Zum Inhalt springen

p17 GmbHGeschäftsbereich Geomarketing

Mo–Do 8–17 Uhr, Fr 8–16 Uhr+49 2562 18749-80 Beratung anfragen
Standortplanung mit Geomarketing

Standortanalyse: Einzugsgebiete, Potenzial und Wettbewerb objektiv bewerten

Ob neue Filiale, Verlagerung oder Servicestützpunkt: Eine fundierte Standortanalyse zeigt, wen ein Standort erreicht, welches Potenzial in seinem Einzugsgebiet liegt und wie stark der Wettbewerb ist – bevor Sie investieren.

Beispiel: Fahrzeitzonen um einen Standort

Fragestellungen, bei denen eine Standortanalyse hilft

Standortentscheidungen binden Kapital oft über viele Jahre. Diese Fragen beantworten wir mit Ihnen auf Basis von Daten statt Vermutungen.

Neueröffnung

Welcher von mehreren möglichen Standorten erreicht die meisten Zielkunden – und welcher Umsatz ist dort realistisch?

Verlagerung

Gewinnt der neue Standort mehr Kunden hinzu, als er am alten verliert? Fahrzeitzonen zeigen, wer mitgeht und wer wegfällt.

Schließung und Netzbereinigung

Welche Kunden wechseln zu benachbarten Standorten, welche gehen verloren? So werden Netzentscheidungen kalkulierbar.

Netzverdichtung

Wo gibt es weiße Flecken ohne eigenes Angebot, und wo würde ein weiterer Standort vor allem die eigenen Filialen kannibalisieren?

Standortvergleich

Mehrere Alternativen werden nach einheitlichen Kriterien bewertet – nachvollziehbar dokumentiert für die Entscheidungsrunde.

Stützpunkte und Lager

Von wo aus erreichen Servicetechniker oder Lieferfahrzeuge die meisten Kunden in der vorgegebenen Zeit?

Standortanalyse: Warum das Bauchgefühl nicht reicht

Gerade bei der Analyse von Einzugsgebieten und Reichweiten von Standorten ist eine Geomarketing-Software kaum zu ersetzen. Viele Faktoren mit Ortsbezug – das Verkehrsnetz, die Demografie im Umfeld der Filiale, bestehende Einzelhandelsumsätze und -agglomerationen oder Gewerbeansiedlungen – lassen sich anders überhaupt nicht systematisch erfassen. Eine Standortanalyse bringt diese Informationen auf eine Karte und macht Standorte vergleichbar.

Zugleich gilt: Software kann Expertenwissen und Vor-Ort-Kenntnis nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Eine gute Standortplanung mit Geomarketing verbindet deshalb beides – objektive Daten und den geschulten Blick auf Lage, Immobilie und Umfeld.

Was leistet eine Standortanalyse?

Eine Standortanalyse beantwortet im Kern drei Fragen: Wen erreicht der Standort? Wie viel Potenzial steckt in seinem Einzugsgebiet? Und wer konkurriert um dasselbe Potenzial? Daraus lässt sich ableiten, welcher Umsatz an einem Standort realistisch ist und wie er im Vergleich zu Alternativen abschneidet.

Das gilt nicht nur für den Einzelhandel und Filialisten. Auch Dienstleister, Banken und Versicherungen mit ihren Geschäftsstellen, Gastronomie, Gesundheitseinrichtungen, Großhändler mit Abholstandorten oder Unternehmen mit Servicestützpunkten stehen vor denselben Fragen – nur die Zielgruppe und die relevanten Daten unterscheiden sich.

Einzugsgebiete verstehen: Fahrzeitzonen und Isochronen

Ausgangspunkt jeder Standortanalyse ist das Einzugsgebiet. Ein Kreis mit fünf Kilometern Radius um den Standort ist schnell gezeichnet, bildet die Realität aber schlecht ab: Autobahnen, Flüsse, Bahntrassen und das Straßennetz führen dazu, dass manche Orte in wenigen Minuten erreichbar sind und andere trotz geringer Luftlinie kaum.

Deshalb arbeiten wir mit Fahrzeitzonen, auch Isochronen genannt. Sie zeigen, welche Gebiete innerhalb von zum Beispiel 5, 10 oder 15 Minuten mit dem Auto erreichbar sind. Legt man diese Zonen über Einwohner-, Haushalts- oder Firmendaten, wird sichtbar, wie viele potenzielle Kunden ein Standort in welcher Zeit erreicht – das Prinzip der Erreichbarkeitsanalyse. Fahrzeitzonen berechnen sowohl easymap professional mit seinen Erreichbarkeitsanalysen als auch RegioGraph Planning und RegioGraph Strategy.

Kaufkraft und Potenzial im Einzugsgebiet

Wer im Einzugsgebiet wohnt, ist die eine Frage – was diese Menschen ausgeben können, die andere. Für Geschäfte mit Endverbrauchern liefern Kaufkraftdaten die wichtigste Grundlage: allgemeine Kaufkraft, Kaufkraftindex und sortimentsspezifische Einzelhandelskaufkraft, ergänzt um Einwohner, Haushalte und Altersstruktur. RegioGraph enthält die GfK Kaufkraft (heute herausgegeben von NIQ) für Deutschland, Österreich und die Schweiz bereits im Lieferumfang; für easymap lassen sich passende Daten ergänzen.

Für Standorte, die Geschäftskunden bedienen, zählen dagegen Gewerbepotenziale: Wie viele Betriebe der Zielbranche mit welcher Mitarbeiterzahl liegen im Einzugsgebiet? Diese Informationen liefern Firmenadressen und aggregierte Markt- und Potenzialdaten. Für besonders feinräumige Analysen gibt es Daten bis auf Straßenabschnittsebene, etwa als optionale Datenpakete zu RegioGraph Strategy mit Endverbraucher- oder Gewerbepotenzialen. Welche Datenquelle für Ihre Fragestellung die richtige ist, klären wir herstellerneutral – auch über unser Schwesterangebot p17-data.de.

Wettbewerb und Frequenzen berücksichtigen

Kaum ein Standort hat sein Einzugsgebiet für sich allein. Deshalb gehören die Standorte der Wettbewerber in jede Analyse: Wo überlappen sich Einzugsgebiete? Wo gibt es weiße Flecken ohne Angebot? Und wo ist der Markt bereits so dicht besetzt, dass ein weiterer Standort vor allem Umsatz umverteilt? Wie Sie Wettbewerber systematisch erfassen und bewerten, zeigt die Wettbewerbsanalyse.

Eine wertvolle Ergänzung sind Frequenzdaten. Sie zeigen, wie viele Menschen sich tatsächlich an einem Ort aufhalten, wann sie kommen und woher sie anreisen – zum Beispiel in Innenstadtlagen, Fachmarktzentren oder Tourismusorten. Was Bewegungsdaten leisten, wo ihre Grenzen liegen und wann andere Daten die bessere Wahl sind, erläutern wir Ihnen im Gespräch. p17 erhebt dabei keine eigenen Bewegungsdaten, sondern arbeitet ausschließlich mit anonymisierten, aggregierten Kennzahlen.

Das Standortumfeld: Nachbarn, Magnetbetriebe und Lagetyp

Zwei Flächen mit nahezu gleichem Einzugsgebiet können sich sehr unterschiedlich entwickeln. Häufig liegt der Grund im unmittelbaren Umfeld – und ein guter Teil davon lässt sich mit Daten beschreiben, bevor jemand hinfährt.

Erfassbar sind die Punkte im Umkreis: Geschäfte, Gastronomie, Dienstleister, Praxen, Tankstellen, Schulen, Haltestellen, Parkflächen. Solche Standortdaten werden als Points of Interest geführt, die Verkaufsstellen darunter als Points of Sale. Aussagekräftig werden sie, wenn Sie die Nachbarschaft nach ihrer Wirkung sortieren:

  • Frequenzbringer: Betriebe, die regelmäßig viele Menschen anziehen, etwa ein Vollsortimenter, eine große Drogerie oder ein Verkehrsknoten. Sie liefern Laufkundschaft, die Sie selbst nicht erzeugen müssen.
  • Ergänzende Nachbarn: Angebote, die zur selben Besorgung passen und Kopplungskäufe ermöglichen, ohne mit Ihrem Sortiment zu konkurrieren.
  • Direkte Marktbegleiter: Sie teilen sich dieselbe Nachfrage. In Fachmarktlagen und Branchenmeilen kann ihre Nähe den Standort aber auch aufwerten, weil Kunden die Lage gezielt zum Vergleichen ansteuern.
  • Neutrale Nachbarschaft: Büros, Werkstätten oder reine Wohnnutzung bringen wenig zusätzliche Frequenz – nicht schlecht, aber auch kein Argument.

Lagetypen auseinanderhalten

Für welche Nachbarschaft ein Standort überhaupt gebaut ist, hängt vom Lagetyp ab. Vergleichen Sie Kandidaten nur innerhalb desselben Typs – sonst vergleichen Sie zwei Geschäftsmodelle.

Lagetyp Woher die Kundschaft kommt Worauf es besonders ankommt
Innenstadt- und Hauptgeschäftslage Passanten, Einkaufsbummel, Arbeitsplätze Frequenz, Nachbarbesatz, Attraktivität der ganzen Lage
Stadtteil- und Nahversorgungslage Haushalte im kurzen Umkreis Haushalte je Minute Fahrzeit, Wettbewerbsdichte, Nahversorgungslücken
Fachmarkt- und Gewerbelage Gezielte Anfahrt aus einem weiten Umland Erreichbarkeit, Sichtbarkeit von der Straße, Parkplätze, Branchenumfeld
Verkehrs- und Transitlage Vorbeifahrende und Umsteigende Verkehrsmenge, Zufahrt, Öffnungszeiten
Streulage Bewusst aufgesuchte Kundschaft Bekanntheit, Terminverkehr, gute Beschreibung des Wegs

Erfolgsfaktoren aus dem eigenen Netz ableiten

Wenn Sie bereits Standorte betreiben, liegt der Maßstab im eigenen Haus. Beschreiben Sie Ihre stärksten und Ihre schwächsten Standorte mit denselben Umfeldmerkmalen – Lagetyp, Frequenzbringer im Umkreis, Zahl der Marktbegleiter, Haushalte in der Kernzone, Parkplätze. Merkmale, die beide Gruppen klar trennen, sind Ihre Erfolgsfaktoren; sie bilden anschließend die Kriterien und Gewichte für ein Scoring der Kandidaten, wie es die White-Spot-Analyse beschreibt. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Bei wenigen Standorten ist die Grundlage schmal, und ein Merkmal, das heute trennt, kann eine Folge der Historie sein statt eine Ursache. Prüfen Sie das Ergebnis deshalb an Standorten, die Sie gut kennen.

Was auch die beste Datenbank nicht enthält, bleibt der Besichtigung vorbehalten: Sichtbarkeit und Schaufensterfront, Zufahrt und Parkplatzsituation zu Stoßzeiten, Zustand der Nachbarschaft, Zuschnitt der Fläche. Verwenden Sie dafür eine einheitliche Checkliste für alle Kandidaten – erst dann sind die Eindrücke genauso vergleichbar wie die Zahlen.

Das Huff-Modell: Einzugsgebiete mit dem Gravitationsmodell berechnen

Für anspruchsvolle Standortfragen bietet RegioGraph Strategy die Berechnung von Einzugsgebieten mit dem Huff-Modell. Das Huff-Modell ist ein anerkanntes Verfahren zur Einzugsgebietsberechnung von Standorten. Mit diesem Gravitationsmodell lässt sich vorhersagen, wie stark ein Standort Potenzial anzieht – also wie viel Umsatz dort möglich ist. Das erlaubt eine realistische Absatzplanung und damit eine langfristige Einschätzung des Erfolgs von Expansionsvorhaben. Ein durchgerechnetes Beispiel mit Marktanteilen und Szenarien finden Sie unter Huff-Analyse.

Die Grundidee: Jeder Standort übt eine Anziehungskraft aus, die mit seiner Attraktivität wächst und mit der Entfernung abnimmt. RegioGraph beziffert für einen oder mehrere Standorte straßenabschnittsgenau die Marktanteilszonen, Potenzialzonen und die Versorgungsqualität. Je nach Problemstellung können dabei unter anderem folgende Parameter berücksichtigt werden:

  • Umsatzdaten nach Filiale oder Gebiet, gesamt oder nach Sortimenten,
  • Verkaufsflächen (brutto oder netto),
  • Lage,
  • Sortimente,
  • Shop-Format,
  • Schaufenstermeter,
  • direkte Nachbarn.

Attraktivität und Raumwiderstand

Die zweite Seite des Modells ist der sogenannte Raumwiderstand. RegioGraph bietet verschiedene Distanzfunktionen, die beschreiben, wie bereit Konsumenten sind, eine Entfernung zu überwinden, um einen bestimmten Standort aufzusuchen. Welcher Funktionsverlauf der „beste“ ist, hängt unter anderem vom untersuchten Produkt und vom Typ des Standorts ab: Für den täglichen Bedarf fahren Menschen selten weit, für ein Möbelhaus oder einen großen Fachmarkt nehmen sie deutlich längere Wege in Kauf.

Mehr zur Software lesen Sie in unserem Beitrag Die Geomarketing-Software RegioGraph.

Filialnetz und Expansion planen

Ihren größten Nutzen entfaltet die Standortanalyse, wenn nicht ein einzelner Standort, sondern ein ganzes Netz betrachtet wird – die Aufgabe der Filialnetzanalyse. Bei einer Neueröffnung stellt sich immer auch die Frage, wie viel Umsatz der neue Standort den bestehenden Filialen abnimmt. Bei einer Schließung ist entscheidend, welcher Teil der Kunden zu benachbarten Standorten wechselt und welcher verloren geht. Und bei einer Expansion in eine neue Region hilft der Vergleich mit gut laufenden Bestandsstandorten, ähnliche Lagen gezielt zu finden.

Mit den Umsätzen Ihrer bestehenden Filialen lässt sich ein Modell zudem kalibrieren: Die Parameter werden so eingestellt, dass das Modell die tatsächlichen Umsätze möglichst gut erklärt. Erst dann sind Prognosen für neue Standorte belastbar. Übrigens stellen sich ähnliche Fragen auch im Außendienst – etwa, wo ein neuer Mitarbeiter wohnen sollte. Mehr dazu unter Gebietsplanung.

Soll nicht ein einzelner Standort bewertet, sondern ein ganzes Netz rechnerisch ausgelegt werden – etwa wenn geklärt werden muss, wie viele Servicestützpunkte für eine zugesagte Reaktionszeit nötig sind oder wo ein neues Lager entstehen soll –, kommen normative Standortmodelle ins Spiel. Wie p-Median, p-Center und Covering-Modelle funktionieren und welches Modell zu welcher Frage passt, erklären wir mit Rechenbeispielen unter Standortmodelle.

Die passenden Werkzeuge für Ihre Standortplanung

Welche Software für Ihre Standortanalyse sinnvoll ist, hängt von der Tiefe der Fragestellung ab:

Funktion easymap professional RegioGraph Planning RegioGraph Strategy
Fahrzeitzonen und Erreichbarkeitsanalysen ja ja ja
Optimale Standorte ermitteln ja ja ja
Hausgenaue Geokodierung ja (über Credits) ja ja
GfK Kaufkraft DACH im Lieferumfang nein, Daten optional ja ja
Gravitationsmodell (Huff) mit Marktanteilszonen nein nein ja

Kurz gesagt: Für Erreichbarkeitsanalysen und die Bewertung weniger Standorte reichen oft easymap professional oder RegioGraph Planning. Wer regelmäßig Expansionsentscheidungen trifft, Filialnetze modelliert oder Marktanteile prognostizieren möchte, ist mit RegioGraph Strategy besser bedient. Einen ausführlichen Überblick bietet der Vergleich easymap und RegioGraph. Für einmalige Fragestellungen führen wir die Standortanalyse auch als Projekt durch – dann brauchen Sie keine eigene Lizenz.

So läuft eine Standortanalyse ab

  1. Fragestellung und Kriterien festlegenWir klären, welche Entscheidung ansteht, wer die Zielgruppe ist und welche Kriterien einen guten Standort ausmachen – etwa Erreichbarkeit, Potenzial, Wettbewerb oder Frequenz.
  2. Daten zusammenstellenIhre Standort- und Umsatzdaten werden mit passenden Markt-, Kaufkraft-, Firmen- oder Frequenzdaten ergänzt. Wir empfehlen herstellerneutral, welche Quellen sinnvoll sind.
  3. Einzugsgebiete berechnenFür bestehende und geplante Standorte werden Fahrzeitzonen oder modellbasierte Einzugsgebiete berechnet und auf der Karte dargestellt.
  4. Potenzial und Wettbewerb bewertenWir ermitteln das Potenzial in jedem Einzugsgebiet, berücksichtigen Wettbewerber und Überschneidungen mit eigenen Standorten.
  5. Modell kalibrieren und Standorte vergleichenMit den Umsätzen bestehender Standorte wird das Modell abgestimmt. Anschließend werden die Alternativen verglichen und in einem Bericht dokumentiert.
  6. Vor-Ort-Prüfung und EntscheidungDie softwaregestützte Vorauswahl wird durch eine Besichtigung der infrage kommenden Standorte und Immobilien ergänzt – dann fällt die Entscheidung.

Praxisbeispiele zur Standortanalyse

Filialist Augenoptik

Neue Filiale ohne Kannibalisierung

Ein regionaler Optiker mit 18 Filialen prüfte fünf mögliche Standorte für eine neue Filiale. Mit den Umsätzen der bestehenden Filialen wurde ein Huff-Modell kalibriert, anschließend wurden für jede Alternative Marktanteilszonen berechnet – einschließlich der Wirkung auf die eigenen Nachbarfilialen.

Ergebnis Beispiel: Zwei Standorte kamen in die engere Wahl. Ein zunächst favorisierter Standort fiel heraus, weil ein großer Teil seines prognostizierten Umsatzes von einer bestehenden eigenen Filiale abgezogen worden wäre.

Baustoff-Fachhandel

Abholstandort für Handwerksbetriebe

Ein Baustoffhändler suchte einen zusätzlichen Abholstandort für Handwerkskunden. Statt Kaufkraft zählten hier Gewerbepotenziale: Über Firmenadressen wurde die Zahl der Betriebe relevanter Gewerke je Postleitzahl ermittelt und mit 20-Minuten-Fahrzeitzonen um drei Standortalternativen verschnitten.

Ergebnis Beispiel: Der gewählte Standort erreicht innerhalb von 20 Minuten rund ein Drittel mehr Zielbetriebe als die zweitbeste Alternative – bei geringerer Überschneidung mit dem bestehenden Standort.

Medizintechnik-Service

Servicestützpunkte nach Erreichbarkeit

Ein Servicedienstleister für Medizintechnik betreute Kliniken und Praxen von drei Stützpunkten aus und wollte einen vierten eröffnen. Ziel war, möglichst viele Kunden innerhalb von 60 Minuten Fahrzeit zu erreichen. Mit Fahrzeitzonen und der Ermittlung optimaler Standorte wurden mehrere Regionen verglichen.

Ergebnis Beispielrechnung: Steigt der Anteil der Kunden innerhalb von 60 Minuten von 78 % auf 93 %, lassen sich deutlich mehr Einsätze ohne Übernachtung erledigen und Reaktionszeiten in Serviceverträgen verlässlicher zusagen.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Häufige Fragen

Was ist eine Standortanalyse?

Eine Standortanalyse bewertet einen bestehenden oder geplanten Standort anhand seines Einzugsgebiets, des darin liegenden Potenzials und der Wettbewerbssituation. Sie liefert eine objektive Grundlage für Entscheidungen über Neueröffnungen, Verlagerungen oder Schließungen.

Was ist ein Einzugsgebiet und wie wird es berechnet?

Das Einzugsgebiet ist der Raum, aus dem ein Standort seine Kunden gewinnt. Es wird meist über Fahrzeitzonen (Isochronen) berechnet, die zeigen, welche Gebiete in einer bestimmten Zeit erreichbar sind. Modelle wie das Huff-Modell berücksichtigen zusätzlich Attraktivität und Wettbewerb.

Was ist das Huff-Modell?

Das Huff-Modell ist ein anerkanntes Gravitationsmodell zur Berechnung von Einzugsgebieten. Es schätzt, mit welcher Wahrscheinlichkeit Kunden einen Standort aufsuchen – abhängig von seiner Attraktivität und der Entfernung. In RegioGraph Strategy lassen sich damit Marktanteils- und Potenzialzonen berechnen.

Welche Daten brauche ich für eine Standortanalyse?

Die eigenen Standorte und idealerweise deren Umsätze, dazu Wettbewerberstandorte und Potenzialdaten: Kaufkraft, Einwohner und Haushalte für Endkundengeschäfte, Firmenadressen oder Gewerbepotenziale für B2B. Frequenzdaten können die Analyse ergänzen.

Welche Software eignet sich für die Standortplanung?

Für Fahrzeitzonen und die Bewertung einzelner Standorte eignen sich easymap professional und RegioGraph Planning. Für Gravitationsmodelle, Marktanteilsprognosen und regelmäßige Expansionsplanung ist RegioGraph Strategy die passende Wahl.

Welche Rolle spielt das Umfeld eines Standorts?

Eine große. Frequenzbringer in der Nachbarschaft, ergänzende Angebote, die Zahl der Marktbegleiter und der Lagetyp erklären oft, warum zwei Flächen mit ähnlichem Einzugsgebiet unterschiedlich laufen. Standortdaten zu Handel, Gastronomie, Praxen oder Haltestellen lassen sich auswerten; Sichtbarkeit, Zufahrt und Parkplatzsituation gehören dagegen auf eine Checkliste für die Besichtigung.

Ersetzt eine Standortanalyse die Besichtigung vor Ort?

Nein. Software liefert eine transparente und objektive Entscheidungsgrundlage, kann Expertenwissen und Ortskenntnis aber nur ergänzen. Idealerweise folgt auf die softwaregestützte Vorauswahl eine Vor-Ort-Prüfung der Standorte und Immobilien durch Experten.

Sind Bewegungsdaten für die Standortanalyse sinnvoll?

Für Innenstadtlagen, Fachmarktzentren oder touristische Standorte können Frequenzdaten eine wertvolle Ergänzung sein. Nicht jede Frage braucht sie jedoch. Wir ordnen für Sie ehrlich ein, wann sich Frequenzdaten lohnen.

Weiterführend

Passende Lösungen und Daten

Kontakt

Standortanalyse als Projekt anfragen

Sie stehen vor einer Standortentscheidung? Wir zeigen Ihnen in einer kostenlosen Online-Präsentation, wie eine Standortanalyse für Ihre Fragestellung aussehen kann.

+49 2562 18749-80 Projekt anfragen
Anrufen: +49 2562 18749-80