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Anwendung: Filialnetzanalyse

Filialnetzanalyse: das Filialnetz mit Geomarketing bewerten und optimieren

Welche Filiale schöpft ihr Umsatzpotenzial aus, welche nimmt vor allem der Nachbarfiliale Kunden weg, und wo fehlt ein Standort? Die Filialnetzanalyse betrachtet nicht einzelne Filialen, sondern das ganze Standortnetz – als Grundlage für Entscheidungen über Schließung, Verlagerung und Neueröffnung.

Beispiel: Fahrzeitzonen um einen Standort

Was die Filialnetzanalyse sichtbar macht

Umsatz gegen Potenzial

Wie viel des Potenzials im Einzugsgebiet setzt jede Filiale tatsächlich um?

Kannibalisierung

Wo überschneiden sich Einzugsgebiete eigener Filialen so stark, dass sie sich gegenseitig Kunden abnehmen?

Unterversorgung

Gebiete mit Potenzial, die keine eigene Filiale in zumutbarer Zeit erreicht.

Vergleichbare Kennzahlen

Ausschöpfung, Umsatz je m², Kunden je 1.000 Haushalte und Überschneidungsanteil für alle Filialen.

Szenarien

Was passiert, wenn eine Filiale schließt, umzieht oder eine neue eröffnet? Umsatzverlagerungen werden berechenbar.

Frequenzen

Anonymisierte Bewegungsdaten zeigen, wie viele Menschen an einem Standort vorbeikommen und woher sie stammen.

Ein Filialnetz wächst selten nach Plan. Standorte entstehen, weil eine Fläche frei wurde, ein Wettbewerber aufgegeben hat oder eine Übernahme mehrere Filialen auf einmal brachte. Nach einigen Jahren stellt sich die Frage, ob das Netz noch zum Markt passt. Eine Filialnetzanalyse beantwortet sie mit Daten: Sie vergleicht Umsatz und Potenzial jeder Filiale, deckt Überschneidungen zwischen eigenen Standorten auf und zeigt, wo Versorgungslücken liegen – als Grundlage, um das Filialnetz zu optimieren.

Filialnetzanalyse: Wo verdient das Netz, wo verschenkt es Potenzial?

Die meisten Unternehmen kennen die Umsätze ihrer Filialen genau. Was fehlt, ist der Maßstab: Ist ein Umsatz von 1,5 Mio. € gut? Das hängt davon ab, wie viel Potenzial im Einzugsgebiet liegt, wie stark der Wettbewerb ist und ob eine eigene Filiale nebenan dieselben Kunden anspricht. Erst der Blick auf das ganze Standortnetz macht Filialen vergleichbar.

Typische Anlässe sind auslaufende Mietverträge, anhaltend schwache Standorte, Übernahmen, veränderte Innenstädte oder Budgetgespräche über Neueröffnungen. Betroffen sind Handel und Lebensmittelhandwerk ebenso wie Banken und Sparkassen, Autohäuser, Gesundheitsanbieter, Gastronomiesysteme oder Niederlassungsnetze im B2B.

Bestehende Filialen bewerten: Umsatz gegen Potenzial

Jede Bewertung beginnt mit dem Einzugsgebiet. Am besten bestimmen Sie es aus der tatsächlichen Herkunft Ihrer Kunden, etwa aus Kundenkarten, Lieferadressen oder der Postleitzahlabfrage an der Kasse. Fehlen solche Daten, helfen Fahrzeitzonen aus der Erreichbarkeitsanalyse oder ein Gravitationsmodell.

Dem Einzugsgebiet wird das Potenzial zugeordnet: für Endkundengeschäfte meist die Sortimentskaufkraft der passenden Warengruppe, für B2B-Niederlassungen die Zahl der Zielbetriebe. Das Verhältnis von Umsatz zu Potenzial ist die Ausschöpfung – die Kennzahl, die Filialen unterschiedlicher Größe vergleichbar macht.

Filiale Umsatz Potenzial im Einzugsgebiet Ausschöpfung Überschneidung mit eigener Filiale
Filiale 1 2,1 Mio. € 14 Mio. € 15 % gering
Filiale 2 1,4 Mio. € 16 Mio. € 8,8 % hoch (mit Filiale 3)
Filiale 3 1,8 Mio. € 12 Mio. € 15 % hoch (mit Filiale 2)
Filiale 4 0,9 Mio. € 5 Mio. € 18 % keine

Kannibalisierung und Überschneidungen erkennen

Liegen zwei eigene Filialen zu nah beieinander, konkurrieren sie um dieselben Kunden. Das muss nicht schlecht sein – in dichten Innenstädten kann eine hohe Präsenz gewollt sein. Kritisch wird es, wenn beide Standorte ihr Potenzial nur schwach ausschöpfen. Auf der Karte zeigt die Überlagerung der Einzugsgebiete, welcher Anteil der Haushalte mehreren Filialen zugeordnet ist. Wie viel Umsatz sich tatsächlich verschiebt, wenn eine der beiden schließt, berechnet ein Gravitationsmodell.

Filialnetz mit Fahrzeitzonen: Überschneidungen schraffiert, eine Versorgungslücke markiert
Abbildung: Kannibalisierung im Filialnetz – 13 % der erreichten Einwohner liegen im Einzugsgebiet mehrerer Filialen, zugleich bleibt eine Lücke unversorgt (fiktive Werte).

Unterversorgung und weiße Flecken

Der umgekehrte Fall sind Gebiete mit relevantem Potenzial, die keine eigene Filiale in zumutbarer Zeit erreicht. Sie werden sichtbar, wenn Sie Potenzialdaten mit den Einzugsgebieten aller Filialen überlagern – und, wichtig, mit den Standorten der Marktbegleiter aus der Wettbewerbsanalyse. Ein Gebiet ohne eigene Filiale, aber mit drei starken Wettbewerbern ist keine Lücke, sondern ein besetzter Markt. Wie sich echte Lücken systematisch finden und bewerten lassen, zeigt die White-Spot-Analyse.

Kennzahlen für ein vergleichbares Standortnetz

Damit Filialen unterschiedlicher Größe und Lage vergleichbar werden, lohnt ein fester Satz an Kennzahlen, der für alle Standorte gleich berechnet wird:

Kennzahl Berechnung Aussage
Ausschöpfung Umsatz ÷ Potenzial im Einzugsgebiet Wie gut nutzt die Filiale ihren Markt?
Umsatz je m² Umsatz ÷ Verkaufsfläche Flächenproduktivität, Hinweis auf Über- oder Unterdimensionierung
Kunden je 1.000 Haushalte Kunden ÷ Haushalte im Einzugsgebiet × 1.000 Marktdurchdringung unabhängig vom Bon
Überschneidungsanteil Anteil der Haushalte, die auch einer eigenen Nachbarfiliale zugeordnet sind Risiko der Kannibalisierung
Kernzonenanteil Anteil des Umsatzes aus der inneren Fahrzeitzone Wie lokal ist die Filiale verankert?

In einem Portfolio aus Potenzial und Ausschöpfung ergeben sich vier Gruppen: Filialen mit hohem Potenzial und hoher Ausschöpfung sind Ihre Stützen, hohes Potenzial bei niedriger Ausschöpfung zeigt ungenutzte Chancen, niedriges Potenzial bei hoher Ausschöpfung kleine, aber gut geführte Standorte – und wo beides niedrig ist, beginnt die Diskussion über Verlagerung oder Schließung. Formeln und Rechenbeispiele zu diesen und weiteren Kennzahlen finden Sie unter Kennzahlen und Analysemethoden.

Das Prinzip gilt ebenso für Niederlassungsnetze im B2B, etwa bei Großhändlern mit Abholstandorten oder Dienstleistern mit regionalen Büros. An die Stelle der Kaufkraft treten dort Zielbetriebe je Einzugsgebiet, an die Stelle der Haushalte die Zahl der Geschäftskunden.

Szenarien: schließen, verlagern, neu eröffnen

Die eigentliche Stärke der Filialnetzanalyse liegt in den Szenarien:

  • Schließen: Welche Kunden wechseln zu benachbarten eigenen Filialen, welche gehen zum Wettbewerb? Eine Entfernungsmatrix zeigt für jeden Kunden die nächste Alternative.
  • Verlagern: Gewinnt ein neuer Standort mehr Kunden hinzu, als er am alten verliert?
  • Zusammenlegen: Zwei schwache Filialen mit hoher Überschneidung werden an einem besseren Standort gebündelt.
  • Neu eröffnen: Wie viel Umsatz ist am neuen Standort realistisch, und wie viel davon kommt aus eigenen Filialen? Die Suche und Bewertung neuer Standorte beschreibt die Expansionsplanung.

Soll das Netz grundsätzlich neu gedacht werden – etwa mit der Frage, wie viele Standorte eine Region mindestens braucht –, helfen Standortmodelle wie p-Median oder Covering.

Stationär und online: Was ein Standort jenseits der Kasse bewirkt

Ein Filialnetz wirkt über den Ladenumsatz hinaus. Wo eine Filiale steht, ist die Marke im Alltag sichtbar – Bestellungen im eigenen Onlineshop, Anfragen und Abholungen fallen in diesem Umfeld erfahrungsgemäß höher aus. Umgekehrt kann eine Schließung Umsatz kosten, der nie über die Kasse dieser Filiale gelaufen ist. Dieser Zusammenhang wird Halo-Effekt genannt und bei Netzentscheidungen oft übersehen, weil stationäre und digitale Umsätze in getrennten Berichten geführt werden.

Für die Filialnetzanalyse folgt daraus dreierlei:

  1. Nachfrage je Gebiet vollständig zählen. Ordnen Sie Onlinebestellungen über die Liefer- oder Rechnungsadresse denselben Gebieten zu wie die Filialkundschaft. Erst die Summe aus beidem zeigt, wie stark Ihre Marke in einem Gebiet nachgefragt wird – und erst dann ist die Ausschöpfung eine faire Kennzahl.
  2. Filialen nicht doppelt schlechtrechnen. Eine Filiale in einer Region mit hohem Onlineanteil wirkt im reinen Ladenumsatz schwach, obwohl sie Nachfrage stützt, die an anderer Stelle verbucht wird. Weisen Sie den Onlineumsatz des Einzugsgebiets im Filialbericht deshalb mit aus, auch wenn er der Filiale nicht gutgeschrieben wird.
  3. Szenarien erweitern. Prüfen Sie vor einer Schließung nicht nur, wohin die Ladenkundschaft wechselt, sondern auch, wie sich Bestellungen, Abholungen und Retouren im betroffenen Gebiet entwickeln dürften.

Belastbar wird das durch einen Vorher-Nachher-Vergleich: Wie haben sich die Bestellungen in einem Gebiet nach einer Eröffnung oder Schließung entwickelt – und wie im selben Zeitraum in strukturell ähnlichen Gebieten ohne Veränderung? Ohne solche Vergleichsgebiete lässt sich der Effekt nicht von der allgemeinen Marktentwicklung trennen; wie sie sich finden lassen, beschreibt die Neukundengewinnung. Gebiete mit vielen Bestellungen, aber ohne eigene Filiale sind umgekehrt Kandidaten für die Expansionsplanung oder für einen Abholpunkt – mehr dazu unter Geomarketing im Handel.

Frequenzen und Bewegungsdaten

Gerade im Handel mit Laufkundschaft, in der Gastronomie oder bei Bäckereien hängt der Umsatz stark davon ab, wie viele Menschen an einem Standort vorbeikommen. Anonymisierte, aggregierte Bewegungsdaten liefern Frequenzen im Tages- und Wochenverlauf und zeigen, woher die Besucher eines Standorts stammen. Sie sind eine wertvolle Ergänzung, aber nicht für jede Frage nötig. Was sie leisten und wo ihre Grenzen liegen, erläutern wir Ihnen im Gespräch. p17 erhebt dabei keine eigenen Bewegungsdaten.

Daten und Werkzeuge für die Filialnetzanalyse

Neben Ihren Filialdaten brauchen Sie Kaufkraft oder Sortimentskaufkraft, Haushalte und je nach Branche weitere Markt- und Potenzialdaten – für Stadtnetze kleinräumig auf Ebene von GEOmarkets oder Straßenabschnitten. Datenquellen empfehlen wir herstellerneutral, auch über p17-data.de.

  • RegioGraph Strategy ist das umfassendste Werkzeug: Huff-Modell mit Marktanteils- und Potenzialzonen, Entfernungsmatrix, Warenstromanalyse und optional Daten auf Straßenabschnittsebene.
  • RegioGraph Planning und easymap professional genügen für Einzugsgebiete über Fahrzeitzonen und Kennzahlen je Filiale.
  • Power BI eignet sich, um die Kennzahlen je Filiale regelmäßig im Dashboard zu verfolgen, ersetzt aber keine Einzugsgebietsberechnung.

Grenzen: Was die Karte nicht zeigt

Die Filialnetzanalyse erklärt einen großen Teil der Unterschiede zwischen Filialen, aber nicht alle. Mikrolage, Sichtbarkeit, Parkplätze, Ladenbau, Personal und Filialleitung beeinflussen den Umsatz erheblich und stehen in keiner Datenbank. Online-Umsätze, die einem Einzugsgebiet zuzurechnen sind, fehlen in der Filialstatistik oft ganz – wie Sie sie einbeziehen, steht im Abschnitt zu stationärem und digitalem Geschäft weiter oben. Deshalb gilt: Die Analyse liefert eine objektive Rangfolge und begründete Szenarien, die Entscheidung fällt nach dem Blick vor Ort. Eine vertiefte Bewertung einzelner Standorte bieten wir als Standortanalyse an, die gesamte Filialnetzanalyse auch als Projekt oder Geomarketing-Service.

So läuft eine Filialnetzanalyse ab

  1. Datenbasis der FilialenAdressen, Umsätze, Verkaufsflächen, Format und, wo vorhanden, die Herkunft der Kunden nach Postleitzahl oder Adresse.
  2. Einzugsgebiete bestimmenAus Kundenherkunft, Fahrzeitzonen oder einem Gravitationsmodell entsteht für jede Filiale ein realistisches Einzugsgebiet.
  3. Potenzial zuordnenKaufkraft, Sortimentskaufkraft, Haushalte oder Zielbetriebe werden den Einzugsgebieten zugeordnet – bei Überschneidungen anteilig.
  4. Kennzahlen und PortfolioAlle Filialen werden nach Ausschöpfung, Potenzial und Überschneidung eingeordnet und auf der Karte sowie in einem Portfolio dargestellt.
  5. Szenarien rechnenSchließung, Verlagerung, Zusammenlegung oder Neueröffnung werden mit ihren Auswirkungen auf das ganze Netz durchgespielt.
  6. Prüfen und entscheidenDie Ergebnisse werden mit Ortskenntnis, Mietverträgen und Vor-Ort-Besichtigungen abgeglichen, bevor entschieden wird.

Praxisbeispiele zur Filialnetzanalyse

Bäckerei mit 45 Filialen

Zusammenlegen statt zwei halbe Filialen

Eine Bäckerei mit 45 Verkaufsstellen in einer Stadtregion wollte ihr Netz bereinigen. Mit der Kundenherkunft aus der Kundenkarte, kleinräumigen Entfernungszonen und Frequenzdaten wurden alle Filialen bewertet. Zwei Filialen in 600 Metern Abstand teilten sich über die Hälfte ihres Einzugsgebiets.

Ergebnis Beispiel: Die beiden Filialen wurden am frequenzstärkeren Standort zusammengelegt. Die frei werdenden Kapazitäten flossen in eine neue Filiale in einem wachsenden Neubaugebiet ohne eigene Versorgung.

Sanitätshaus mit 14 Filialen

Unterversorgung nach Altersstruktur

Ein Sanitätshaus bewertete sein Netz anhand der Zahl der Einwohner ab 65 Jahren im 20-Minuten-Einzugsgebiet. Dem wurden die Umsätze der Filialen und die Wohnorte der Kunden gegenübergestellt.

Ergebnis Beispiel: Zwei Mittelstädte mit hohem Anteil älterer Einwohner lagen außerhalb aller Einzugsgebiete. Eine davon wurde als nächster Standort ausgewählt, die andere über einen Lieferservice erschlossen.

Getränkemarkt-Kette

Verlagerung statt Schließung

Eine Kette mit 22 Getränkemärkten prüfte einen Markt mit dauerhaft schwachem Umsatz. Die Analyse zeigte hohes Potenzial im Einzugsgebiet, aber eine ungünstige Zufahrt und starke Überschneidung mit dem eigenen Nachbarmarkt. Mit einem Huff-Modell wurden drei Alternativflächen verglichen.

Ergebnis Beispiel: Die beste Alternativfläche liegt vier Kilometer entfernt an einer Hauptverkehrsstraße. Im Modell steigt der erwartete Umsatz des Marktes deutlich, während der Nachbarmarkt nur einen kleinen Teil abgibt.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Häufige Fragen

Was ist eine Filialnetzanalyse?

Eine Filialnetzanalyse bewertet alle Standorte eines Filialnetzes gemeinsam: Umsatz im Verhältnis zum Potenzial im Einzugsgebiet, Überschneidungen zwischen eigenen Filialen und Gebiete ohne Versorgung. Sie ist die Grundlage für Entscheidungen über Schließung, Verlagerung und Neueröffnung.

Wie erkenne ich Kannibalisierung im Filialnetz?

Indem Sie die Einzugsgebiete eigener Filialen überlagern und messen, welcher Anteil der Haushalte oder Kunden in mehreren Einzugsgebieten liegt. Hohe Überschneidung bei gleichzeitig niedriger Ausschöpfung ist ein deutliches Signal. Wie stark Filialen sich tatsächlich Umsatz abnehmen, zeigt ein Gravitationsmodell wie die Huff-Analyse.

Welche Kennzahlen sind für die Bewertung von Filialen wichtig?

Neben Umsatz und Umsatz je m² vor allem das Potenzial im Einzugsgebiet, die Ausschöpfung (Umsatz im Verhältnis zum Potenzial), Kunden je 1.000 Haushalte, der Anteil überschneidender Einzugsgebiete und, wo verfügbar, die Frequenz am Standort.

Kann eine umsatzschwache Filiale trotzdem gut sein?

Ja. Eine Filiale mit kleinem Einzugsgebiet kann ihr Potenzial besser ausschöpfen als eine große Filiale in einer starken Region. Deshalb vergleicht die Filialnetzanalyse nicht nur Umsätze, sondern Umsatz im Verhältnis zum Potenzial.

Was ist der Halo-Effekt im Filialnetz?

Als Halo-Effekt wird die Wirkung einer Filiale über ihren eigenen Ladenumsatz hinaus bezeichnet: Im Einzugsgebiet eines Standorts fallen auch Onlinebestellungen, Anfragen und Abholungen höher aus. Für die Bewertung heißt das, stationäre und digitale Nachfrage je Gebiet zusammen zu betrachten – sonst erscheinen Filialen in Regionen mit hohem Onlineanteil schwächer, als sie sind, und Schließungen kosten mehr Umsatz als erwartet.

Welche Daten brauche ich für eine Filialnetzanalyse?

Ihre Filialen mit Umsatz und Verkaufsfläche, idealerweise die Herkunft der Kunden, dazu Kaufkraft oder Sortimentskaufkraft, Haushalte und Wettbewerbsstandorte. Frequenzdaten auf Basis anonymisierter, aggregierter Bewegungsdaten ergänzen die Analyse.

Welche Software eignet sich zur Filialnetzoptimierung?

Für Fahrzeitzonen und Einzugsgebiete eignen sich easymap professional und RegioGraph Planning. Für Gravitationsmodelle, Entfernungsmatrix und Szenarien mit Umsatzverlagerungen ist RegioGraph Strategy das passende Werkzeug. Einmalige Analysen führen wir als Projekt durch.

Weiterführend

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