Betrieb bietet und dass niemand aus dem eigenen System darin wildert. Der Franchisegeber will das Land lückenlos und fair aufteilen, freie Gebiete zügig vergeben und Grenzen so festlegen, dass sie auch in fünf Jahren noch eindeutig sind. Dasselbe gilt für Filialsysteme mit selbstständigen Partnern, Lizenzsysteme und Händlernetze mit Gebietszusagen.

Typische Wo-Fragen in Franchise- und Partnersystemen

  • Wie groß muss ein Vertragsgebiet sein, damit ein Betrieb tragfähig ist?
  • Sind unsere bestehenden Gebiete gleichwertig – oder hat ein Partner doppelt so viel Potenzial wie der andere?
  • Wo liegen freie Gebiete mit ausreichendem Potenzial für neue Partner?
  • Passt der Wunschstandort eines Interessenten zu seinem Gebiet und zu den Nachbarn?
  • Wer ist zuständig, wenn ein Kunde an der Gebietsgrenze wohnt oder online bestellt?
  • Wie übertragen wir unser Gebietsraster ins Ausland?

Gebietsplanung Franchise: Vertragsgebiete mit gleichwertigem Potenzial

Am Anfang steht die Frage, was einen Betrieb trägt. Für einen Lieferdienst sind es Haushalte im Liefergebiet, für ein Betreuungsangebot die Zahl älterer Menschen, für ein Kurskonzept Kinder einer bestimmten Altersgruppe, für einen B2B-Dienstleister die Zahl passender Unternehmen. Dieses Potenzialmaß wird je Postleitzahl oder Gemeinde ermittelt, bei Bedarf mit der Kaufkraft gewichtet, und bildet die Grundlage für den Zuschnitt.

Gute Vertragsgebiete erfüllen drei Bedingungen: ein Mindestpotenzial, damit der Betrieb trägt; eine Obergrenze, damit der Partner sein Gebiet auch bearbeiten kann; und einen kompakten, zusammenhängenden Zuschnitt mit vertretbaren Fahrzeiten. Welche Verfahren dafür eingesetzt werden, erklären wir bei den Methoden der Gebietsplanung.

Kriterien guter Vertragsgebiete: Balance, Zusammenhang und Kompaktheit im Vergleich
Abbildung: Schematisches Beispiel mit fiktiven Werten – je Kriterium eine ungünstige und eine bessere Aufteilung. Für Franchise-Systeme heißt das: gleiches Potenzial je Partner, keine abgetrennten Teilflächen und kompakte Gebiete mit kurzen Wegen.

Gewachsene Gebiete behutsam weiterentwickeln

Selten beginnt ein System auf der grünen Wiese. Meist gibt es Gebiete aus der Anfangszeit, die nach Landkreisen, Telefonvorwahlen oder schlicht nach Verhandlungsgeschick vergeben wurden – und laufende Verträge lassen sich nicht einfach neu zuschneiden. Bewährt hat sich, das neue Raster zunächst als Zielbild zu planen, bestehende Gebiete zu übernehmen, wo sie passen, und Abweichungen bei Vertragsverlängerung oder Partnerwechsel anzugleichen. Die Karte zeigt dabei jedem Partner, wie sein Gebiet im Vergleich dasteht; das versachlicht auch schwierige Gespräche. Wie wir bestehende Strukturen schrittweise verbessern, beschreibt die Gebietsoptimierung.

Gebietsschutz eindeutig festlegen

Gebietsschutz ist nur so gut wie seine Beschreibung. Radien um den Standort sind schnell gezogen, überschneiden sich aber, sobald mehrere Betriebe in einer Stadt arbeiten. Belastbarer sind Gebiete aus Postleitzahlen oder Gemeinden: Jede Adresse gehört genau zu einem Partner. Als Vertragsanlage bewährt sich die Kombination aus PLZ- oder Gemeindeliste und Karte – beide aus derselben Quelle und mit dem Kartenstand, auf dem sie beruhen. Für den Fall, dass Postleitzahlen neu zugeschnitten werden, gehört eine Regel in den Vertrag. Solche Karten erstellen wir auch ohne eigene Software beim Kunden, siehe Karten erstellen lassen.

Konflikte an Gebietsgrenzen vermeiden

Die meisten Streitfälle entstehen an den Rändern. Ein Kunde wohnt im Gebiet A, arbeitet in B und kauft bei C; ein mobiler Dienstleister wird aus dem Nachbargebiet angefragt; eine Postleitzahl ist zwischen zwei Partnern geteilt. Hilfreich ist eine klare Regel – bei mobilen Leistungen zählt meist der Einsatzort, bei Lieferungen die Lieferadresse – und eine Zuordnungstabelle, die Anfragen von Website und Hotline automatisch an den zuständigen Partner weiterleitet. Wo Postleitzahlen geteilt werden müssen, erfolgt die Zuordnung über die geokodierte Adresse. Bei stationären Konzepten zeigen Fahrzeitzonen oder das Huff-Modell, wie stark sich die Einzugsgebiete benachbarter Betriebe überschneiden.

White Spots und Standortprüfung für neue Partner

Ist das Raster geplant, werden die freien Gebiete sichtbar: Regionen mit ausreichendem Potenzial, aber ohne Partner. Eine White-Spot-Analyse bringt sie in eine Rangfolge – nach Potenzial, Wettbewerb und der Nähe zu bestehenden Betrieben, die neue Partner in der Anlaufphase unterstützen können. Für Interessenten entsteht daraus ein Gebietsprofil mit Karte, Potenzialzahlen und Marktbegleitern. Wie aus der Rangfolge ein Plan für die Vergabe wird, zeigt die Expansionsplanung.

Wählt ein Franchisenehmer seinen Standort, lohnt eine Prüfung, bevor Miet- und Franchisevertrag unterschrieben sind: Liegt der Standort gut im Gebiet, wie viele Zielkunden erreicht er in zehn oder fünfzehn Minuten, welche Marktbegleiter sind in der Nähe, und wie weit ist der nächste Partner entfernt? Die Fahrzeitzonen dafür liefert eine Erreichbarkeitsanalyse.

Fahrzeitzonen um einen Standort mit Wettbewerbern
Abbildung: Schematisches Beispiel mit fiktiven Werten – Fahrzeitzonen um einen geplanten Standort. So wird sichtbar, wie viel Potenzial in 15 oder 30 Minuten erreichbar ist und wo Marktbegleiter liegen.

Das Vorgehen beschreiben wir bei der Standortanalyse und der Wettbewerbsanalyse.

Expansion ins Ausland

Wer das System in Nachbarländer bringt, kann das deutsche Raster nicht einfach kopieren. Postleitzahlen sind anders aufgebaut – vierstellig in Österreich und der Schweiz, vier Ziffern plus zwei Buchstaben in den Niederlanden, fünfstellig mit Bindestrich in Polen –, und Kaufkraftindizes beziehen sich auf den jeweiligen Landesdurchschnitt. Für Ländervergleiche zählen deshalb absolute Werte und möglichst einheitlich berechnete europäische Daten. Häufig wird ein Land zunächst als Ganzes an einen Master-Franchisenehmer vergeben, der es dann in Vertragsgebiete aufteilt – auch dafür braucht es eine belastbare Potenzialbasis. Mehr dazu bei der Expansion ins Ausland.

Daten und Werkzeuge

Typische Daten für Franchise-Systeme sind Einwohner und Haushalte, die Altersstruktur, Kaufkraft und Sortimentskaufkraft, Zielgruppentypologien sowie Standorte von Marktbegleitern; für B2B-Konzepte kommen Gewerbepotenziale und Firmenadressen hinzu. Einen Überblick gibt die Seite Marktdaten.

Für die Planung eignen sich easymap professional mit automatischer Gebietsplanung und Fahrzeitberechnung sowie RegioGraph Planning mit Gebietsplanungsassistent; RegioGraph bringt Kaufkraft, Einwohner und Haushalte für Deutschland, Österreich und die Schweiz bereits mit. Wer Karten im Browser teilen möchte, findet in easymap enterprise den easymap explorer. Soll jeder Partner nur sein eigenes Vertragsgebiet mit Kennzahlen sehen, ist ein Geomarketing-Portal oft die schlankere Lösung. Wichtig: Karten und Daten an Franchisenehmer weiterzugeben, ist eine Weitergabe an Dritte und braucht eine passende Lizenz – das klären wir vorab. Alternativ übernehmen wir die komplette Planung als Geomarketing-Service.

Fließen Kundendaten der Partner in die Planung ein, genügen in der Regel aggregierte Werte je Postleitzahl. Wer welche Kundendaten nutzen darf, regeln Franchisevertrag und Datenschutzkonzept; verarbeiten wir personenbezogene Daten, geschieht das auf Basis eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung.

So planen wir Vertragsgebiete

  1. Erfolgsgröße festlegenWas trägt einen Betrieb: Haushalte, eine Altersgruppe, Kaufkraft oder Zielunternehmen? Daraus ergibt sich das Potenzialmaß je Gebiet.
  2. Bestand abbildenBestehende Partner, Vertragsgebiete und Kunden auf die Karte bringen; Lücken, Überschneidungen und unklare Grenzen werden sichtbar.
  3. Gebietsraster planenGebiete mit Mindestpotenzial und guter Erreichbarkeit bilden – behutsam, wo Partner schon arbeiten, vollständig in freien Regionen.
  4. Freie Gebiete priorisierenWhite Spots nach Potenzial, Wettbewerb und Nähe zu bestehenden Partnern bewerten und als Expansionsliste aufbereiten.
  5. Dokumentieren und pflegenKarte und PLZ-Liste je Vertragsgebiet erstellen und jährlich gegen den neuen Postleitzahlenstand prüfen.

Praxisbeispiele aus Franchise-Systemen

Franchise, Seniorenbetreuung zu Hause

Mindestpotenzial für 60 Vertragsgebiete

Ein Franchisesystem für Alltagsbegleitung und Betreuung älterer Menschen wollte bundesweit 60 Vertragsgebiete vergeben. Potenzialmaß war die Zahl der Einwohner ab 75 Jahren, ergänzt um die Kaufkraft je Haushalt, weil die Leistungen überwiegend privat bezahlt werden. Die Gebiete wurden aus 5-stelligen Postleitzahlen gebildet – mit einem Mindestpotenzial und höchstens 30 Minuten Fahrzeit vom Gebietszentrum zum Rand.

Ergebnis Beispiel: In Großstädten umfasst ein Gebiet wenige Stadtteile, auf dem Land einen großen Teil eines Landkreises. Wo das Mindestpotenzial auch mit 30 Minuten Fahrzeit nicht erreichbar ist, bleibt die Region vorerst frei, statt einen Partner mit einem zu schwachen Gebiet starten zu lassen.

Systemgastronomie mit Lieferdienst

Liefergebiete ohne Grenzstreit

Ein Franchisesystem für Lieferpizza hatte die Liefergebiete seiner Partner anfangs mit Radien festgelegt. In Städten mit mehreren Betrieben überschnitten sich die Kreise, Online-Bestellungen landeten beim falschen Partner. Die Gebiete wurden aus Postleitzahlen und, wo nötig, aus 8-stelligen Postleitzahlen neu gebildet und an Fahrzeiten ausgerichtet.

Ergebnis Beispiel: Jede Lieferadresse gehört genau zu einem Betrieb, und die Zuordnungstabelle steuert die Weiterleitung der Online-Bestellungen. Strittige Fälle lassen sich anhand der Karte in der Vertragsanlage klären.

Franchise, Bewegungskurse für Kinder

Erste Vertragsgebiete in Österreich

Ein Franchisegeber für Bewegungskurse für Kinder wollte sein deutsches Gebietsraster auf Österreich übertragen. Weil österreichische Postleitzahlen vierstellig und anders zugeschnitten sind, wurden die Gebiete dort aus Gemeinden gebildet. Potenzialmaß war in beiden Ländern die Zahl der Kinder von drei bis zehn Jahren, ergänzt um die Erreichbarkeit geeigneter Kursorte.

Ergebnis Beispiel: 14 österreichische Vertragsgebiete mit demselben Mindestpotenzial wie in Deutschland. Die fünf mit dem höchsten Potenzial wurden zuerst ausgeschrieben – jeweils mit Karte, Gemeindeliste und Kennzahlen.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Häufige Fragen

Wie plant man Franchisegebiete?

Zuerst wird festgelegt, welches Potenzialmaß einen Betrieb trägt, etwa Haushalte, eine Altersgruppe oder Zielunternehmen. Dieses Maß wird je Postleitzahl oder Gemeinde ermittelt; daraus entstehen kompakte, zusammenhängende Gebiete mit Mindestpotenzial und vertretbaren Fahrzeiten. Bestehende Partnergebiete werden dabei behutsam angepasst.

Wie groß sollte ein Franchisegebiet sein?

Nicht nach Fläche, sondern nach Potenzial: so groß, dass der Betrieb wirtschaftlich trägt, und so klein, dass der Partner sein Gebiet tatsächlich bearbeiten kann. In Großstädten sind das oft wenige Stadtteile, auf dem Land mehrere Gemeinden. Das Mindestpotenzial leiten wir aus Ihrem Geschäftsmodell und den Zahlen bestehender Partner ab.

Postleitzahlen oder Radius – womit definiert man den Gebietsschutz?

Mit Postleitzahlen oder Gemeinden. Radien sind schnell gezogen, überschneiden sich aber, sobald mehrere Betriebe in einer Region arbeiten, und lassen Adressen am Rand offen. Gebiete aus Postleitzahlen ordnen jede Adresse eindeutig zu; wo eine Postleitzahl geteilt werden muss, hilft die geokodierte Adresse.

Was passiert mit dem Vertragsgebiet, wenn sich Postleitzahlen ändern?

Postleitzahlen ändern sich jedes Jahr. Nennen Sie deshalb in der Vertragsanlage den Kartenstand und legen Sie im Vertrag fest, wie mit geänderten oder neuen Postleitzahlen umgegangen wird. Wir prüfen die Gebiete bei jedem Kartenupdate und zeigen, welche Partner betroffen sind.

Darf ich Gebietskarten an meine Franchisenehmer weitergeben?

Nur mit einer passenden Lizenz. Standardlizenzen für Karten und Daten gelten für die interne Nutzung; die Weitergabe an Franchisenehmer ist eine Weitergabe an Dritte. Nennen Sie uns den geplanten Einsatz, dann stimmen wir den Lizenzumfang vorab ab.

Ist Gebietsschutz rechtlich unproblematisch?

Das ist eine rechtliche Frage, die wir nicht beantworten können. Wie weit ein Gebietsschutz reichen darf, etwa beim Umgang mit Online-Bestellungen oder Kunden aus anderen Gebieten, klären Sie mit Ihrer Rechtsberatung. Wir liefern die geografische Grundlage.

Übernimmt p17 die Gebietsplanung für unser System?

Ja. Von der Potenzialanalyse über das Gebietsraster bis zu Karten und PLZ-Listen je Vertragsgebiet – als Projekt oder als Geomarketing-Service. Wenn Sie selbst planen möchten, schulen wir Sie in der passenden Software.

Weiterführend

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Vertragsgebiete fair und eindeutig planen

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