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Wissen: Methoden

Methoden der Gebietsplanung: Wie Algorithmen faire Vertriebsgebiete bilden

Was passiert eigentlich, wenn eine Software „automatisch“ Vertriebsgebiete berechnet? Wir erklären die Grundbegriffe, die Zielkriterien Balance, Kompaktheit und Zusammenhang, typische Nebenbedingungen und das Vorgehen der Verfahren – ohne Formelballast, aber mit Beispielen.

Kriterien der Gebietsplanung: Balance, Zusammenhang und Kompaktheit im Vergleich

Was ein gutes Planungswerkzeug können sollte

Der Algorithmus ist nur ein Teil der Lösung. Diese Eigenschaften entscheiden in der Praxis darüber, ob aus einem Rechenergebnis eine tragfähige Gebietsstruktur wird.

Ziele gewichten

Ausgewogenheit und kurze Wege lassen sich bewusst gegeneinander abwägen, statt dass eines der Ziele stillschweigend gewinnt.

Feste Zuordnungen schützen

Schlüsselkunden, Heimatregionen oder ganze Teilgebiete werden vor der Berechnung fixiert und bleiben unangetastet.

Teilregionen neu planen

Statt die gesamte Struktur umzuwerfen, wird nur der Bereich neu berechnet, in dem sich etwas verändert hat.

Varianten vergleichen

Mehrere Entwürfe mit unterschiedlicher Gewichtung liegen nebeneinander – jeweils mit Kennzahlen je Gebiet.

Interaktiv nachbessern

Einzelne Postleitzahlgebiete oder Kunden lassen sich per Klick verschieben, die Kennzahlen aktualisieren sich sofort.

Ergebnis dokumentieren

Karten, Gebietsreports und Zuordnungslisten machen nachvollziehbar, warum ein Gebiet so und nicht anders geschnitten ist.

Wer Vertriebsgebiete von einer Software berechnen lässt, erhält in Sekunden einen Vorschlag – und meist gleich die Frage dazu: Warum ist dieses Gebiet so geschnitten? Die Methoden der Gebietsplanung folgen einer nachvollziehbaren Logik. Sie verteilen eine messbare Größe möglichst gleichmäßig auf eine vorgegebene Zahl von Gebieten, halten dabei die Wege kurz und die Flächen zusammenhängend und respektieren Regeln, die Sie festlegen. Wer diese Logik kennt, wählt die Einstellungen gezielter und kann Ergebnisse besser beurteilen.

Dieser Artikel erklärt Grundbegriffe, Zielkriterien und ihren Zielkonflikt, typische Nebenbedingungen und das Vorgehen der Verfahren. Wie Sie eine Neuplanung organisatorisch angehen, beschreibt unser Leitfaden Vertriebsgebietsplanung.

Die Aufgabe dahinter: ein Zuordnungsproblem

Mathematisch betrachtet ist Gebietsplanung eine Zuordnungsaufgabe. Viele kleine Flächen oder Kunden werden einer kleinen Zahl von Gebieten zugeteilt – so, dass jedes Gebiet ungefähr gleich viel „wiegt“ und trotzdem gut zu bereisen ist. Schon 100 Postleitzahlgebiete lassen sich auf so viele Arten auf fünf Mitarbeiter verteilen, dass die Zahl der Varianten 70 Stellen hat. Kein Rechner kann das durchprobieren; Planungsprogramme arbeiten deshalb mit klugen Näherungsverfahren, sogenannten Heuristiken.

Grundbegriffe: Basisgebiete, Gebietszentren und Aktivitätsmaß

Begriff Bedeutung Beispiele
Basisgebiete (Nachfrager) kleinste Planungseinheiten, die nur als Ganzes einem Gebiet zugeordnet werden fünfstellige PLZ, Gemeinden, GEOmarkets, einzelne Kunden
Gebietszentren (Standorte) Ausgangspunkte, um die herum Gebiete entstehen Wohnorte des Außendienstes, Niederlassungen, Servicestützpunkte
Aktivitätsmaß (Potenzial) Kennzahl je Basisgebiet, die verteilt werden soll Kundenzahl, Umsatz, Marktpotenzial, Besuchsstunden pro Jahr
Kapazität was ein Gebiet oder ein Mitarbeiter höchstens leisten kann verfügbare Arbeitsstunden, maximale Kundenzahl
Erreichbarkeit Aufwand zwischen Basisgebiet und Zentrum Fahrzeit, Straßenkilometer, Kosten
Zuordnung das Ergebnis: welches Basisgebiet zu welchem Zentrum gehört Zuordnungsliste PLZ → Gebiet

Zwei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit. Erstens die Wahl des Aktivitätsmaßes: Wer Umsätze ausgleicht, verteilt die Vergangenheit; wer Potenzial ausgleicht, verteilt Chancen; wer Besuchsstunden ausgleicht, verteilt Arbeit. Oft ist eine Kombination sinnvoll, etwa die Arbeitslast als Hauptkriterium und das Potenzial als zweite Kennzahl. Wie sich Potenzial und Ausschöpfung je Gebiet berechnen lassen, zeigt der Beitrag Kennzahlen und Analysemethoden. Zweitens die Erreichbarkeit: Sie sollte über das Straßennetz gemessen werden, denn die Luftlinie unterschätzt Wege über Flüsse oder durch Mittelgebirge erheblich. Planungssoftware berechnet Fahrzeiten dafür selbst; Straßenkilometer zwischen Orten gibt es außerdem als fertige Entfernungsmatrix, etwa das Entfernungswerk Straße (EWS).

Die drei Zielkriterien: Balance, Kompaktheit und Zusammenhang

Schema der drei Zielkriterien der Gebietsplanung, jeweils ungünstige und gute Aufteilung
Abbildung: Balance, Zusammenhang und Kompaktheit – jeweils eine ungünstige und eine gute Aufteilung (schematisch, fiktive Gebiete).

Balance bedeutet, dass das Aktivitätsmaß auf alle Gebiete möglichst gleich verteilt ist. Ein Gebiet mit 1.600 Besuchsstunden neben einem mit 1.100 Stunden ist nicht fair: Der eine Mitarbeiter ist überlastet, der andere hat Luft. Exakt erreichen lässt sich Balance allerdings fast nie, weil Basisgebiete unterschiedlich groß sind und nicht geteilt werden können. In der Praxis arbeitet man deshalb mit einer Toleranz, zum Beispiel ±5 % um den Durchschnitt.

Kompaktheit beschreibt die Form: Ein gutes Gebiet ist eher rund als lang gezogen, und seine Basisgebiete liegen nah am Zentrum. Das spart Fahrzeit. Messen lässt sich Kompaktheit auf verschiedene Weise, etwa über die mittlere Fahrzeit zum Zentrum oder das Verhältnis von Fläche zu Umfang – ein Maß, das für jeden Fall passt, gibt es nicht.

Zusammenhang (Kontiguität) heißt: Jedes Gebiet bildet eine geschlossene Fläche. Es gibt keine Inseln, die mitten in einem fremden Gebiet liegen, und keine Überschneidungen. Zerrissene Gebiete führen zu Durchfahrten durch Nachbargebiete und zu Diskussionen darüber, wer eigentlich zuständig ist.

Der Zielkonflikt: Warum nicht alles gleichzeitig geht

Die drei Kriterien ziehen in unterschiedliche Richtungen. Ordnet man jedes Basisgebiet einfach dem nächstgelegenen Zentrum zu, entstehen sehr kompakte Gebiete – aber der Mitarbeiter in der Großstadt bekommt deutlich mehr Arbeit als sein Kollege auf dem Land. Erzwingt man dagegen perfekte Balance, müssen Randgebiete zu weiter entfernten Zentren wandern; die Gebiete werden länglich, die Wege länger.

Gute Verfahren machen diesen Kompromiss steuerbar: über eine Gewichtung der Ziele, über eine zulässige Abweichung vom Durchschnitt oder – am saubersten – indem die Fahrzeit direkt in die Arbeitslast eingerechnet wird. Dann ist ein Gebiet mit weiten Wegen automatisch „schwerer“, und das Verfahren gleicht genau das aus.

Nebenbedingungen: Regeln, die eingehalten werden müssen

Zielkriterien beschreiben, was möglichst gut sein soll. Nebenbedingungen legen fest, was auf keinen Fall passieren darf:

  • Kapazitätsgrenzen: Kein Gebiet darf mehr Aktivität enthalten, als ein Mitarbeiter bewältigen kann – zum Beispiel höchstens 1.450 Besuchsstunden im Jahr, bei Teilzeitkräften entsprechend weniger.
  • Feste Zuordnungen: Bestimmte Kunden oder Basisgebiete gehören fest zu einem Gebiet, etwa Schlüsselkunden mit langjähriger Betreuung oder die Postleitzahlen rund um den Wohnort eines Mitarbeiters. Auch Gruppen lassen sich vorgeben, etwa alle Filialen einer Handelskette.
  • Qualifikationen (Skills): Manche Kunden dürfen nur Mitarbeiter mit bestimmten Kenntnissen betreuen – Fachberater für Kliniken, zertifizierte Techniker, Muttersprachler für eine Sprachregion. Umgekehrt können Regeln bestimmte Kombinationen ausschließen. Besonders ausgeprägt ist das im Pharma- und Gesundheitswesen, wo Außendienste oft nach Fachrichtungen getrennt arbeiten.
  • Grenzen: Staats- und Sprachgrenzen oder die Grenzen übergeordneter Verkaufsregionen dürfen nicht überschritten werden. In mehrstufigen Strukturen werden Gebiete deshalb innerhalb ihrer Region geplant.

Hilfreich ist die Unterscheidung zwischen harten und weichen Nebenbedingungen. Harte Regeln gelten ausnahmslos, etwa eine Staatsgrenze. Weiche Regeln dürfen verletzt werden, verschlechtern dann aber die Bewertung einer Lösung – zum Beispiel ein Kunde, der möglichst beim bisherigen Betreuer bleiben soll. Zu viele harte Regeln machen eine gute Lösung schnell unmöglich.

So gehen die Verfahren vor: Startlösung, Zuordnung, Verbesserung

Die meisten Verfahren der automatischen Gebietsplanung arbeiten in drei Phasen, die sich bei Bedarf wiederholen:

  1. Zentren festlegen: Entweder sind die Zentren vorgegeben – meist die Wohnorte der Außendienstmitarbeiter – oder das Verfahren sucht sie selbst, etwa beim Aufbau eines neuen Außendienstes. Dann setzt es Zentren dorthin, wo sich viel Aktivität ballt – eine Aufgabe, die eng mit den Standortmodellen verwandt ist.
  2. Startlösung bilden: Jedes Basisgebiet wird zunächst dem nächstgelegenen Zentrum zugeordnet. Das Ergebnis ist kompakt und zusammenhängend, aber in der Regel unausgewogen.
  3. Schrittweise verbessern: Jetzt beginnt der eigentliche Ausgleich. Basisgebiete an der Grenze zwischen einem zu schweren und einem zu leichten Gebiet wechseln die Seite – aber nur, wenn das die Bewertung verbessert und kein Gebiet dadurch zerfällt. Auch ein direkter Tausch zwischen zwei Gebieten ist möglich. Das geht so lange weiter, bis sich nichts mehr verbessern lässt.

Sind die Zentren nicht vorgegeben, rückt das Verfahren sie anschließend in die Mitte ihres neuen Gebiets und beginnt von vorn. So nähern sich Zentren und Gebiete Schritt für Schritt einander an.

Weil Heuristiken nicht alle Möglichkeiten prüfen, hängt das Ergebnis von der Startlösung und der Reihenfolge der Schritte ab. Zwei Läufe mit leicht veränderten Einstellungen können unterschiedliche, aber gleich gute Gebiete liefern. Das ist kein Mangel, sondern eine Chance: Man erzeugt Varianten und wählt die fachlich passende. Eine beweisbar optimale Lösung ist bei realistischen Planungen weder erreichbar noch nötig – der Abstand zu einer guten Heuristik ist meist kleiner als die Unschärfe der Eingangsdaten.

Grenzen der Automatik: Der Mensch entscheidet

Ein Algorithmus optimiert genau das, was man ihm vorgibt. Er weiß nichts von der Kundin, die nur mit einem bestimmten Außendienstler spricht, oder vom Mitarbeiter, der im nächsten Jahr in den Ruhestand geht. Gute Planung behandelt das Rechenergebnis deshalb als Entwurf:

  • Plausibilität prüfen: Passen Karte und Kennzahlen zur Erfahrung der Vertriebsleitung?
  • Wissen einbauen: Was sich nicht als Regel formulieren lässt, wird von Hand korrigiert – dokumentiert, damit es nachvollziehbar bleibt.
  • Mit den Betroffenen sprechen: Der Außendienst kennt seine Region. Seine Hinweise verbessern die Gebiete und erhöhen die Akzeptanz.

Die fertige Gebietsstruktur ist dann der Rahmen für alles Weitere: Zielvorgaben, Besuchsplanung und Touren. Wie Unternehmen ihren Außendienst auf dieser Grundlage lenken, beschreibt die Seite Außendienststeuerung.

Methoden der Gebietsplanung in easymap und RegioGraph

Beide Softwarefamilien, die wir anbieten, enthalten in ihren Planungseditionen eine automatische Gebietsplanung:

  • easymap professional bringt den district manager mit: automatische Gebietsplanung und -optimierung, Berechnung von Arbeitslast und Potenzialen, Reorganisation bestehender Strukturen sowie Dokumentation mit Reports, Tabellen und Karten. Fahrzeiten und Fahrtstrecken werden über das Straßennetz berechnet. Mit dem Add-on easymap Tourenplanung lassen sich Gebiete zusätzlich unter Berücksichtigung der Auslastung optimieren.
  • RegioGraph Planning bietet einen Gebietsplanungsassistenten, die automatische Generierung neuer Gebiete, Planung nach Erreichbarkeit, Kundenpunkten und Maximalwerten, automatische und interaktive Optimierung, mehrstufige Planung von oben nach unten und von unten nach oben, die Neuplanung einzelner Teilregionen sowie Gebietsreports und Vergleiche.

Für Anwender ist weniger entscheidend, welches Rechenverfahren im Detail hinter einem Assistenten steckt, als welche Kriterien und Regeln sich einstellen und wie gut sich Ergebnisse vergleichen und nachbearbeiten lassen. Die Unterschiede zeigt unser Vergleich easymap professional und RegioGraph Planning. Wer keine eigene Lizenz braucht, lässt die Berechnung von uns durchführen – als Projekt zur Gebietsplanung oder Gebietsoptimierung. Fachbegriffe schlagen Sie im Glossar nach.

Vom Datensatz zum Gebietsvorschlag

So bereiten wir eine rechnergestützte Gebietsplanung in Projekten vor – die eigentliche Berechnung ist dabei der kürzeste Schritt.

  1. Ziele und Gewichtung klärenWas ist wichtiger: möglichst gleiche Arbeitslast oder möglichst kurze Wege? Und welche Abweichung vom Durchschnitt ist tolerierbar?
  2. Basisebene festlegenFünfstellige Postleitzahlen, Gemeinden, GEOmarkets oder einzelne Kunden – je feiner die Ebene, desto genauer das Ergebnis, aber desto aufwendiger die Abstimmung.
  3. Aktivitätsmaß berechnenAus Kunden, Besuchsrhythmen, Besuchsdauern und Potenzialdaten entsteht je Basisgebiet die Kennzahl, die verteilt werden soll.
  4. Nebenbedingungen erfassenKapazitätsgrenzen, feste Zuordnungen, Qualifikationen und Grenzen werden festgelegt, bevor gerechnet wird.
  5. Varianten rechnen und prüfenMehrere Läufe mit unterschiedlichen Einstellungen, danach Plausibilitätsprüfung auf der Karte und im Gespräch mit der Vertriebsleitung.

Praxisbeispiele: Methoden im Einsatz

Medizintechnik-Fachhandel

Balance gegen Fahrzeit abgewogen

Ein Fachhändler für Praxisbedarf mit neun Außendienstmitarbeitern ließ Gebiete zunächst rein nach gleicher Besuchszeit berechnen. Das Ergebnis war rechnerisch ausgeglichen, zwei Gebiete zogen sich aber als schmale Bänder durch Mittelgebirgsregionen. Im zweiten Lauf wurden die Fahrzeiten in die Arbeitslast eingerechnet und eine Abweichung von bis zu 8 % vom Durchschnitt zugelassen.

Ergebnis Beispiel: Die Spreizung der Arbeitslast stieg von 2 % auf 7 %, die durchschnittliche Anfahrt je Besuch sank dafür um rund ein Viertel – ein Kompromiss, den die Vertriebsleitung bewusst gewählt hat.

Kundendienst Heiztechnik

Qualifikationen als Nebenbedingung

Ein Hersteller von Heizsystemen plante Servicegebiete für 22 Techniker. Wärmepumpen durften nur zertifizierte Techniker warten, von denen es zunächst acht gab. Die Wärmepumpenkunden wurden deshalb als eigene Ebene mit eigener Kapazität geplant, die übrigen Kunden anschließend auf alle Techniker verteilt.

Ergebnis Beispiel: keine Wärmepumpenwartung mehr durch nicht zertifizierte Techniker – und eine Karte, die zeigt, in welchen Regionen weitere Zertifizierungen den größten Effekt hätten.

Großhandel im Grenzraum

Die Staatsgrenze als harte Grenze

Ein Großhändler aus dem Münsterland betreut Kunden in Deutschland und den Niederlanden. Der erste automatische Vorschlag schnitt zwei Gebiete über die Grenze hinweg, weil die Wege dort kurz sind. Da Preislisten, Sprache und Ansprechpartner je Land verschieden sind, wurde die Staatsgrenze als Nebenbedingung gesetzt.

Ergebnis Beispiel: je Land in sich geschlossene Gebiete; die etwas längeren Wege im Grenzraum wurden in Kauf genommen und durch eine angepasste Besuchsplanung aufgefangen.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Häufige Fragen

Wie berechnet eine Software Vertriebsgebiete?

Sie ordnet kleine Basisgebiete wie Postleitzahlen Gebietszentren zu, meist den Wohnorten der Außendienstmitarbeiter. Ausgehend von einer Startlösung wechseln Basisgebiete an den Grenzen so lange zwischen benachbarten Gebieten, bis sich die Kennzahlen nicht mehr verbessern. Das Ergebnis ist ein Vorschlag, der anschließend fachlich geprüft wird.

Was bedeutet Kontiguität in der Gebietsplanung?

Kontiguität heißt Zusammenhang: Jedes Gebiet bildet eine geschlossene Fläche, ohne Inseln oder Exklaven, die mitten in einem anderen Gebiet liegen. Zerrissene Gebiete erzeugen Durchfahrten durch fremde Gebiete und unklare Zuständigkeiten.

Was ist das Aktivitätsmaß?

Das Aktivitätsmaß ist die Kennzahl, die möglichst gleichmäßig auf die Gebiete verteilt werden soll – etwa Kundenzahl, Umsatz, Marktpotenzial oder der Besuchsaufwand in Stunden. Welche Kennzahl richtig ist, hängt vom Ziel der Planung ab; oft werden mehrere kombiniert.

Warum gibt es keine perfekte Gebietsaufteilung?

Weil sich Ziele wie gleiche Arbeitslast, kurze Wege und kompakte Formen widersprechen und Basisgebiete nur als Ganzes verschoben werden können. Zudem ist die Zahl möglicher Zuordnungen so groß, dass Software mit Näherungsverfahren arbeitet. Sie liefert sehr gute, aber nicht beweisbar optimale Lösungen.

Können feste Kundenzuordnungen berücksichtigt werden?

Ja. Schlüsselkunden, einzelne Postleitzahlgebiete oder ganze Teilregionen lassen sich vor der Berechnung fest einem Gebiet zuordnen. Das Verfahren verteilt dann nur den Rest neu – ein wichtiger Hebel für die Akzeptanz im Außendienst.

Welche Software bietet eine automatische Gebietsplanung?

Unter den Programmen, die wir anbieten, sind das easymap professional mit dem district manager und RegioGraph Planning mit dem Gebietsplanungsassistenten. Die Unterschiede zeigt der Vergleich beider Programme.

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