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p17 GmbHGeschäftsbereich Geomarketing

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Branche: Industrie und Großhandel

Geomarketing für Industrie und Großhandel: B2B-Vertrieb gezielt steuern

Hersteller, Zulieferer und Großhändler verkaufen über Außendienst, Handelsvertretungen und Fachhändler – meist an wenige große und viele kleine Kunden. Geomarketing zeigt, wo Umsatz entsteht, wo Potenzial ungenutzt bleibt und wie Gebiete, Händler- und Servicenetz dazu passen.

Beispiel: Kundenstandorte als digitale Stecknadelkarte

Was Geomarketing im B2B-Vertrieb leistet

Aus ERP- und CRM-Daten wird ein Lagebild, aus Firmenadressen ein messbares Potenzial – und aus beidem eine Vertriebsstruktur, die zum Markt passt.

Kundenanalyse

Umsatz, Deckungsbeitrag und ABC-Klassen je Region auf der Karte – statt in langen Tabellen, die niemand vergleicht.

Marktausschöpfung

Eigene Kunden den Zielunternehmen nach Branche und Größe gegenüberstellen und die Ausschöpfung je Gebiet berechnen.

Außendienstgebiete

Gebiete nach Potenzial, Arbeitslast und Wohnort planen – Schlüsselkunden behalten dabei ihren festen Ansprechpartner.

Händler- und Servicenetz

Lücken und Überschneidungen im Netz von Fachhändlern und Servicepartnern erkennen und Zuständigkeiten eindeutig regeln.

Besuchsplanung

Besuchsrhythmen nach Kundenklasse, Rahmentouren für das Jahr und kurzfristige Umplanung direkt im CRM.

Internationale Vertriebsgebiete

Gebiete in mehreren Ländern mit vergleichbaren Karten, Daten und Kennzahlen planen.

Geomarketing in Industrie und Großhandel beginnt meist mit einem Blick auf die eigenen Kunden. Hersteller, Zulieferer und Großhändler verkaufen an Betriebe – an wenige große und viele kleine, direkt über den Außendienst, über Handelsvertretungen oder über Fachhändler. Die Daten dazu liegen in ERP und CRM, doch erst auf der Karte wird sichtbar, wo Umsatz entsteht, wo Kunden abwandern und wo Potenzial brachliegt. Das gilt für den Maschinenbau ebenso wie für Baustoffe, technischen Großhandel oder Produktionsverbindungshandel.

Typische Wo-Fragen im B2B-Vertrieb

  • Wo sitzen unsere A-, B- und C-Kunden, und wo verlieren wir Umsatz?
  • Wo gibt es passende Unternehmen, die noch nicht bei uns kaufen?
  • Sind unsere Außendienstgebiete nach Potenzial und Arbeitslast fair verteilt?
  • Erreicht unser Netz aus Händlern und Servicepartnern alle Kunden in vertretbarer Zeit?
  • Wie organisieren wir Besuche so, dass mehr Zeit beim Kunden bleibt?
  • Wie planen wir Vertriebsgebiete in mehreren Ländern nach einheitlichen Maßstäben?

Geomarketing Industrie: Kunden und Umsätze auf der Karte

Die Kundenanalyse ist der schnellste Einstieg. Umsatz, Deckungsbeitrag oder Absatz je Postleitzahl, Kreis oder Vertriebsgebiet, dazu die Kunden als Punkte nach ABC-Klasse: So wird aus einer Excel-Liste ein Bild, das jeder im Vertrieb versteht – für einen ersten Überblick sogar direkt in Excel. Diagramme je Gebiet zeigen, welche Produktgruppe wo stark ist; der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, wo Kunden abwandern. Welche Kennzahlen sich dafür eignen, erklären wir bei Kennzahlen und Analysen.

Aussagekräftig wird die Karte aber erst mit dem Potenzial. Ein Gebiet mit hohem Umsatz kann trotzdem schwach sein, wenn dort besonders viele passende Betriebe sitzen – und ein Gebiet mit wenig Umsatz kann nahezu ausgeschöpft sein. Eine geografische Portfolioanalyse ordnet jede Region nach Potenzial und Ausschöpfung in vier Felder ein: hohes Potenzial bei geringer Ausschöpfung heißt ausbauen, hohes Potenzial bei hoher Ausschöpfung heißt verteidigen, geringes Potenzial bei hoher Ausschöpfung heißt effizient betreuen, und wo beides gering ist, genügt eine Betreuung mit wenig Aufwand, etwa telefonisch oder über Händler.

Marktausschöpfung mit Firmenadressen messen

Im B2B-Vertrieb misst sich Potenzial an Unternehmen, nicht an Einwohnern. Firmenadressen nach Branche (WZ-Code), Mitarbeiterzahl oder Umsatzklasse zeigen, wie viele potenzielle Abnehmer je Postleitzahl oder Gebiet existieren. Für die Bewertung genügen oft aggregierte Gewerbepotenziale; für die Akquise braucht es die einzelnen Adressen, abgeglichen mit dem Kundenbestand. Setzt man eigene Kunden und Zielunternehmen ins Verhältnis, entsteht die Ausschöpfung je Gebiet – die Kennzahl, mit der sich Gebiete fair vergleichen und Akquiseschwerpunkte begründen lassen.

Wie aus solchen Listen neue Kunden werden, beschreiben die Seiten Neukundengewinnung und White-Spot-Analyse.

Außendienstgebiete und Besuchsplanung

Anlässe für eine neue Gebietsstruktur gibt es in Industrie und Großhandel reichlich: eine Übernahme, eine neue Produktlinie, der Wechsel von Handelsvertretungen zu eigenem Außendienst oder Mitarbeiter, die in den Ruhestand gehen. Faire Außendienstgebiete verbinden dann Potenzial und Arbeitslast: Wie viel Umsatz ist möglich, und wie viel Zeit kosten Besuche und Fahrten? Hinzu kommen der Wohnort der Mitarbeitenden, ein zusammenhängender Zuschnitt und natürliche Barrieren. In vielen Unternehmen gibt es außerdem Schlüsselkunden – Konzernkunden, große Händler, strategische Partner –, die ein fester Ansprechpartner betreut. Sie werden vor der Planung zugeordnet und von der Optimierung ausgenommen; die übrigen Kunden werden als Gebietskunden verteilt. Arbeiten angestellter Außendienst und Handelsvertretungen nebeneinander, gehören beide Gebietsstrukturen auf dieselbe Karte.

Deutschland in acht Vertriebsgebiete aufgeteilt
Abbildung: Schematisches Beispiel mit fiktiven Daten – Vertriebsgebiete aus Postleitzahlen, jede Farbe steht für ein Außendienstgebiet.

Das Vorgehen beschreiben wir bei der Gebietsplanung und – für bestehende Strukturen – bei der Gebietsoptimierung. Aus Kundenklassen werden Besuchsrhythmen, aus Rhythmen Rahmentouren: Das Add-on easymap Tourenplanung plant sie für bis zu 52 Wochen, in cobra übernimmt MAP+PLUS mit TOUR+PLUS die kurzfristige Umplanung. Wie Gebiete, Touren und Kennzahlen im Alltag zusammenspielen, zeigt die Außendienststeuerung.

Entstehen durch neue oder geteilte Gebiete zusätzliche Stellen, unterstützt unser Tochterunternehmen, die p17 Consulting GmbH, bei der Suche nach Außendienstmitarbeitern – gezielt in den Regionen, in denen sie gebraucht werden.

Händler- und Servicenetz

Viele Hersteller verkaufen nicht allein, sondern über Fachhändler, Vertriebspartner und Servicebetriebe. Die Fragen lauten dann: Wo überschneiden sich die Gebiete zweier Händler, wo fehlt ein Partner, und erreicht der Service jede installierte Maschine in der zugesagten Zeit? Fahrzeitzonen um die Partnerstandorte beantworten das auf einen Blick; Covering-Modelle zeigen, mit wie vielen zusätzlichen Standorten sich eine Lücke schließen lässt. Mehr dazu bei der Erreichbarkeitsanalyse und den Standortmodellen.

Erhalten Fachhändler eine Gebietszusage, gelten dieselben Regeln wie in Franchise-Systemen: vergleichbares Potenzial, eindeutige Grenzen aus Postleitzahlen und eine Karte als Vertragsanlage – ausführlich auf der Seite Franchise und Partnersysteme. Und wo Ersatzteile schnell beim Kunden sein müssen, wird aus der Netzfrage eine Logistikfrage, siehe Logistik und Transport.

Internationale Vertriebsgebiete

Im Export planen viele Unternehmen jedes Land für sich – mit eigenem Team, eigenen Partnern und eigenen Daten. Das ist oft sinnvoll, weil sich Märkte unterscheiden, erschwert aber den Vergleich. Einheitliche Karten und Kennzahlen machen Länder vergleichbar, sofern man die Unterschiede kennt: Postleitzahlsysteme sind anders aufgebaut, Indizes beziehen sich auf den jeweiligen Landesdurchschnitt, und manche Merkmale sind nicht überall gleich definiert. easymap ist grundsätzlich mit Karten für jedes Land lieferbar, RegioGraph enthält im Standard Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie eine 2-stellige Postleitzahlenkarte für Europa. Worauf es ankommt, zeigt die Seite Expansion ins Ausland.

Branchentypische Daten und Werkzeuge

Neben Firmenadressen und Gewerbepotenzialen nutzen Industrie und Großhandel Daten zu Beschäftigten und Branchenstruktur, im Baustoffbereich auch Bautätigkeit, Wohnungsbestand und Gebäudedaten – siehe Marktdaten. Straßenentfernungen zwischen Lager und Kunden, etwa für die Frachtkalkulation, liefert das Entfernungswerk Straße als fertige Tabelle. Für Kundenanalysen genügt oft easymap office mit Flächenfärbung, Heatmaps und Portfolioanalyse; für die Gebietsplanung kommen easymap professional oder RegioGraph Planning infrage, und RegioGraph Strategy lässt sich optional um Gewerbepotenziale auf Straßenabschnittsebene ergänzen. Wer Ergebnisse lieber in Power BI zeigt, bindet die Gebiete über eine Zuordnungstabelle ein. Soll der Außendienst Kunden, Umsätze und Gebiete im Browser sehen, eignet sich ein Geomarketing-Portal. Und wer keine eigene Software einführen möchte, beauftragt Analyse und Planung als Geomarketing-Service.

Firmenadressen sind B2B-Daten, die Namen von Ansprechpartnern darin aber personenbezogen. Für Werbe-E-Mails und -Anrufe gelten eigene Regeln; verarbeiten wir Ihre Kundendaten, etwa zur Geokodierung, geschieht das auf Basis eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung.

So gehen wir im B2B-Vertrieb vor

  1. Ziel klärenMehr Neukunden, faire Gebiete, weniger Fahrzeit oder ein dichteres Händlernetz? Das Ziel bestimmt Daten, Methode und Werkzeug.
  2. Kundendaten aufbereitenAdressen aus ERP und CRM bereinigen und geokodieren, Umsätze, Kundenklassen und Zuständigkeiten ergänzen.
  3. Potenzial ergänzenZielunternehmen nach Branche und Mitarbeiterzahl je Postleitzahl, dazu weitere Markt- und Strukturdaten.
  4. Analysieren und planenAusschöpfung je Gebiet berechnen, Gebiete und Netz in Varianten planen, Besuchsrhythmen und Akquiselisten ableiten.
  5. UmsetzenKarten, Zuordnungslisten und Kennzahlen an Vertrieb und CRM übergeben – und bei Bedarf neue Außendienstmitarbeiter finden.

Praxisbeispiele aus Industrie und Großhandel

Hersteller Verpackungsmaschinen

Ausschöpfung statt Vorjahresumsatz

Ein Hersteller von Verpackungsmaschinen mit neun Außendienstmitarbeitern steuerte seine Gebiete nach dem Vorjahresumsatz. Die Kunden wurden geokodiert und je Postleitzahl den potenziellen Abnehmern gegenübergestellt: Betriebe der Lebensmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie ab 50 Mitarbeitern.

Ergebnis Beispiel: Zwei Gebiete mit hohem Umsatz hatten nur eine unterdurchschnittliche Ausschöpfung, weil dort besonders viele Zielbetriebe sitzen. Für beide entstanden Akquiselisten mit rund 300 Betrieben, die in die Besuchsplanung übernommen wurden.

Großhandel Arbeitsschutz und Betriebsbedarf

Schlüsselkunden fest, Gebietskunden neu verteilt

Ein Großhändler betreut rund 6.000 Gewerbekunden mit zwölf Außendienstmitarbeitern und zwei Key-Account-Managern. Bei der Neuplanung wurden die 80 umsatzstärksten Kunden fest ihren Betreuern zugeordnet und von der Optimierung ausgenommen. Die übrigen Kunden wurden nach ABC-Klasse gewichtet und zu neuen Gebieten mit ausgeglichener Arbeitslast zusammengefasst.

Ergebnis Beispiel: Die Arbeitslast der Gebiete weicht nur noch um wenige Prozent vom Mittelwert ab, und keiner der großen Kunden musste seinen Ansprechpartner wechseln.

Hersteller Industriepumpen

Servicenetz über vier Länder geprüft

Ein Hersteller von Industriepumpen verkauft in Deutschland direkt, in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden über Vertriebspartner. Für ein einheitliches Serviceversprechen wurden alle Servicestandorte mit 90-Minuten-Fahrzeitzonen dargestellt und mit den Standorten der installierten Anlagen verglichen.

Ergebnis Beispiel: Rund 7 % der Anlagen lagen außerhalb der 90-Minuten-Zone, überwiegend in zwei Grenzregionen. Dort wurde gezielt je ein zusätzlicher Servicepartner gesucht, statt das Netz flächendeckend zu verdichten.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Häufige Fragen

Wie nutzen Industrieunternehmen Geomarketing im B2B-Vertrieb?

Vor allem für vier Aufgaben: Kunden und Umsätze regional analysieren, das Potenzial mit Firmenadressen messen, Außendienstgebiete und Besuche planen sowie Händler- und Servicenetze prüfen. Grundlage sind die eigenen Daten aus ERP und CRM, ergänzt um Markt- und Firmendaten.

Wie berechne ich die Marktausschöpfung im B2B?

Indem Sie Ihre Kunden oder Umsätze je Gebiet ins Verhältnis zu den potenziellen Abnehmern setzen – etwa Kunden je 100 Zielbetriebe einer Branche und Größenklasse. Die Zahl der Zielbetriebe liefern aggregierte Gewerbepotenziale oder Firmenadressen.

Nach welchen Kriterien plant man Außendienstgebiete in der Industrie?

Nach Potenzial und Arbeitslast, also Besuchshäufigkeit, Besuchsdauer und Fahrzeit, dazu nach dem Wohnort der Mitarbeitenden und einem kompakten, zusammenhängenden Zuschnitt. Mehr zum Vorgehen auf der Seite Gebietsplanung.

Wie gehe ich bei der Gebietsplanung mit Schlüsselkunden um?

Große Kunden, Konzernkunden oder strategische Partner werden vor der Planung ihrem Betreuer fest zugeordnet und von der Optimierung ausgenommen. Die übrigen Kunden werden als Gebietskunden verteilt. So bleiben wichtige Beziehungen stabil, und die Gebiete trotzdem fair.

Können Handelsvertretungen und Fachhändler eingebunden werden?

Ja. Ihre Gebiete gehören auf dieselbe Karte wie die des eigenen Außendienstes, damit Überschneidungen und Lücken sichtbar werden. Sollen Karten und Daten an Partner weitergegeben werden, braucht es eine passende Lizenz – das klären wir vorab.

Wie plane ich Vertriebsgebiete in mehreren Ländern?

Mit Karten für jedes Land und möglichst einheitlich berechneten Daten. Postleitzahlsysteme unterscheiden sich, und Indizes beziehen sich auf den jeweiligen Landesdurchschnitt. Hinweise dazu finden Sie bei der Expansion ins Ausland.

Hilft p17 auch bei der Suche nach neuen Außendienstmitarbeitern?

Ja, über unser Tochterunternehmen, die p17 Consulting GmbH, das Personal für Vertrieb und Außendienst sucht – gezielt in den Regionen, in denen neue oder neu zugeschnittene Gebiete besetzt werden müssen.

Weiterführend

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Kundenanalyse, Potenzial, Gebiete oder Händlernetz: In einer kostenlosen Online-Präsentation zeigen wir, was Geomarketing mit Ihren Daten sichtbar macht.

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