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p17 GmbHGeschäftsbereich Geomarketing

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Branche: Handel und Filialisten

Geomarketing im Handel: Standorte, Einzugsgebiete und Werbung für Filialisten

Im stationären Handel entscheidet der Standort über den Erfolg – und die Kundschaft verteilt sich auf eigene Filialen, Wettbewerber und Online-Kanäle. Geomarketing zeigt, woher Ihre Kunden kommen, wie viel Potenzial im Einzugsgebiet liegt, wo sich Filialen gegenseitig Umsatz abnehmen und wo sich die nächste Eröffnung lohnt.

Beispiel: Fahrzeitzonen um einen Standort

Was Geomarketing im Handel leistet

Standortanalyse

Flächen und Städte vergleichen: Potenzial, Wettbewerb, Erreichbarkeit und Umsatzprognose je Standort.

Einzugsgebiete

Aus Kundenherkunft, Fahrzeitzonen oder Gravitationsmodell – als Basis für Potenzial, Werbung und Vergleich.

Kannibalisierung

Wie viel Umsatz nimmt eine neue Filiale den bestehenden ab? Das Huff-Modell rechnet es vor der Eröffnung aus.

Filialnetz im Vergleich

Ausschöpfung, Umsatz je Fläche und Marktdurchdringung für alle Filialen nach denselben Regeln.

Prospektverteilung

Verteilgebiete nach Fahrzeit, Kaufkraft und Zielgruppe – mit geringerer Auflage und weniger Streuverlust.

Kundenherkunft

Kundenkarte, Postleitzahl an der Kasse, Onlinebestellungen oder Bewegungsdaten zeigen, woher die Kundschaft wirklich kommt.

Wer stationär verkauft, verkauft an einem Ort – und an die Menschen, die diesen Ort erreichen. Geomarketing im Handel macht diesen Zusammenhang messbar: Es zeigt, woher die Kundschaft einer Filiale kommt, wie viel Kaufkraft im Einzugsgebiet liegt, wie stark der Wettbewerb ist und wie sich eigene Standorte gegenseitig beeinflussen. Das gilt für Lebensmittelhandel und Fachmärkte ebenso wie für Filialisten im Textil-, Schuh- oder Optikhandel, für Drogerien, Bäckereien und die Systemgastronomie.

Ausgangslage: Standortnetze unter Druck

Innenstädte verändern sich, der Onlinehandel zieht in manchen Sortimenten Umsatz ab, Mieten und Personalkosten steigen. Gleichzeitig bleibt die Filiale für viele Händler der wichtigste Kontaktpunkt – als Verkaufsort, Abholstation und Schaufenster der Marke. Jede Eröffnung, Verlagerung oder Schließung ist deshalb eine Investitionsentscheidung, die gut begründet sein sollte.

Typische Wo-Fragen im Handel:

  • Woher kommen die Kunden unserer Filialen tatsächlich?
  • Wie viel Potenzial liegt im Einzugsgebiet, und wie gut schöpfen wir es aus?
  • Wo eröffnen wir als Nächstes – und wie viel Umsatz kostet das unsere bestehenden Filialen?
  • Wo verteilen wir Prospekte, wo schalten wir Online-Anzeigen?
  • Wo sitzen die Marktbegleiter, und wo gibt es noch Lücken?

Geomarketing im Handel: Standortanalyse und Einzugsgebiete

Jede Standortbewertung beginnt mit dem Einzugsgebiet. Für Güter des täglichen Bedarfs ist es klein, oft nur wenige Minuten Fahrzeit; für Möbel, Bau- und Gartenmärkte oder Fachmärkte ist es deutlich größer. Drei Wege führen zum Einzugsgebiet: die tatsächliche Kundenherkunft, Fahrzeitzonen aus der Erreichbarkeitsanalyse oder ein Gravitationsmodell. Dem Einzugsgebiet werden Haushalte, Sortimentskaufkraft und Wettbewerber zugeordnet; daraus ergeben sich Potenzial, erwarteter Umsatz und Ausschöpfung. Wie wir Standorte vergleichen und bewerten, beschreibt die Standortanalyse.

Lebensmittelhandel, Fachmärkte und Innenstadt: unterschiedliche Maßstäbe

Die Formate stellen unterschiedliche Anforderungen. Im Lebensmittelhandel geht es um Nahversorgung: Wie viele Haushalte erreichen den Markt in wenigen Minuten, und wie dicht stehen die Wettbewerber? Hier lohnt der Blick auf kleinräumige Ebenen wie GEOmarkets oder Straßenabschnitte. Fachmärkte für Möbel, Elektronik, Bau- oder Gartenbedarf ziehen Kunden aus einem weiten Umland; entscheidend sind die Sortimentskaufkraft der Warengruppe und die Einzelhandelszentralität der Standortgemeinde. Innenstadtfilialen leben von Passanten, Kopplungskäufen und der Attraktivität der ganzen Lage – Frequenzdaten sagen dort oft mehr als Fahrzeitzonen. Bei großflächigen Vorhaben verlangen Kommunen häufig eine Auswirkungsanalyse; Einzugsgebiete und Kaufkraftströme aus dem Geomarketing sind dafür eine Grundlage, das Gutachten selbst erstellen spezialisierte Büros.

Huff-Modell und Kannibalisierung

Konkurrieren mehrere Standorte um dieselben Kunden, reicht die Fahrzeitzone nicht mehr aus. Das Huff-Modell verteilt die Nachfrage jedes Wohngebiets anteilig auf alle erreichbaren Standorte – nach Attraktivität und Entfernung. Damit lässt sich vor einer Eröffnung berechnen, wie viel Umsatz die neue Filiale erzielt und wie viel davon aus eigenen Filialen stammt. Diese Kannibalisierung ist in dichten Netzen oft der entscheidende Faktor. Die Methode mit Formel und Beispielrechnung erklärt die Huff-Analyse.

Beispielkarte: Huff-Analyse mit drei konkurrierenden Märkten in einer Stadt
Abbildung: Einkaufswahrscheinlichkeiten für drei konkurrierende Märkte in einer Stadt – je dunkler, desto höher (schematisch, fiktive Werte).

Filialnetzanalyse und Expansion

Die Filialnetzanalyse vergleicht alle Filialen nach denselben Kennzahlen: Umsatz gegen Potenzial, Umsatz je Quadratmeter, Kunden je 1.000 Haushalte und Überschneidung mit Nachbarfilialen. So werden Stützen, ungenutzte Chancen und Problemfälle sichtbar. Für neue Standorte führt die Expansionsplanung vom Marktpotenzial über Zielregionen bis zur Reihenfolge der Eröffnungen. Die White-Spot-Analyse zeigt, wo Potenzial ohne eigene Präsenz liegt, und die Wettbewerbsanalyse, wo Marktbegleiter die Lücke bereits besetzt haben. Wer über die Grenze wachsen will, findet die Besonderheiten bei der Expansion ins Ausland. Filialen in Grenznähe gewinnen Kunden aus dem Nachbarland auch ohne neuen Standort – mit grenzüberschreitendem Marketing.

Werbeplanung: Prospekte, Beilagen und Online-Anzeigen

Prospekte und Beilagen sind im Handel nach wie vor ein großer Werbeposten. Geomarketing verteilt sie nach Einzugsgebiet, Kaufkraft und Zielgruppe statt nach pauschalen Radien – mit geringerer Auflage und weniger Streuverlust. Wie Verteilgebiete geplant werden, zeigt die Werbeplanung für Offline-Werbung. Dieselben Gebiete lassen sich für Google Ads und Meta Ads nutzen, etwa um online nur dort zu werben, wo eine Filiale in zumutbarer Zeit erreichbar ist.

Kundenherkunft: Kundenkarte, Kassenabfrage und Bewegungsdaten

Die verlässlichste Antwort auf die Frage nach dem Einzugsgebiet geben Ihre Kunden selbst. Vier Quellen haben sich bewährt:

  • Kundenkarte und Kundenkonto: Wohnort und Einkäufe sind bekannt, die Herkunft lässt sich je Filiale und Sortiment auswerten.
  • Postleitzahlabfrage an der Kasse: einfach, ohne Namen und in wenigen Wochen erhoben – ideal, wenn es keine Kundenkarte gibt.
  • Kurzbefragung im Geschäft: Über einige Tage werden Besucherinnen und Besucher zusätzlich nach Anlass des Besuchs, Besuchshäufigkeit, Verkehrsmittel und weiteren Erledigungen in der Umgebung gefragt. Das kostet weniger als eine Minute je Person, erfordert keine neue Technik und liefert etwas, das aus Kassendaten nie hervorgeht: den Grund, warum jemand ausgerechnet zu Ihnen kommt. Notieren Sie auch, wie viele Angesprochene keine Auskunft geben – sonst überschätzen Sie die Aussagekraft.
  • Bewegungsdaten: zeigen auf Basis anonymisierter, aggregierter Werte, aus welchen Gebieten die Besucher eines Standorts kommen – auch für Wettbewerbsstandorte und Flächen, die Sie noch nicht betreiben. Passende Quellen vermitteln wir herstellerneutral über Markt- und Adressdaten der p17 GmbH.

Aus der Kundenherkunft ergeben sich Marktdurchdringung je Gebiet, Kernzone und Randbereiche des Einzugsgebiets. Außerdem dient sie zur Kalibrierung des Huff-Modells. Für eine erste Karte der Kassenabfrage je Postleitzahl genügt oft schon Excel.

Omnichannel und Click & Collect

Onlinebestellungen sind für stationäre Händler eine zusätzliche Informationsquelle. Lieferadressen und Abholungen bei Click & Collect zeigen, wo die Marke Nachfrage hat, auch wenn dort keine Filiale steht. Kommt aus einer Region viel Onlinenachfrage bei wenigen Filialkunden, ist sie ein Kandidat für die nächste Eröffnung oder einen Abholpunkt. Umgekehrt lässt sich prüfen, welche Filialen als Abholstation besonders gefragt sind und dafür Fläche und Personal brauchen.

Der Zusammenhang wirkt auch in die andere Richtung: Wo eine Filiale steht, ist die Marke präsent, und die Onlinenachfrage im Einzugsgebiet fällt entsprechend höher aus. Wer Standorte allein am Ladenumsatz misst, unterschätzt deshalb ihren Beitrag – und überschätzt, was eine Schließung spart. Wie sich stationäre und digitale Nachfrage je Gebiet zusammen bewerten lassen, beschreibt die Filialnetzanalyse.

Gastronomie und Systemgastronomie

In der Gastronomie kommen eigene Fragen hinzu: Lieferzonen nach Fahrzeit statt nach Postleitzahl, Standorte an Verkehrsachsen mit hoher Frequenz, die Nähe zu Arbeitsplätzen, Hochschulen oder Freizeiteinrichtungen. Für Betriebe mit Lieferdienst ist die Lieferzone zugleich das Werbegebiet: Flyer, Online-Anzeigen und Lieferplattformen sollten dieselben Grenzen verwenden. Wer mehrere Restaurants in einer Stadt betreibt, prüft wie im Handel mit dem Huff-Modell, wie stark sich die eigenen Standorte gegenseitig Gäste abnehmen. Systeme mit Franchisepartnern brauchen zusätzlich klar abgegrenzte Gebiete – mehr dazu auf der Seite Franchise.

Werkzeuge, Daten und Datenschutz

Kundenherkunft, Einzugsgebiete und Werbegebiete lassen sich mit easymap professional oder RegioGraph Planning auswerten, das Huff-Modell bietet RegioGraph Strategy. Die passenden Daten – Sortimentskaufkraft, Zentralität, Standortdaten des Einzelhandels, Zielgruppen – vermitteln wir herstellerneutral; einen Überblick geben die Markt- und Potenzialdaten. Einzelne Standortentscheidungen übernehmen wir als Projekt oder Geomarketing-Service. Sollen Filial- und Regionalleiter Einzugsgebiete und Kennzahlen ihrer Standorte selbst ansehen, eignet sich ein Geomarketing-Portal im Browser.

Kundenkarten- und Bestelldaten sind personenbezogen. Für Geomarketing genügen Werte je Postleitzahl oder Straßenabschnitt, die intern gebildet werden. Übernehmen wir Aufbereitung oder Geokodierung, geschieht das auf Basis eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung.

So läuft ein Geomarketing-Projekt im Handel ab

  1. Kundenherkunft erhebenAus Kundenkarte, Kassenabfrage, Lieferadressen oder Onlinebestellungen – mindestens als Postleitzahl je Kauf oder Kunde.
  2. Einzugsgebiete bestimmenTatsächliche Herkunft, Fahrzeitzonen oder Gravitationsmodell, abgestimmt auf Sortiment und Format.
  3. Potenzial und Wettbewerb ergänzenSortimentskaufkraft, Haushalte, Zielgruppen, Zentralität und die Standorte der Marktbegleiter.
  4. Bewerten und Szenarien rechnenAusschöpfung je Filiale, Umsatzprognosen neuer Standorte, Verlagerungen und Schließungen.
  5. Maßnahmen umsetzenStandortentscheidung, Expansionsliste, Verteilgebiete für Prospekte und Zielregionen für Online-Werbung.

Praxisbeispiele aus Handel und Gastronomie

Optik-Filialist

Kannibalisierung vor der Eröffnung geprüft

Ein Optik-Filialist mit 22 Geschäften plante eine zweite Filiale in einer Großstadt, in der er bereits in der Innenstadt vertreten ist. Mit einem kalibrierten Huff-Modell wurden Einkaufswahrscheinlichkeiten je Straßenabschnitt für zwei Flächen berechnet: im Stadtteilzentrum im Osten und in einem Fachmarktzentrum am Stadtrand.

Ergebnis Beispiel: Die Fläche im Stadtteilzentrum brachte im Modell mehr Umsatz, holte aber rund 35 % davon aus der eigenen Innenstadtfiliale. Am Stadtrand lag der Umsatz etwas niedriger, der Anteil aus der eigenen Filiale aber nur bei rund 10 % – der Filialist entschied sich für den Stadtrand.

Systemgastronomie

Lieferzonen nach Fahrzeit statt Postleitzahl

Ein Gastronomiebetrieb mit vier Restaurants und eigenem Lieferdienst lieferte nach Postleitzahlen aus. Manche Gebiete waren so groß, dass Bestellungen vom Rand zu lange unterwegs waren, andere überschnitten sich. Die Lieferzonen wurden aus Fahrzeitzonen neu gebildet und mit Haushalten und Altersstruktur je Straßenabschnitt bewertet.

Ergebnis Beispiel: Jede Adresse liegt jetzt in genau einer Lieferzone mit höchstens zwölf Minuten Fahrzeit zum nächsten Restaurant. Flyer und Online-Anzeigen folgen denselben Zonen.

Fahrradfachhandel

Click & Collect zeigt verborgene Nachfrage

Ein regionaler Fahrradhändler mit drei Filialen und Onlineshop wertete Lieferadressen und Abholungen der Onlinebestellungen je Postleitzahl aus und verglich sie mit der Kundenherkunft seiner Filialen.

Ergebnis Beispiel: Aus einer Mittelstadt 40 Minuten entfernt kamen überdurchschnittlich viele Onlinebestellungen, aber kaum Filialkunden. Die Stadt wurde als Standort für eine vierte Filiale geprüft und bis dahin gezielt online beworben.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Häufige Fragen

Was bringt Geomarketing im Handel?

Geomarketing verbindet Filial-, Kunden- und Umsatzdaten mit Karten und Marktdaten. Händler sehen, woher ihre Kunden kommen, wie viel Potenzial im Einzugsgebiet liegt, wie stark der Wettbewerb ist, wo sich eigene Filialen Umsatz abnehmen und wo sich eine neue Filiale lohnt.

Wie ermittle ich das Einzugsgebiet meiner Filiale?

Am genauesten aus der tatsächlichen Kundenherkunft – über Kundenkarte, Postleitzahlabfrage an der Kasse, Lieferadressen oder Onlinebestellungen. Fehlen solche Daten, helfen Fahrzeitzonen oder ein Gravitationsmodell. Details bei der Erreichbarkeitsanalyse und der Huff-Analyse.

Was ist Kannibalisierung im Filialnetz?

Kannibalisierung liegt vor, wenn eine eigene Filiale einer anderen eigenen Filiale Umsatz abnimmt, weil sich ihre Einzugsgebiete überschneiden. Wie groß der Effekt ist, lässt sich vor einer Eröffnung mit dem Huff-Modell abschätzen.

Welche Daten brauche ich für eine Standortanalyse im Handel?

Haushalte und Einwohner, Sortimentskaufkraft, Einzelhandelszentralität, Standorte und Verkaufsflächen der Wettbewerber, Fahrzeiten und zur Kalibrierung die Umsätze bestehender Filialen. Überblick bei den Markt- und Potenzialdaten.

Wie helfen Bewegungsdaten dem Handel?

Bewegungsdaten zeigen auf Basis anonymisierter, aggregierter Kennzahlen, wie viele Menschen einen Standort passieren oder aus welchen Gebieten die Besucher eines Standorts kommen. Wir erheben selbst keine Bewegungsdaten, ordnen aber ein, wann sie passen.

Wie plane ich die Prospektverteilung mit Geomarketing?

Verteilgebiete werden nach Fahrzeit zur Filiale, Kaufkraft, Zielgruppe und bisheriger Kundenherkunft ausgewählt, statt pauschal einen Radius zu bewerben. Das senkt Auflage und Streuverluste. Mehr bei der Werbeplanung für Offline-Werbung.

Welche Software eignet sich für Filialisten?

Für Kundenherkunft, Einzugsgebiete und Werbegebiete eignen sich easymap professional oder RegioGraph Planning. Das Huff-Modell mit Marktanteilszonen bietet RegioGraph Strategy. Einzelne Standortentscheidungen führen wir auch als Projekt durch.

Weiterführend

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Geomarketing für Ihr Filialnetz

Neue Filiale, Verlagerung, Prospektverteilung oder Netzbewertung: In einer kostenlosen Online-Präsentation zeigen wir Ihnen, wie Geomarketing im Handel mit Ihren Daten funktioniert.

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