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Geomarketing-Glossar: Fachbegriffe von A bis Z

Von ABC-Analyse bis Zentralität: Hier erklären wir die wichtigsten Begriffe aus Geomarketing, Gebietsplanung, Geodaten und Marktdaten – kurz, verständlich und herstellerneutral.

Karte der 2-stelligen Postleitzahlgebiete in Deutschland

Das Geomarketing Glossar: Begriffe schnell nachschlagen

Wer sich mit Geomarketing beschäftigt, trifft auf eine eigene Fachsprache: Isochronen und Choroplethen, Named User und Concurrent User, Shapefiles, NUTS-Ebenen und Sortimentskaufkraft. Viele Begriffe stammen aus der Geoinformatik, andere aus Marktforschung, Vertriebssteuerung oder den Lizenzbedingungen der Softwarehersteller. Dazu kommen Gebietsgliederungen jenseits von Postleitzahl und Gemeinde – vom Amtlichen Gemeindeschlüssel über GEOmarkets und die 8-stellige PLZ bis zu Pharma-Bricks, Netzgebieten und Wahlkreisen, wie sie in Spezialkarten vorkommen. Und manchmal ist die Antwort ganz analog: eine gedruckte Postleitzahlenkarte an der Wand.

Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe in wenigen Sätzen und verweist, wo es sinnvoll ist, auf die Seite, auf der das Thema ausführlich behandelt wird. Die Erklärungen sind bewusst herstellerneutral formuliert: Ein Begriff bedeutet in easymap dasselbe wie in RegioGraph, QGIS oder Power BI. Wenn Sie lieber einen zusammenhängenden Überblick lesen möchten, beginnen Sie mit unserem Grundlagenartikel Was ist Geomarketing?. Formeln und Rechenbeispiele zu Kennzahlen wie Kaufkraftindex, Zentralität oder Marktausschöpfung finden Sie unter Kennzahlen und Analysemethoden, branchentypische Begriffe vom Marktverantwortungsgebiet bis zum Regionalprinzip im Zusammenhang unter Geomarketing für Branchen. Wie die Begriffe in der Praxis zusammenspielen – von der Erreichbarkeitsanalyse bis zur Werbeplanung –, zeigen unsere Anwendungsfelder. Und falls ein Begriff fehlt: Sagen Sie uns Bescheid – wir ergänzen das Glossar laufend.

Begriffe von A bis Z

Begriffe mit 3

3D-Karten (Excel)
Kartenansicht in Excel, die Datensätze als Punkte, Säulen, Blasen oder Heatmap darstellt und sie über eine Datumsspalte im Zeitverlauf abspielen kann. Orte werden über einen Online-Kartendienst erkannt; am zuverlässigsten arbeitet die Funktion mit Koordinaten statt Adressen. Mehr dazu

Begriffe mit A

ABC-Analyse
Einteilung von Kunden, Produkten oder Gebieten in drei Klassen nach ihrem Anteil am Umsatz: A steht für die wenigen besonders umsatzstarken, C für die vielen kleinen. Auf der Karte zeigt sie, wo die wichtigsten Kunden sitzen und wie oft sie besucht werden sollten. Mehr dazu
Adressbereinigung
Aufbereitung von Adresslisten vor der Geokodierung: Schreibweisen vereinheitlichen, Postleitzahl und Ort gegeneinander prüfen, fehlende Angaben ergänzen und Dubletten erkennen. Je sauberer die Adressen, desto mehr Treffer mit hoher Genauigkeit liefert die anschließende Geokodierung. Mehr dazu
Aggregation (kleinräumige Daten)
Zusammenfassung von Einzelangaben zu einem Wert für eine Gruppe, etwa zu einem Durchschnitt oder Anteil je Straßenabschnitt. Sie ist das Grundprinzip mikrogeografischer Marktdaten: Ein Wert wird erst ausgewiesen, wenn eine festgelegte Mindestzahl von Haushalten in der Einheit liegt, sodass kein Rückschluss auf einzelne Personen möglich ist. Mehr dazu
AGS (Amtlicher Gemeindeschlüssel)
Achtstellige Kennziffer, mit der jede Gemeinde in Deutschland eindeutig bezeichnet wird; sie setzt sich aus den Schlüsseln für Bundesland, Regierungsbezirk, Kreis und Gemeinde zusammen. Über den AGS lassen sich amtliche Statistiken, Marktdaten und digitale Gemeindekarten zuverlässig verknüpfen – anders als über Gemeindenamen, die mehrfach vorkommen. Mehr dazu
Aktivitätsmaß
Kennzahl je Basisgebiet, die bei der Gebietsplanung möglichst gleichmäßig auf die Gebiete verteilt werden soll – etwa Kundenzahl, Umsatz, Marktpotenzial oder Besuchsstunden pro Jahr. Die Wahl des Aktivitätsmaßes bestimmt, ob Arbeit, Chancen oder bisherige Erfolge ausgeglichen werden. Mehr dazu
Amtliche Statistik
Daten der Statistischen Ämter und weiterer Behörden, etwa zu Einwohnern, Beschäftigten, Gebäuden oder Fahrzeugen. Sie sind meist kostenfrei und methodisch dokumentiert, enden aber häufig bei der Gemeindeebene, erscheinen mit Zeitverzug und werden bei sehr kleinen Fallzahlen unterdrückt. Für eine kommerzielle Verwendung ist zusätzlich die jeweilige Lizenz zu prüfen. Mehr dazu
Antreffquote
Anteil der Außendienstbesuche, bei denen der gewünschte Ansprechpartner tatsächlich angetroffen wird und ein Gespräch zustande kommt. Eine niedrige Antreffquote kostet Fahrt- und Wartezeit; angekündigte Besuche, passende Besuchszeitpunkte und gepflegte Ansprechpartnerdaten verbessern sie. Mehr dazu
Arbeitslast
Summe des Aufwands, den ein Vertriebs- oder Servicegebiet verursacht – aus Besuchszeiten, Besuchshäufigkeiten und Fahrzeiten. Eine ausgewogene Arbeitslast ist neben dem Potenzial das wichtigste Kriterium für faire Gebiete. Mehr dazu
Auslastungsquote
Kennzahl der Tourenplanung: geplante Besuchs- und Fahrtzeit eines Mitarbeiters im Verhältnis zu seiner verfügbaren Arbeitszeit im Planungszeitraum. Werte über 100 Prozent zeigen Überlast, deutlich niedrigere Werte freie Kapazität. Ziel ist eine gleichmäßige und machbare Auslastung im ganzen Team. Mehr dazu
Avisierung (Terminankündigung)
Vorabankündigung eines Besuchs oder einer Lieferung per Telefon, E-Mail oder Kurznachricht, oft mit einem Zeitfenster statt einer festen Uhrzeit. Im Außendienst erhöht sie die Antreffquote, in der Zustellung vermeidet sie vergebliche Anfahrten. Mehr dazu

Begriffe mit B

Basisgebiet
Kleinste Planungseinheit der Gebietsplanung, die nur als Ganzes einem Gebiet zugeordnet wird, zum Beispiel eine fünfstellige Postleitzahl, eine Gemeinde, ein GEOmarket oder ein einzelner Kunde. Je feiner die Basisgebiete, desto genauer lassen sich Gebiete ausbalancieren. Mehr dazu
Batch-Geokodierung
Geokodierung vieler Adressen in einem Durchgang, etwa einer kompletten Kunden- oder Interessentenliste aus Excel oder dem CRM. Zu jeder Adresse werden Koordinaten und ein Qualitätskennzeichen geliefert, das zeigt, ob sie hausgenau, auf Straßenebene oder nur über die Postleitzahl gefunden wurde. Mehr dazu
Besuchsrhythmus
Festgelegte Häufigkeit, mit der ein Kunde besucht wird, etwa wöchentlich, alle 14 Tage oder quartalsweise. Besuchsrhythmen werden meist aus der Kundenklasse abgeleitet und bilden die Grundlage der Tourenplanung. Mehr dazu
Boston-Grid (Portfolioanalyse)
Vier-Felder-Darstellung, die Gebiete oder Kunden nach Marktpotenzial und Ausschöpfung einordnet. Geografisch angewendet zeigt sie auf einen Blick, wo sich zusätzlicher Vertriebseinsatz lohnt und wo das Potenzial bereits weitgehend genutzt wird. Mehr dazu
Brick (Pharma)
Kleinräumige Gebietseinheit, in der Marktforschungsunternehmen im Gesundheitsmarkt Absatz- und Verordnungsdaten ausweisen. Pharma-Außendienste planen und steuern ihre Gebiete deshalb häufig auf Basis dieser Gliederungen statt nach Postleitzahlen; die passenden Pharma-Gebietskarten gibt es als Spezialkarten. Mehr dazu

Begriffe mit C

Center of Gravity (Schwerpunktmethode)
Verfahren zur Suche nach einem günstigen Lager- oder Depotstandort: Aus den Koordinaten der Kunden oder Lieferpunkte wird ein nach Mengen oder Lieferhäufigkeiten gewichteter Mittelpunkt berechnet. Das Ergebnis ist ein rechnerischer Startpunkt, der anschließend an Straßennetz, Fahrzeiten und verfügbare Flächen angepasst wird. Mehr dazu
Choropleth-Karte
Fachbegriff für eine Karte, deren Flächen nach einem Kennwert eingefärbt sind, etwa Postleitzahlgebiete nach Kaufkraftindex. Aussagekräftig ist sie vor allem mit relativen Werten wie Anteilen, Dichten oder Indizes. Mehr dazu
Click & Collect
Einkaufsform, bei der Kunden online bestellen und die Ware in einer Filiale oder an einem Abholpunkt abholen. Abhol- und Lieferadressen zeigen Händlern, wo ihre Marke Nachfrage hat – auch in Regionen ohne eigene Filiale – und sind damit eine wertvolle Quelle für Standort- und Expansionsanalysen. Mehr dazu
Concurrent User
Lizenzmodell, bei dem die Zahl der gleichzeitigen Nutzer begrenzt ist, nicht die Zahl der Installationen. Die easymap-Standardlizenz darf bei bis zu fünf Personen installiert werden, genutzt wird sie jeweils von einer Person gleichzeitig. Mehr dazu
Covering-Modelle (Set- und Maximal-Covering)
Standortmodelle, die mit einer festen Grenze wie 30 Minuten Fahrzeit arbeiten. Set-Covering sucht die kleinste Zahl von Standorten, mit der jede Nachfrage innerhalb der Grenze liegt; Maximal-Covering maximiert die abgedeckte Nachfrage bei vorgegebener Standortzahl. Mehr dazu

Begriffe mit D

DaaS (Data as a Service)
Bereitstellung von Daten aus der Cloud direkt in der Software, statt sie als Datei zu kaufen und zu importieren. In easymap professional lassen sich so zum Beispiel Businessadressen sowie Markt- und Geodaten bei Bedarf abrufen. Mehr dazu
Delaunay-Analyse (Wärmekarte)
Verfahren, das Punkte über ein Netz aus Dreiecken (Delaunay-Triangulation) verbindet und daraus eine flächendeckende, farbig abgestufte Oberfläche berechnet. So entsteht eine Wärmekarte, die Werte wie Umsatz oder Kundendichte zwischen den Punkten interpoliert. Mehr dazu
Depotgebiet
Gebiet, das ein Depot, Umschlaglager oder Hub mit Zustellung und Abholung bedient; in der Regel ist jede Postleitzahl genau einem Depot zugeordnet. Depotgebiete werden nach Fahrzeit, Sendungsmenge und Kapazität zugeschnitten und müssen angepasst werden, wenn Standorte, Mengen oder Straßen sich ändern. Mehr dazu
Diagrammkarte
Kartendarstellung, bei der in jedem Gebiet ein kleines Kreis- oder Balkendiagramm steht, etwa mit der Verteilung des Umsatzes auf Produktgruppen. Diagrammkarten zeigen Anteile und Zusammensetzungen, die eine einfache Flächenfärbung nicht abbilden kann. Mehr dazu
Digitalisieren
Manuelles Erfassen oder Bearbeiten von Geometrien am Bildschirm, etwa das Einzeichnen eines neuen Gebiets oder das Nachzeichnen einer Grenze. RegioGraph Planning bietet dafür einen eigenen Landkarten-Editor. Mehr dazu
Distanzfunktion (Raumwiderstand)
Beschreibt, wie stark die Bereitschaft von Kunden sinkt, einen Standort aufzusuchen, je weiter er entfernt ist. Der passende Verlauf hängt von Produkt und Standorttyp ab und ist eine zentrale Stellschraube im Huff-Modell. Mehr dazu
district manager
Gebietsplanungsmodul in easymap professional und easymap enterprise. Damit werden Vertriebsgebiete visualisiert, nach Arbeitslast und Potenzial analysiert, automatisch oder von Hand neu zugeschnitten und mit Reports, Tabellen und Karten dokumentiert. Mehr dazu
Dynamische Tourenplanung
Kurzfristige, operative Planung von Touren für heute oder die nächsten Tage, die laufend auf Änderungen reagiert – etwa auf abgesagte Termine oder Eilaufträge. Die Tour wird dann neu zusammengestellt und ihre Reihenfolge neu berechnet; p17 setzt das zum Beispiel mit dem cobra-Plugin TOUR+PLUS um. Mehr dazu

Begriffe mit E

easymap explorer
Web-Kartendienst zu easymap, mit dem Karten, Analysen und Tabellen im Browser geteilt werden – ohne Installation, auf jedem Gerät. Der explorer ist Bestandteil von easymap enterprise (fünf Nutzer im Standard, erweiterbar); das Add-on easymap explorer pro ergänzt Routen- und Tourenplanung unterwegs. Mehr dazu
Einwohner- und Haushaltsdaten
Grundlegende Strukturdaten, die angeben, wie viele Menschen und Haushalte in einem Gebiet leben, oft ergänzt um Alters- oder Haushaltsgrößenstruktur. Sie sind die Basis fast jeder Potenzialberechnung im Endkundengeschäft. Mehr dazu
Einzugsgebiet
Gebiet, aus dem ein Standort seine Kunden gewinnt. Es lässt sich über Fahrzeiten, über Kundenadressen oder über Modelle wie das Huff-Modell ermitteln und ist die Grundlage jeder Standortbewertung. Mehr dazu
Entfernungsmatrix
Tabelle mit Entfernungen oder Fahrzeiten zwischen vielen Start- und Zielpunkten, etwa zwischen allen Filialen und allen Wohngebieten. Sie ist Rechengrundlage für Zuordnungen, Standortvergleiche und Gravitationsmodelle. Mehr dazu
Entfernungswerk Straße (EWS)
Datenbestand von PTV mit Lkw-Straßenentfernungen zwischen Orten in Deutschland und Europa, aufgebaut aus Ortsdatei und Distanzmatrix. Das EWS wird jährlich neu herausgegeben und gilt in der Logistik als De-facto-Standard für Frachtberechnung, Tarife und Angebotskalkulation. Mehr dazu
EPSG-Code
Eindeutige Nummer für ein Koordinatenreferenzsystem, ursprünglich von der European Petroleum Survey Group vergeben. Häufig sind EPSG:4326 (WGS 84, geografische Koordinaten), EPSG:25832 (ETRS89 / UTM Zone 32N) und EPSG:3857 (Web-Mercator für Webkarten). Mehr dazu
Erreichbarkeitsanalyse
Untersuchung, welche Kunden, Einwohner oder Gebiete von einem oder mehreren Standorten aus innerhalb einer bestimmten Fahrzeit oder Strecke erreichbar sind. Typische Anwendung: prüfen, ob Servicezusagen oder Besuchsrhythmen realistisch sind. Mehr dazu
Euregio (Grenzregion)
Grenzüberschreitender Zusammenschluss von Kommunen und Regionen benachbarter Länder, etwa entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Für Geomarketing sind Grenzregionen interessant, weil Einzugsgebiete über die Grenze reichen, Karten und Daten aber zwei Ländersystemen folgen. Mehr dazu
Expansionsplanung
Systematische Planung neuer Standorte, Filialen oder Vertriebsregionen anhand von Potenzial, Wettbewerb und Erreichbarkeit. Sie beantwortet, wie viele Standorte ein Markt trägt, in welcher Reihenfolge sie erschlossen werden und wie ein neuer Standort auf das bestehende Netz wirkt. Mehr dazu

Begriffe mit F

Fahrzeitzone (Isochrone)
Fläche, die von einem Standort aus innerhalb einer bestimmten Fahrzeit über das Straßennetz erreichbar ist; ihre Grenzlinie heißt Isochrone. Anders als ein einfacher Umkreis berücksichtigt sie Straßen, Flüsse und Gebirge. Mehr dazu
Ferienstaffelung
Regional unterschiedliche Lage der Schulferien innerhalb eines Landes, in Deutschland nach Bundesländern, in den Niederlanden nach Regionen, in der Schweiz nach Kantonen. Als Gebietsebene auf der Karte hilft sie, Werbung in Quellregionen zeitlich passend zu planen. Mehr dazu
Filialnetzanalyse
Bewertung aller Standorte eines Filialnetzes im Zusammenhang: Einzugsgebiete, Potenzial, Umsatz, Überschneidungen und Wettbewerb je Filiale. Sie zeigt, welche Standorte unter ihren Möglichkeiten bleiben, wo sich Filialen gegenseitig Kunden abnehmen und wo Lücken im Netz bestehen. Mehr dazu
Firmenadressen (B2B-Adressen)
Adressdaten von Unternehmen, selektierbar etwa nach Branche (WZ-Code), Region, Mitarbeiterzahl oder Umsatzklasse. Sie dienen der Neukundengewinnung, der CRM-Anreicherung und als Potenzialbasis für die Gebietsplanung. Mehr dazu
Flächenfärbung
Deutsche Bezeichnung für die thematische Einfärbung von Gebieten nach einem Wert, etwa Umsatz je Postleitzahl oder Kundenzahl je Kreis. Sie ist die meistgenutzte Darstellung in Geomarketing-Software. Mehr dazu
Flächenkartogramm (Excel)
Bezeichnung für das Kartendiagramm in der deutschen Excel-Version: Es färbt Länder, Bundesländer, Kreise oder Postleitzahlen nach einem Wert oder einer Kategorie ein. Die Grenzen liefert ein Online-Kartendienst, eigene Gebiete wie Vertriebsgebiete lassen sich damit nicht darstellen oder planen. Mehr dazu
Flächenschraffur
Kartendarstellung, bei der ein Gebiet mit farbigen Streifen gefüllt wird, von denen jeder für einen eigenen Datensatz steht. So lassen sich mehrere Werte je Gebiet gleichzeitig zeigen, etwa sich überschneidende Vertriebsgebiete oder die Anteile mehrerer Produktlinien; Farbe und Streifenbreite können über Datenspalten gesteuert werden. Mehr dazu

Begriffe mit G

Gästeherkunftsanalyse
Auswertung von Buchungen, Tickets oder Besuchen nach Land und Postleitzahl, meist bezogen auf die Einwohnerzahl der Herkunftsgebiete. Sie zeigt Kerngebiete, Randgebiete und gut erreichbare Regionen ohne Gäste; methodisch ist sie die touristische Variante der Kundenherkunftsanalyse. Mehr dazu
Gebietsbalance
Zielkriterium der Gebietsplanung: Das Aktivitätsmaß, etwa Arbeitslast oder Potenzial, soll in allen Gebieten möglichst gleich groß sein. Weil Basisgebiete unterschiedlich groß sind, arbeitet man in der Praxis mit einer Toleranz um den Durchschnitt. Mehr dazu
Gebietsoptimierung
Überarbeitung bestehender Vertriebs- oder Servicegebiete, damit Potenzial, Arbeitslast und Fahrzeiten besser verteilt sind. Anders als bei der Neuplanung werden gewachsene Kundenbeziehungen und bestehende Strukturen ausdrücklich berücksichtigt. Mehr dazu
Gebietsplanung
Aufteilung eines Marktes in Vertriebs- oder Servicegebiete nach Kriterien wie Potenzial, Erreichbarkeit, Besuchshäufigkeit und Wohnort der Mitarbeiter. Geomarketing-Software kann Gebiete automatisch vorschlagen und interaktiv anpassen. Mehr dazu
Gebietsschutz
Vertragliche Zusage, dass in einem festgelegten Gebiet kein anderer Partner desselben Systems tätig wird, typisch für Franchise-Systeme, Händlernetze und Handelsvertretungen. Eindeutig wird er, wenn das Gebiet über Postleitzahlen oder Gemeinden mit festem Kartenstand beschrieben und als Liste und Karte dem Vertrag beigefügt ist; die rechtliche Ausgestaltung gehört in die Hand der Rechtsberatung. Mehr dazu
Geodaten
Alle Daten mit Raumbezug, also mit einer Koordinate, einer Adresse oder einer Gebietszugehörigkeit. Dazu zählen Gebietsgrenzen und Straßennetze ebenso wie georeferenzierte Kunden- oder Marktdaten. Mehr dazu
Geofencing
Virtueller Zaun um einen Ort, etwa eine Filiale, ein Messegelände oder ein Einkaufszentrum: Betritt ein Smartphone mit passender App diesen Bereich, wird eine Aktion ausgelöst, zum Beispiel eine Push-Nachricht oder eine Anzeige. Voraussetzung sind Standortdaten und in aller Regel eine Einwilligung der Nutzer; welche Orte sich dafür lohnen, zeigt eine vorherige Geomarketing-Analyse. Mehr dazu
Geografische Marktsegmentierung
Aufteilung eines Marktes nach räumlichen Merkmalen wie Land, Region, Ortsgröße, Stadt-Land-Lage oder Wohngebietstyp, um Angebot, Werbung und Vertrieb je Segment passend auszurichten. Meist wird sie mit soziodemografischen Merkmalen wie Alter, Haushaltsgröße oder Kaufkraft kombiniert. Mehr dazu
GeoJSON
Offenes, textbasiertes Format zur Speicherung von Geometrien und Attributen, standardisiert als RFC 7946. Es wird vor allem in Webkarten und modernen BI-Anwendungen genutzt und verwendet geografische Koordinaten nach WGS 84. Mehr dazu
Geokodierung
Umwandlung von Adressen in geografische Koordinaten, damit sie auf der Karte dargestellt und analysiert werden können. Die Genauigkeit reicht vom Postleitzahl-Mittelpunkt über Rasterzellen bis zur hausgenauen Position. Mehr dazu
Geomarketing
Planung, Steuerung und Kontrolle von Markt- und Vertriebsaktivitäten mithilfe raumbezogener Daten und digitaler Karten. Verwandte Begriffe sind Business Mapping und Location Intelligence. Mehr dazu
Geomarketing-Portal
Weboberfläche, in der viele Anwender bestimmte Daten wie Kunden, Umsätze, Gebiete oder Standorte auf einer Karte im Browser sehen, ohne selbst eine Geomarketing-Software zu bedienen. p17 realisiert solche Portale als Standardapplikationen auf Basis des easymap explorer. Mehr dazu
GEOmarkets
Kleinräumige Marktzellen, die sich exakt in Postleitzahlgebiete und Gemeinden einfügen; Deutschland ist in rund 157.000 GEOmarkets mit durchschnittlich etwa 260 Haushalten gegliedert. Zum Vergleich: München umfasst 75 Postleitzahlen, aber 3.259 GEOmarkets. Sie eignen sich, wenn die 5-stellige Postleitzahl zu grob ist – auf Wunsch mit passenden Marktdaten. Mehr dazu
GeoPackage
Offenes Dateiformat des Open Geospatial Consortium (OGC) auf Basis einer SQLite-Datenbank. Anders als ein Shapefile speichert es mehrere Ebenen in einer einzigen Datei und beschränkt die Länge von Feldnamen nicht. Mehr dazu
Georeferenzierung
Zuordnung von Koordinaten zu einer Rastergrafik, etwa einer eingescannten Karte oder einem Luftbild, damit sie lagerichtig über andere Kartenebenen gelegt werden kann. Nicht zu verwechseln mit der Geokodierung von Adressen. Mehr dazu
Geotargeting
Ausspielung von Online-Werbung nur in ausgewählten Gebieten, etwa nach Orten, Postleitzahlen oder einem Radius um eine Adresse; Plattformen wie Google Ads oder Meta Ads sprechen von Standort-Targeting. Geomarketing liefert dazu die Auswahl, welche Gebiete sich nach Einzugsgebiet, Kaufkraft und Zielgruppe lohnen. Mehr dazu
GIS (Geoinformationssystem)
Software zum Erfassen, Verwalten, Analysieren und Darstellen von Geodaten; bekannte Beispiele sind QGIS und ArcGIS. Geomarketing-Software ist ein auf Vertrieb und Marketing spezialisiertes GIS. Mehr dazu
Gravitationsmodell
Modell, das die Anziehungskraft von Standorten analog zum physikalischen Gravitationsgesetz beschreibt: Sie steigt mit der Attraktivität, etwa der Verkaufsfläche, und sinkt mit der Entfernung. Die bekannteste Ausprägung im Handel ist das Huff-Modell. Mehr dazu
Grundversorger
Energieversorger, der in einem Netzgebiet die meisten Haushaltskunden beliefert und deshalb nach dem Energiewirtschaftsgesetz die Grundversorgung mit Strom oder Gas übernimmt. Der Grundversorger wird alle drei Jahre neu festgestellt; Karten der Grundversorgungsgebiete für Strom und Gas gibt es als Spezialkarten. Mehr dazu

Begriffe mit H

Halo-Effekt (Filialnetz)
Wirkung einer Filiale über ihren eigenen Ladenumsatz hinaus: Im Einzugsgebiet eines Standorts fallen auch Onlinebestellungen, Anfragen und Abholungen höher aus. Wer Standorte allein am Kassenumsatz misst, unterschätzt deren Beitrag und überschätzt, was eine Schließung einspart. Mehr dazu
Haushaltswerbung (unadressiert)
Werbung ohne Empfängeradresse, die an die Haushalte eines Gebiets verteilt wird, etwa als Prospekt oder Postwurf; gebucht wird meist nach Postleitzahlen oder Verteilbezirken. Briefkästen mit Werbeverbot-Hinweis sind dabei zu beachten. Geomarketing hilft, die Verteilgebiete nach Zielgruppe und Einzugsgebiet auszuwählen. Mehr dazu
Heatmap
Darstellung der Dichte von Punkten als farbige Fläche – je mehr Kunden, Anfragen oder Umsatz in einem Bereich, desto „wärmer“ die Farbe. Heatmaps machen Konzentrationen sichtbar, die in einer Punktwolke untergehen. Mehr dazu
Heuristik
Näherungsverfahren, das in kurzer Zeit sehr gute, aber nicht beweisbar optimale Lösungen liefert. In der Gebiets- und Tourenplanung ist das der Normalfall, weil die Zahl möglicher Zuordnungen und Reihenfolgen viel zu groß ist, um alle zu prüfen: Eine Startlösung wird schrittweise verbessert, etwa durch Tausch von Basisgebieten an Gebietsgrenzen oder von Besuchen zwischen Touren. Mehr dazu
Huff-Modell
Von David L. Huff in den 1960er-Jahren entwickeltes Gravitationsmodell, das berechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit Kunden eines Wohngebiets einen bestimmten Standort aufsuchen. Daraus ergeben sich Marktanteils-, Potenzial- und Umsatzprognosen für bestehende und geplante Standorte. Mehr dazu

Begriffe mit K

Kannibalisierung (Filialen)
Effekt, dass ein Standort einem anderen Standort desselben Unternehmens Kunden und Umsatz abnimmt, weil sich ihre Einzugsgebiete überschneiden. Wie stark das geschieht, lässt sich mit Fahrzeitzonen oder dem Huff-Modell abschätzen – wichtig vor jeder Neueröffnung im bestehenden Netz. Mehr dazu
Kartenkacheln
Hintergrundkarten werden nicht am Stück geladen, sondern in quadratischen Ausschnitten, den Kacheln. Der Kartendienst liefert nur die Kacheln, die gerade auf dem Bildschirm sichtbar sind – deshalb baut sich eine Karte beim Zoomen Stück für Stück auf. Mehr dazu
Kaufkraft
Summe des verfügbaren Nettoeinkommens der Bevölkerung eines Gebiets einschließlich Transferleistungen wie Renten oder Kindergeld, bezogen auf den Wohnort. Sie zeigt, wie viel Geld für Konsum, Wohnen, Vorsorge und Sparen zur Verfügung steht. Mehr dazu
Kaufkraftindex
Kaufkraft je Einwohner oder Haushalt im Verhältnis zum nationalen Durchschnitt, der gleich 100 gesetzt wird. Ein Index von 112 bedeutet 12 % mehr Kaufkraft pro Kopf als im Landesdurchschnitt. Mehr dazu
KML
Keyhole Markup Language, ein XML-basiertes Format für Geodaten, bekannt aus Google Earth und heute ein OGC-Standard. Es eignet sich für einfache Karten und den Austausch mit Webanwendungen. Mehr dazu
Knoten (Entfernungswerk)
Ausgewählter Ort, der im Entfernungswerk Straße stellvertretend für die umliegenden Orte steht. Entfernungen werden nur zwischen Knoten berechnet; jeder andere Ort übernimmt die Werte seines nächstgelegenen Knotens, was auf kurzen Strecken zu Abweichungen führen kann. Mehr dazu
Kommunale Wärmeplanung
Planung, in der eine Kommune festlegt, welche Gebiete künftig voraussichtlich über Wärmenetze und welche dezentral, etwa mit Wärmepumpen, versorgt werden sollen. Kleinräumige Gebäude- und Energiedaten sind dafür eine wichtige Grundlage; rechtliche Vorgaben und Fachplanung liegen bei Kommune und Fachplanern. Mehr dazu
Kompaktheit (Gebiet)
Zielkriterium der Gebietsplanung, das die Form eines Gebiets beschreibt: eher rund als lang gezogen, mit Basisgebieten nah am Zentrum. Kompakte Gebiete sparen Fahrzeit; gemessen wird Kompaktheit meist über die gewichtete Entfernung zum Gebietszentrum. Mehr dazu
Kontiguität (Gebietszusammenhang)
Anforderung, dass jedes Vertriebs- oder Servicegebiet eine zusammenhängende Fläche bildet – ohne Inseln oder Exklaven, die in einem fremden Gebiet liegen, und ohne Überschneidungen. Zerrissene Gebiete verursachen Durchfahrten und unklare Zuständigkeiten. Mehr dazu
Koordinatenreferenzsystem
Festlegung, wie Koordinaten auf die Erdoberfläche bezogen werden – geografisch in Längen- und Breitengraden oder projiziert in Metern. Passen die Systeme zweier Datensätze nicht zusammen, liegen Punkte und Flächen auf der Karte versetzt. Mehr dazu
Kundenherkunftsanalyse
Auswertung, aus welchen Gebieten die Kunden eines Standorts kommen, meist als Kundenanteil und als Kunden je 1.000 Haushalte je Postleitzahl oder Fahrzeitzone. Aus den kumulierten Anteilen ergeben sich Kern- und Randbereiche des tatsächlichen Einzugsgebiets. Mehr dazu
Kundenherkunftsbefragung
Kurze Befragung von Besucherinnen und Besuchern am Standort nach Wohnort-Postleitzahl, Anlass des Besuchs, Besuchshäufigkeit und Verkehrsmittel. Sie liefert in wenigen Tagen eine Grundlage für das Einzugsgebiet, wenn weder Kundenkarte noch Onlinebestellungen vorliegen, und erklärt zusätzlich, warum ein Standort aufgesucht wird. Mehr dazu
Kundenstrukturanalyse
Auswertung des eigenen Kundenstamms nach Merkmalen wie Umsatzklasse, Branche, Kundendauer oder Wohnumfeld, ergänzt um die räumliche Verteilung. Das Ergebnis ist ein Profil der typischen und der besten Kunden, das zeigt, in welchen Gebieten vergleichbare Kunden noch fehlen. Mehr dazu
Kündigerquote
Anteil der Kunden, die in einem Zeitraum kündigen, bezogen auf den Kundenbestand eines Gebiets. Je Postleitzahl oder Straßenabschnitt auf der Karte dargestellt, zeigt sie, wo sich Abwanderung häuft – etwa bei Energieversorgern oder Abonnementdiensten – und wo Maßnahmen zur Kundenbindung ansetzen sollten. Mehr dazu

Begriffe mit L

Lagetyp
Einordnung eines Standorts nach dem Charakter seiner Lage, etwa Innenstadt- und Hauptgeschäftslage, Stadtteil- und Nahversorgungslage, Fachmarkt- und Gewerbelage, Verkehrslage oder Streulage. Weil jede Lage ihre Kundschaft auf andere Weise gewinnt, werden Standortkandidaten sinnvollerweise nur innerhalb desselben Lagetyps verglichen. Mehr dazu
Leitregion
Gebiet der ersten beiden Ziffern einer deutschen Postleitzahl, also der zweistelligen PLZ. Leitregionen sind eine beliebte Ebene für grobe Vertriebsgebiete und Übersichtskarten. Mehr dazu
Liefergebiet
Gebiet, das von einem Lager, Depot oder Standort aus beliefert wird, oft mit festen Liefertagen oder zugesagten Lieferzeiten. Liefergebiete werden nach Fahrzeiten, Mengen und Fahrzeugkapazitäten zugeschnitten und bilden den Rahmen für die Tourenplanung. Mehr dazu
Location Intelligence
Oberbegriff für die Nutzung von Standort- und Geodaten in Business Intelligence und Analytics. Inhaltlich eng verwandt mit Geomarketing, reicht der Begriff auch in Bereiche wie Risikobewertung und Logistik. Mehr dazu
Location-Allocation
Optimierungsverfahren der Standortplanung, das aus vielen möglichen Standorten die Kombination auswählt, die die Nachfrage am besten abdeckt – etwa möglichst viele Haushalte innerhalb von zehn Minuten Fahrzeit –, und jede Nachfrage dem nächstgelegenen Standort zuordnet. Typisch für Filial-, Händler-, Service- und Ladenetze. Mehr dazu
Look-alike-Gebiete (statistische Zwillinge)
Gebiete, die bestehenden Erfolgsgebieten in ihren Merkmalen gleichen, etwa in Kaufkraft, Altersstruktur, Siedlungstyp oder Branchenmix. Sie zeigen, wo ähnliche Kunden zu erwarten sind, und dienen außerdem als Kontrollgebiete, um die Wirkung von Werbung zu messen. Mehr dazu

Begriffe mit M

Magnetbetrieb (Frequenzbringer)
Betrieb im Umfeld eines Standorts, der regelmäßig viele Menschen anzieht, etwa ein Vollsortimenter, eine große Drogerie oder ein Verkehrsknoten. Benachbarte Geschäfte profitieren von dieser Frequenz, ohne sie selbst erzeugen zu müssen; die Erfassung solcher Nachbarn gehört deshalb zur Bewertung des Standortumfelds. Mehr dazu
MAP+PLUS
Geomarketing-Lösung der p17 für cobra ADRESS PLUS, cobra CRM und cobra ONE: CRM-Adressen als farbige Stecknadeln auf der Karte, Umkreisrecherche mit frei wählbarem Radius sowie Routenplanung und -optimierung direkt aus cobra. Ab Version 5.0 ergänzt TOUR+PLUS die auftragsbezogene Tourenplanung. Mehr dazu
Marktanteil (regional)
Eigener Umsatz im Verhältnis zum Marktvolumen eines Gebiets. Regional berechnet zeigt er, wo ein Unternehmen gegenüber seinen Marktbegleitern stark oder schwach ist – vorausgesetzt, das Marktvolumen ist für die Gebiete bekannt oder verlässlich geschätzt. Mehr dazu
Marktausschöpfung
Verhältnis von tatsächlichem Umsatz zum vorhandenen Marktpotenzial in einem Gebiet. Eine niedrige Ausschöpfung bei hohem Potenzial zeigt, wo sich zusätzliche Vertriebsaktivitäten besonders lohnen. Mehr dazu
Marktbegleiter / Wettbewerbsdichte
Marktbegleiter ist die im Vertrieb übliche, neutrale Bezeichnung für Wettbewerber. Die Wettbewerbsdichte setzt deren Standorte ins Verhältnis zu Fläche, Einwohnern oder Potenzial eines Gebiets und zeigt, wo der Markt umkämpft ist und wo Lücken bestehen. Mehr dazu
Marktdaten
Externe Daten über Märkte und Zielgruppen, etwa Kaufkraft, Einwohner, Haushalte, Altersstruktur, Branchenzahlen oder Konsumausgaben. Sie ergänzen die eigenen Unternehmensdaten um den Blick auf das, was möglich wäre. Mehr dazu
Marktpotenzial
Umsatz oder Absatz, der in einem Gebiet höchstens möglich wäre, wenn alle potenziellen Käufer kaufen. Im Geomarketing wird es meist aus Haushalten, Einwohnern oder Betrieben, durchschnittlichen Ausgaben und der Kaufkraft geschätzt oder aus der Sortimentskaufkraft übernommen. Mehr dazu
Marktverantwortungsgebiet
Gebiet, für dessen Marktbearbeitung ein Autohändler gegenüber Hersteller oder Importeur verantwortlich ist, meist aus Gemeinden oder Postleitzahlen gebildet. An ihm werden häufig Ziele und Marktanteile gemessen; die Karte zeigt, ob die Gebiete eines Händlernetzes gleichwertig und gut erreichbar sind. Mehr dazu
Marktvolumen
Umsatz oder Absatz, den alle Anbieter in einem Gebiet tatsächlich erzielen. Der eigene Umsatz im Verhältnis zum Marktvolumen ergibt den Marktanteil; das Marktvolumen im Verhältnis zum Marktpotenzial zeigt, wie gesättigt ein Markt bereits ist. Mehr dazu
Master-Franchise
Vergabe der Rechte für ein ganzes Land oder eine große Region an einen einzelnen Partner, der das System dort selbst aufbaut und in der Regel eigene Vertragsgebiete an Franchisenehmer vergibt. Für die Bewertung eines Landes und die spätere Aufteilung braucht es vergleichbare Potenzialdaten über Ländergrenzen hinweg. Mehr dazu
Mautkilometer
Anteil einer Strecke, der über mautpflichtige Straßen führt, etwa Autobahnen und Bundesstraßen bei der Lkw-Maut in Deutschland. Entfernungstabellen wie das EWS Maut weisen ihn je Relation aus – als Grundlage für Kalkulationen, nicht zur Prüfung einzelner Mautabrechnungen. Mehr dazu
Mediaplanung
Auswahl und Kombination von Werbeträgern wie Prospekt, Plakat, regionalen Medien oder Online-Anzeigen für eine Kampagne. Mit Geomarketing wird zusätzlich festgelegt, in welchen Regionen geworben wird und welcher Kanal dort die Zielgruppe am besten erreicht. Mehr dazu
Mikro-PLZ / PLZ8 (8-stellige Postleitzahl)
Feinere Unterteilung der 5-stelligen Postleitzahl: Die zusätzlichen Stellen gliedern jedes PLZ-Gebiet in kleinere Zellen, die sich exakt in die Postleitzahl einfügen. So lassen sich Markt- und Kundendaten deutlich kleinräumiger auswerten, ohne die gewohnte PLZ-Logik zu verlassen. Mehr dazu
Mikrogeografie
Kleinräumige Betrachtung unterhalb von Gemeinde oder Postleitzahl, etwa auf Ebene von Straßenabschnitten, Wohnquartieren oder Rasterzellen. Mikrogeografische Daten beschreiben Merkmale wie Kaufkraft, Bebauung oder Milieus für diese kleinen Einheiten. Mehr dazu
Mikromarketing
Marktbearbeitung auf sehr kleinräumiger Ebene, etwa nach Straßenabschnitten, Häuserblöcken oder Rasterzellen. Grundlage sind mikrogeografische Daten zu Kaufkraft, Bebauung oder Lebensstil; eingesetzt wird Mikromarketing vor allem im Direktmarketing, etwa für Mailings und Haushaltswerbung. Mehr dazu
Modellierte Daten
Marktdaten, die nicht unmittelbar erhoben, sondern über bekannte Zusammenhänge aus Werten gröberer Ebenen auf kleine Einheiten verteilt werden. Erst dadurch gibt es Kennzahlen für Straßenabschnitte oder Marktzellen; beschrieben wird jedoch die Einheit im Mittel, nicht ein einzelner Haushalt. Abzugrenzen von erhobenen, fortgeschriebenen und prognostizierten Werten. Mehr dazu

Begriffe mit N

Named User
Lizenzmodell, bei dem jede Lizenz an eine namentlich benannte Person gebunden ist. RegioGraph wird im Standard für einen Named User ausgeliefert; weitere Nutzer benötigen zusätzliche Lizenzen. Mehr dazu
Natürliche Brüche (Jenks)
Klassenbildung für Karten, die die Klassengrenzen in die größten Lücken einer Werteverteilung legt, sodass die Werte innerhalb einer Klasse möglichst ähnlich sind. Gut geeignet für ungleich verteilte Daten, wegen der datenabhängigen Grenzen aber schlecht über mehrere Jahre vergleichbar. Mehr dazu
Netzgebiet (Strom/Gas)
Gebiet, in dem ein bestimmter Netzbetreiber das Strom- oder Gasverteilnetz betreibt. Netzgebiete folgen nicht immer Postleitzahl- oder Gemeindegrenzen und werden in der Energiewirtschaft als eigene Gebietsebene für Vertrieb, Marktanalysen und Planung benötigt. Mehr dazu
Niederländische Postleitzahl (PC4 / PC6)
Postleitzahlen in den Niederlanden bestehen aus vier Ziffern und zwei Buchstaben, zum Beispiel 1234 AB. Der vollständige Code (PC6) umfasst oft nur wenige Straßenzüge; für Marktanalysen und Werbegebiete wird deshalb meist der vierstellige Zifferteil (PC4) verwendet. Mehr dazu
NUTS
Die „Nomenclature des unités territoriales statistiques“ ist die EU-weit einheitliche Gebietsgliederung für die Statistik. In Deutschland entsprechen NUTS 1 den Bundesländern, NUTS 2 den Regierungsbezirken bzw. statistischen Regionen und NUTS 3 den Kreisen und kreisfreien Städten. Mehr dazu

Begriffe mit O

Orienteering-Problem
Auswahlproblem der Tourenplanung: Nicht alle Kunden passen in die verfügbare Zeit, jeder hat aber einen Wert wie Umsatzchance oder Priorität. Gesucht sind Auswahl und Reihenfolge der Besuche mit dem größten Gesamtwert – etwa die Abwägung zwischen mehreren nahen kleinen und einem weit entfernten großen Kunden. Mehr dazu

Begriffe mit P

p-Center-Modell
Standortmodell, das p Standorte so wählt, dass die größte Entfernung zwischen einem Nachfragepunkt und seinem nächsten Standort möglichst klein wird. Es sichert den ungünstigsten Fall ab und passt deshalb zu Notdiensten und Servicezusagen. Mehr dazu
p-Median-Modell
Standortmodell, das p Standorte so wählt, dass die Summe aller gewichteten Wege von der Nachfrage zum jeweils nächsten Standort minimal wird. Es liefert die im Durchschnitt kürzesten Wege, etwa für Lager, Außendienst-Wohnorte oder Filialnetze. Mehr dazu
Penetrationsrate (Marktdurchdringung)
Anteil der möglichen Kunden, die bereits Kunde sind – etwa Kunden je 1.000 Haushalte oder, im B2B, belieferte Betriebe je 100 Betriebe der Zielbranche. Sie macht Gebiete unterschiedlicher Größe vergleichbar und ist die Grundlage vieler Potenzialkarten. Mehr dazu
Pkw-Dichte
Kennzahl, die den Pkw-Bestand ins Verhältnis zur Bevölkerung oder zu den Haushalten setzt, etwa Pkw je 1.000 Einwohner oder je Haushalt. Sie zeigt, wie stark ein Gebiet auf das Auto angewiesen ist, und hilft Autohäusern, Werkstätten und Anbietern von Ladeinfrastruktur bei Werbe- und Standortfragen. Mehr dazu
Planungshorizont
Zeitraum, für den eine Planung Entscheidungen trifft. In der Tourenplanung unterscheidet man die strategische Ebene (bis zu einem Jahr), die taktische (bis zu zwölf Wochen), die operative (die nächsten Tage) und die Ausführung (der laufende Tag). Mehr dazu
Point of Sale (POS)
Verkaufsstelle als Standortdatum und damit die Teilmenge der Points of Interest, an der tatsächlich verkauft wird – vom Supermarkt über die Apotheke bis zur Tankstelle. POS-Bestände enthalten neben der Lage oft Zusatzangaben wie Betriebsform, Verkaufsfläche oder Öffnungszeiten und dienen der Wettbewerbs- und Umfeldbewertung. Mehr dazu
Points of Interest (POI)
Punktdaten zu relevanten Orten wie Supermärkten, Tankstellen, Arztpraxen oder Filialen von Wettbewerbern. Sie werden vor allem für Wettbewerbs- und Standortanalysen genutzt. Mehr dazu
Postleitzahlenkarte (gedruckt)
Klassische Wandkarte mit den Postleitzahlen Deutschlands, auch als BACHER- bzw. KASTANEA-Postleitzahlenkarte bekannt: einstellige Postleitzonen flächig eingefärbt, zweistellige Postleitzahlen mit roten Grenzen, fünfstellige Postleitzahlen bei den Orten, dazu Straßen, Bahnlinien und Gewässer. Sie ist in mehreren Formaten bis 147 × 200 cm erhältlich und dient im Vertrieb oft als Planungskarte zum Anpinnen. Mehr dazu
Postleitzahlgebiet
Fläche, die einer fünfstelligen Postleitzahl zugeordnet ist; in Deutschland gelten die fünfstelligen Postleitzahlen seit 1993. PLZ-Gebiete sind die wichtigste Gebietsebene im Geomarketing, ändern sich aber jedes Jahr – aktuelle Karten sind daher wichtig. Mehr dazu
Potenzialdaten
Daten, die den möglichen Absatz oder Bedarf in einem Gebiet beschreiben, etwa Sortimentskaufkraft, die Zahl der Betriebe einer Zielbranche oder Wohngebäude eines bestimmten Baujahrs. Sie sind der Maßstab, an dem Umsätze und Gebietszuschnitte gemessen werden. Mehr dazu
Power BI Formkarte (Shape Map)
Karten-Visual in Microsoft Power BI, das Flächen wie Postleitzahlgebiete oder eigene Vertriebsgebiete nach einem Wert einfärbt. Eigene Karten müssen dafür im TopoJSON-Format vorliegen; verknüpft werden Karte und Daten über einen gemeinsamen Schlüssel wie die Postleitzahl. Mehr dazu

Begriffe mit Q

QGIS
Freies Open-Source-Geoinformationssystem unter der GNU GPL für Windows, macOS und Linux. Es liest Formate wie Shapefile, GeoJSON und GeoPackage und wird auch für Geomarketing-Analysen genutzt; Marktdaten und Assistenten für die Gebietsplanung bringt es allerdings nicht mit. Mehr dazu
Quantilklassifizierung
Klassenbildung für Karten, bei der jede Klasse gleich viele Gebiete enthält, bei fünf Klassen also je ein Fünftel. Die Karte wirkt ausgewogen, kleine Wertunterschiede können aber überbetont und gleiche Werte auf zwei Klassen verteilt werden. Mehr dazu
Quellmarkt (Tourismus)
Land, Region oder Postleitzahlgebiet, aus dem die Gäste eines Reiseziels oder Betriebs anreisen. Quellmärkte werden nach Gästezahl im Verhältnis zur Einwohnerzahl, Erreichbarkeit, Kaufkraft und Ferienzeiten bewertet – als Grundlage für Werbung und Kooperationen. Mehr dazu

Begriffe mit R

Radius-Targeting
Variante des Geotargetings, bei der Online-Werbung in einem Kreis um eine Adresse ausgespielt wird, etwa 10 Kilometer um eine Filiale. Der Radius ist schnell eingerichtet, misst aber Luftlinie – Fahrzeiten, Flüsse und Grenzen berücksichtigt erst eine Auswahl nach Fahrzeitzonen oder Postleitzahlen. Mehr dazu
Rahmentourenplan
Langfristiger Besuchsplan, der festlegt, welcher Kunde in welcher Woche und an welchem Tag besucht wird, zum Beispiel für ein ganzes Jahr. Er berücksichtigt Besuchsrhythmen, Besuchsdauern und Arbeitszeiten und ist die Basis der strategischen Tourenplanung. Mehr dazu
Rasterdaten
Daten, die auf ein regelmäßiges Gitter gleich großer Zellen bezogen sind, etwa 100 × 100 Meter oder 1 × 1 Kilometer. Rasterzellen ändern sich anders als Postleitzahlen nicht und eignen sich daher gut für Zeitvergleiche und kleinräumige Analysen. Mehr dazu
Regelzone
Gebiet, in dem ein Übertragungsnetzbetreiber dafür sorgt, dass Stromerzeugung und -verbrauch im Gleichgewicht bleiben. Deutschland ist in vier Regelzonen aufgeteilt, die jeweils einer der vier Übertragungsnetzbetreiber verantwortet. Mehr dazu
Regionalprinzip
Grundsatz, nach dem Sparkassen und viele Genossenschaftsbanken ihr Geschäft auf ein fest umrissenes Geschäftsgebiet konzentrieren, statt in den Gebieten anderer Institute ihrer Gruppe tätig zu werden. Für das Geomarketing heißt das: Wachstum entsteht vor allem durch eine bessere Ausschöpfung des eigenen Gebiets. Mehr dazu
Reihenfolgeoptimierung
Berechnung der günstigsten Besuchsreihenfolge innerhalb einer Tour, damit möglichst wenig Fahrzeit oder Strecke anfällt. Sie ist der letzte Schritt der Tourenplanung, nachdem die Kunden auf Wochen und Tage verteilt wurden. Mehr dazu
Responsequote (Rücklaufquote)
Anteil der Empfänger einer Werbemaßnahme, die reagieren – etwa mit einer Anfrage, einer Bestellung oder einem Besuch. Je Postleitzahl oder Verteilgebiet ausgewertet, zeigt sie, wo eine Kampagne gewirkt hat, und hilft, die Gebiete der nächsten Aktion auszuwählen. Mehr dazu
Reverse Geocoding
Umkehrung der Geokodierung: Zu einer Koordinate wird die nächstgelegene Adresse ermittelt, etwa zu GPS-Positionen von Fahrzeugen oder zu einem Punkt, der auf der Karte angeklickt wurde. Mehr dazu
Routenplanung
Berechnung des Weges von einem Start zu einem Ziel, gegebenenfalls über einige Zwischenstopps in optimierter Reihenfolge, mit Angaben zu Fahrzeit und Strecke. Anders als die Tourenplanung entscheidet sie nicht, welche Kunden an welchem Tag besucht werden. Mehr dazu
Rundreiseproblem (TSP)
Klassisches Optimierungsproblem, international Traveling Salesman Problem: Eine Person soll eine feste Liste von Orten auf der kürzesten Rundreise besuchen. Die Zahl möglicher Reihenfolgen wächst mit jedem Ort explosionsartig; im Alltag entspricht das TSP der Routenplanung für einen Tag. Mehr dazu

Begriffe mit S

Schlüsselkunde (Key Account)
Großer oder strategisch wichtiger Kunde, der von einem festen Ansprechpartner betreut wird, häufig unabhängig von der regionalen Gebietsstruktur. In der Gebietsplanung werden Schlüsselkunden vorab fest zugeordnet und von der Optimierung ausgenommen, damit wichtige Beziehungen erhalten bleiben. Mehr dazu
Scoring-Modell (Standort)
Bewertungsverfahren, das mehrere Kriterien wie Marktpotenzial, Erreichbarkeit, Wettbewerb und Zielgruppenanteil auf eine einheitliche Punkteskala bringt, gewichtet und zu einem Gesamtwert verdichtet. So lassen sich Gebiete oder Standortkandidaten nachvollziehbar in eine Rangfolge bringen. Mehr dazu
Shapefile
Weit verbreitetes Vektordatenformat von Esri, das aus mehreren zusammengehörigen Dateien besteht, unter anderem .shp, .shx, .dbf und .prj. Nahezu jedes GIS und viele BI-Systeme können Shapefiles lesen. Mehr dazu
Siedlungsblock
Kleinräumige Gebietseinheit, die meist einen von Straßen, Wegen, Bahnlinien oder Gewässern umschlossenen, bebauten Block umfasst. Marktdaten auf Siedlungsblock- oder Straßenabschnittsebene erlauben sehr genaue Zielgruppen- und Standortanalysen, etwa für Mailings in Städten. Mehr dazu
Sinus-Milieus
Vom SINUS-Institut entwickelte Zielgruppentypologie, die Menschen nach sozialer Lage und Grundorientierung zusammenfasst, etwa das Milieu der Postmateriellen. Über mikrogeografische Daten lassen sich Milieus Wohngebieten zuordnen – zum Beispiel für die Standortwahl eines Bioladens. Mehr dazu
Solarkataster
Öffentliches Kartenangebot vieler Länder und Kommunen, in dem Eigentümer die Photovoltaik-Eignung ihres Dachs prüfen können. Für Vertrieb und Planung wird die Eignung dagegen meist einheitlich über Gemeindegrenzen hinweg ermittelt und auf Gebietsebenen zusammengefasst. Mehr dazu
Solarpotenzial-Analyse (Dachflächenanalyse)
Auswertung von Satelliten- oder Luftbildern, die für viele Gebäude abschätzt, wie gut sich ihre Dachflächen für Photovoltaik eignen – nach Fläche, Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Für Vertrieb und Planung werden die Ergebnisse meist je Straßenabschnitt, Postleitzahl oder GEOmarket gebündelt. Mehr dazu
Sortimentskaufkraft
Anteil der Kaufkraft, der voraussichtlich für ein bestimmtes Sortiment ausgegeben wird, etwa für Lebensmittel, Bekleidung oder Baumarktartikel. Für Händler ist sie meist aussagekräftiger als die allgemeine Kaufkraft. Mehr dazu
Standortanalyse
Bewertung bestehender oder geplanter Standorte anhand von Einzugsgebiet, Potenzial, Erreichbarkeit und Wettbewerb. Sie hilft bei Expansion und Verlagerung und bei der Frage, warum ein Standort hinter den Erwartungen bleibt. Mehr dazu
Stecknadelkarte
Klassische Darstellung von Kunden oder Standorten als Punkte auf einer Karte – früher mit echten Nadeln auf der Wandkarte, heute digital mit Symbolen, Farben und Größen. Sie ist oft der erste Schritt in ein Geomarketing-Projekt. Mehr dazu
Straßenabschnitt
Teilstück einer Straße, meist zwischen zwei Kreuzungen, das als kleinste Einheit für mikrogeografische Daten dient. Daten auf Straßenabschnittsebene erlauben sehr genaue Standort- und Zielgruppenanalysen, etwa in RegioGraph Strategy. Mehr dazu
Strategische Tourenplanung
Langfristige Planung der Kundenbesuche über Wochen bis zu einem Jahr: Wer wird wie oft besucht, wie verteilen sich die Besuche auf Tage und Wochen, und wie ausgelastet ist jeder Mitarbeiter? Ergebnis ist ein Rahmentourenplan, wie ihn zum Beispiel das Add-on easymap Tourenplanung erstellt. Mehr dazu
Streuverlust
Anteil der Werbekontakte, der Menschen oder Unternehmen außerhalb der Zielgruppe erreicht – etwa Prospekte in Haushalten, die zu weit entfernt wohnen oder das Angebot nicht brauchen. Geomarketing senkt Streuverluste, indem nur in Gebieten mit passender Zielgruppe und Erreichbarkeit geworben wird. Mehr dazu

Begriffe mit T

Tarifzone (Logistik)
Gebiet, für das in Transport und Logistik derselbe Preis oder Tarif gilt, meist aus Postleitzahlen gebildet und nach Entfernung oder Fahrzeit ab Depot beziehungsweise zwischen Abgangs- und Empfangsregion abgestuft. Weil sich Postleitzahlen jährlich ändern, sollte jede Tariftabelle den Kartenstand nennen, auf dem sie beruht. Mehr dazu
Territory Management
Englischer Begriff für die Planung, Optimierung und laufende Steuerung von Vertriebsgebieten. Er umfasst Gebietszuschnitt, Potenzialbewertung, Zielvorgaben und die regelmäßige Überprüfung der Struktur. Mehr dazu
TopoJSON
Erweiterung des GeoJSON-Formats, die gemeinsame Grenzen benachbarter Flächen nur einmal speichert und Dateien dadurch deutlich verkleinert. Power BI benötigt TopoJSON für eigene Karten in der Formkarte; Shapefiles oder GeoJSON lassen sich zum Beispiel mit dem Werkzeug Mapshaper umwandeln. Mehr dazu
Tourenplanung
Planung, welche Kunden ein Außendienst- oder Servicemitarbeiter wann und in welcher Reihenfolge besucht. Man unterscheidet strategische, taktische und operative Tourenplanung. Mehr dazu

Begriffe mit U

Übernachtungstour
Mehrtägige Außendiensttour mit Übernachtung unterwegs statt täglicher Rückfahrt zum Wohnort. In großen Flächengebieten sparen Übernachtungstouren Fahrtzeit und machen die Auslastungsberechnung einer Rahmentourenplanung realistischer. Mehr dazu
Umsatzkennziffer
Anteil eines Gebiets am Einzelhandelsumsatz des ganzen Landes, meist in Promille angegeben. Im Verhältnis zum Anteil an der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft ergibt sie die Zentralität und zeigt, welche Orte Kaufkraft aus dem Umland anziehen. Mehr dazu

Begriffe mit V

Vehicle Routing Problem (VRP)
Tourenplanungsproblem mit mehreren Fahrzeugen oder Mitarbeitern: Aufträge werden auf Touren verteilt und je Tour in eine Reihenfolge gebracht. Varianten berücksichtigen Kapazitäten, Zeitfenster, mehrere Depots oder wiederkehrende Besuchsrhythmen (periodisches VRP). Mehr dazu
Vektorkacheln
Kartenkacheln, die Geometrien und Beschriftungen übertragen statt eines fertigen Bildes. Farben, Beschriftungen und ganze Ebenen lassen sich dadurch im Programm anpassen, etwa um Straßen zurückzunehmen und die eigenen Daten hervorzuheben. Das Gegenstück sind Rasterkacheln, die als unveränderliches Bild ankommen. Mehr dazu
Verbandsgemeinde
Zusammenschluss mehrerer Ortsgemeinden zu einer gemeinsamen Verwaltungseinheit, in Deutschland vor allem in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt; andere Länder kennen vergleichbare Formen wie Ämter, Samtgemeinden oder Verwaltungsgemeinschaften. Für Vertrieb und Verwaltung ist sie oft die sinnvollere Planungsebene als die einzelne Ortsgemeinde. Mehr dazu
Vertriebsgebietskarte
Karte, auf der die Vertriebsgebiete eines Unternehmens als farbige Flächen dargestellt sind, meist auf Basis von Postleitzahlen oder Gemeinden, mit Gebietsnamen und Zuständigkeiten. Sie lässt sich aus einer einfachen Zuordnungsliste erstellen – als Grafik, als Datei für BI und CRM oder gedruckt. Mehr dazu
Vorlauf, Hauptlauf, Nachlauf
Die drei Abschnitte eines Sendungsflusses im Netzverkehr: Im Vorlauf werden Sendungen beim Versender abgeholt und zum Depot gebracht, im Hauptlauf zwischen Depots oder Hubs transportiert und im Nachlauf beim Empfänger zugestellt. Geomarketing hilft, die Gebiete für Vor- und Nachlauf zu schneiden und die Hauptläufe als Warenströme darzustellen. Mehr dazu

Begriffe mit W

Wahlkreis (Bundestagswahlkreis)
Gebiet, in dem bei der Bundestagswahl mit der Erststimme über die Wahlkreiskandidaten abgestimmt wird; Deutschland ist in 299 Wahlkreise eingeteilt. Wahlkreiskarten nutzen etwa Parteien, Verbände und Medien, um Ergebnisse, Mitglieder oder Veranstaltungen regional darzustellen. Mehr dazu
Warehouse-Location-Problem (Gesamtkostenmodell)
Standortmodell für Lager und Depots, das Fixkosten der Standorte und Transportkosten gemeinsam minimiert. Varianten unterscheiden sich darin, ob Lager Kapazitätsgrenzen haben und ob mehrere Stufen wie Zentral- und Regionallager betrachtet werden; auch als Facility-Location-Problem bezeichnet. Mehr dazu
Warenstrom
Darstellung von Bewegungen zwischen Orten, etwa Lieferungen vom Lager zum Kunden, als Linien oder Pfeile, deren Stärke die Menge zeigt. Warenstromanalysen helfen bei der Bewertung von Lager- und Depotstandorten. Mehr dazu
Weiße Flecken (White Spots)
Regionen mit Marktpotenzial, in denen ein Unternehmen keine oder kaum Kunden hat – im Standortvergleich auch Gebiete, in denen weder eigene Filialen noch Marktbegleiter vertreten sind. Sie auf der Karte sichtbar zu machen, ist oft der schnellste Nutzen einer Geomarketing-Analyse. Mehr dazu
Wohnumfeldtypologie
Einteilung kleinräumiger Wohngebiete in Typen mit ähnlichem Charakter, etwa nach Bebauung, Haushaltsstruktur, Kaufkraft und Lebensstil – vom innerstädtischen Altbauquartier bis zur ländlichen Einfamilienhaussiedlung. Solche Typologien helfen, Zielgruppen ohne personenbezogene Daten zu lokalisieren; Milieumodelle wie die Sinus-Milieus sind eine verwandte Form. Mehr dazu

Begriffe mit Z

Zeitfenster
Zeitraum, in dem ein Auftrag beginnen darf, zum Beispiel eine Anlieferung zwischen 7 und 9 Uhr oder ein Besuch nur vormittags. Harte Zeitfenster sind zwingend einzuhalten, weiche dürfen gegen einen Malus überschritten werden. Mehr dazu
Zentralität
Kennzahl für die Anziehungskraft eines Einzelhandelsstandorts: Einzelhandelsumsatz geteilt durch die einzelhandelsrelevante Kaufkraft der Einwohner, multipliziert mit 100. Werte über 100 zeigen, dass Kaufkraft aus dem Umland zufließt. Mehr dazu
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