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p17 GmbHGeschäftsbereich Geomarketing

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Markt- und Potenzialdaten

Marktdaten und Potenzialdaten: vom Kreis bis zum Gebäude

Ihre eigenen Daten zeigen, wo Sie heute verkaufen. Marktdaten zeigen, wo Sie verkaufen könnten. Wir helfen Ihnen, aus dem unübersichtlichen Angebot genau die Potenzialdaten auszuwählen, die Ihre Frage beantworten – herstellerneutral und auf der passenden räumlichen Ebene.

80+
produkt- und branchenspezifische Kaufkraftkennziffern am Markt
20 Mio.+
Gebäude in Deutschland, erfasst mit mehreren hundert Merkmalen
157.000
GEOmarkets – kleinräumige Marktzellen innerhalb von PLZ und Gemeinden
1
Ansprechpartner für Daten aus verschiedenen Quellen
Beispiel: Heatmap der Kundendichte

Was Sie bei uns bekommen

Wir verkaufen keine eigenen Marktdaten, sondern kennen den Datenmarkt – und sorgen dafür, dass die Daten zu Ihrer Frage, Ihrer Karte und Ihrer Software passen.

Herstellerneutrale Auswahl

Wir vergleichen Datensätze verschiedener Anbieter und empfehlen den, der Ihre Frage beantwortet – unabhängig davon, von welchem Hersteller Ihre Software stammt.

Jede räumliche Ebene

Vom Bundesland über Kreise, Gemeinden und Postleitzahlen bis zu GEOmarkets, Straßenabschnitten, Rastern und einzelnen Gebäuden.

Passend zur Karte

Datenstand und Kartenstand werden abgestimmt, damit jeder Wert eine Fläche findet – in easymap, RegioGraph, GIS oder BI.

Quellen kombinierbar

Kaufkraft vom einen, Gebäudedaten vom zweiten, Gewerbepotenziale vom dritten Anbieter – sauber über denselben Gebietsschlüssel verknüpft.

Lizenz vorab geklärt

Interne Analyse, Veröffentlichung oder Weitergabe, ein Nutzer oder das ganze Unternehmen: Der Lizenzumfang steht vor dem Kauf fest.

Deutschland, Europa, Welt

Schwerpunkt Deutschland, Österreich und Schweiz, dazu internationale Marktdaten für Expansion und länderübergreifende Vertriebsplanung.

Marktdaten beantworten die Frage, die Ihre eigenen Kundendaten nicht beantworten können: Wie groß ist der Markt dort, wo Sie heute noch wenig oder gar nicht verkaufen? Erst mit Markt- und Potenzialdaten wird aus einer Karte mit Kundenpunkten eine Analyse, die Chancen, weiße Flecken und ungleich verteilte Gebiete sichtbar macht.

Ob „Wo sind meine Potenziale?“, „Wo sitzt meine Zielgruppe?“ oder „Wo lohnt sich ein Standort?“ – für fast jede geografische Fragestellung gibt es passende Daten. Unsere Aufgabe ist es, sie zu finden, zu prüfen und so aufzubereiten, dass sie zu Ihrer Karte und Ihrer Software passen.

Marktdaten im Geomarketing: vom Ist zum Potenzial

Ihr CRM kennt Umsätze, Kunden und Besuche – also das Ist. Marktdaten liefern das Potenzial: wie viele Menschen, Haushalte oder Unternehmen in einem Gebiet leben bzw. arbeiten, wie viel Geld dort zur Verfügung steht und wie die Zielgruppe verteilt ist. Setzt man beides ins Verhältnis, entsteht die wichtigste Kennzahl im Geomarketing: die Ausschöpfung. Ein Gebiet mit hohem Umsatz kann trotzdem schwach ausgeschöpft sein, wenn das Potenzial noch viel größer ist – und umgekehrt. Formeln und Rechenbeispiele dazu finden Sie bei den Kennzahlen und Analysemethoden.

In Geomarketing-Software wie RegioGraph oder easymap werden Marktdaten über einen Gebietsschlüssel mit der Karte verknüpft, etwa über die Postleitzahl oder den Gemeindeschlüssel. Genauso lassen sie sich in GIS- und BI-Systeme wie Power BI einlesen.

Standard-Kaufkraft in RegioGraph – und was darüber hinaus möglich ist

Viele Unternehmen haben bereits Marktdaten im Haus. RegioGraph wird im Standard mit der GfK Kaufkraft (heute herausgegeben von NIQ) inklusive Einwohner und Haushalte für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgeliefert. Damit lassen sich Marktgrößen vergleichen, Vertriebsgebiete nach Kaufkraftvolumen ausgleichen und Kunden je 1.000 Haushalte berechnen – für viele Fragen genügt das. easymap enthält im Standard keine zusätzlichen Marktdaten; easymap professional bietet dafür Zugriff auf Markt- und Geodaten als Cloud-Service.

Die allgemeine Kaufkraft beschreibt allerdings nur, wie viel Geld die Menschen einer Region insgesamt zur Verfügung haben. Sie sagt nichts darüber, wie viel davon in Ihre Warengruppe fließt, wie alt die Menschen sind, in welchen Gebäuden sie wohnen, womit sie heizen, welche Autos vor der Tür stehen oder wie viele Unternehmen Ihrer Zielbranche in der Nähe sitzen. Genau hier beginnen die Daten „darüber hinaus“: Sortimentskaufkraft, Zielgruppen- und Lebensstiltypologien, Gebäude-, Energie- und Kfz-Daten, Gewerbepotenziale oder Frequenzdaten. Wir liefern sie ergänzend – abgestimmt auf das, was Ihre Lizenz bereits enthält.

Markt- und Potenzialdaten im Überblick: die wichtigsten Datenarten

Der Datenmarkt ist breiter, als viele denken. Die Übersicht ordnet die wichtigsten Datenarten in vier Gruppen. Nicht jede gibt es für jede räumliche Ebene und jedes Land; das prüfen wir im Einzelfall.

Menschen, Haushalte und Zielgruppen

Einwohner- und Haushaltszahlen sind die Basis fast jeder Analyse und die Bezugsgröße für Kennzahlen wie Kunden je 1.000 Einwohner. Strukturmerkmale zeigen, wer in einem Gebiet lebt – für Seniorendienstleistungen, Kinderprodukte oder Bildungsangebote oft wichtiger als die reine Menge.

Datenart typische Merkmale Einsatz
Soziodemografie und Bevölkerung Einwohner, Altersgruppen, Geschlecht, Nationalität Marktgröße, Zielgruppen nach Lebensphase
Haushalte Anzahl, Haushaltsgröße, Haushaltstypen, Einkommensklassen Produkte, die je Haushalt gekauft werden: Küchen, Energie, Versicherungen
Zielgruppen- und Lebensstiltypologien Milieus (z. B. Sinus-Milieus), Lebensstile, Wertorientierungen Standortwahl, Werbemittel, Mediaplanung
Gemeindetypologien Stadt-Land-Typ, Siedlungsstruktur, zentralörtliche Funktion vergleichbare Regionen finden, Benchmarks

Kaufkraft, Konsum und Finanzen

Die Kaufkraft zeigt das verfügbare Einkommen je Region, meist als Index mit dem nationalen Durchschnitt 100. Am Markt gibt es darüber hinaus über 80 produkt- und branchenspezifische Kaufkraftkennziffern – von Möbeln und Bekleidung über Unterhaltungselektronik bis zu Bank- und Versicherungsprodukten. Die Einzelhandelszentralität setzt den Einzelhandelsumsatz eines Ortes ins Verhältnis zu seiner einzelhandelsrelevanten Kaufkraft: Werte über 100 bedeuten, dass Kaufkraft aus dem Umland zufließt; Werte unter 100, dass die Bevölkerung ihr Geld eher anderswo ausgibt.

Datenart typische Merkmale Einsatz
Kaufkraft allgemein Kaufkraftindex, absolute Kaufkraft je Einwohner und Haushalt Gebietsplanung, Marktgröße, Expansion
Sortiments- und Branchenkaufkraft Ausgabepotenzial je Warengruppe oder Branche Filialplanung, Sortiment, Händlernetz
Einzelhandel und Zentralität Einzelhandelsumsatz, einzelhandelsrelevante Kaufkraft, Zentralität Handelsstandorte, Expansion, Wettbewerb
Konsum Ausgaben und Konsumneigungen nach Produktbereichen Sortiment, Werbung, Mediaplanung
Bankprodukte Potenziale für Sparen, Kredite, Wertpapiere, Baufinanzierung Geschäftsstellennetz, Vertriebsziele
Versicherungen Potenziale nach Versicherungssparten Agenturgebiete, Vertriebssteuerung

Gebäude, Wohnen, Energie und Mobilität

Gebäudedatenbanken erfassen in Deutschland über 20 Millionen Gebäude mit mehreren hundert Merkmalen. Für Energieversorger, Handwerk, Solarbranche, Telekommunikation und Autohäuser sind diese Daten oft wertvoller als jede Kaufkraftkennziffer.

Datenart typische Merkmale Einsatz
Bauen und Wohnen Wohnfläche, Eigentümerquote, Wohnungsbestand, Bautätigkeit Baustoffhandel, Handwerk, Immobilien
Gebäudedaten Gebäudeart, Baujahr, Zahl der Wohneinheiten, gewerbliche Nutzung Direktmarketing, Sanierungspotenziale, Netzausbau
Energie Heizungsart, Energieträger, Photovoltaik-Eignung und -Bestand Energieversorger, SHK-Betriebe, Solaranbieter
Kfz-Daten Pkw-Bestand nach Marke, Segment, Alter und Antriebsart Autohäuser, Werkstätten, Ladeinfrastruktur
Telekommunikation Breitband- und Mobilfunkversorgung, Glasfaserausbau Vermarktung von Anschlüssen, Ausbauplanung
Mobilität, Frequenz und Bewegung Passantenfrequenzen, Verkehrsaufkommen, Herkunft von Besuchern Standortbewertung, Außenwerbung, Innenstädte

Wie viele Menschen kommen tatsächlich an einem Standort vorbei, und woher stammen die Besucher einer Innenstadt? Bewegungsdaten liefern darauf Antworten auf Basis anonymisierter, aggregierter Kennzahlen. p17 erhebt keine eigenen Bewegungsdaten, ordnet aber ein, wann sie passen – und wann andere Daten schneller oder belastbarer sind.

Standorte, Wirtschaft und internationale Märkte

Datenart typische Merkmale Einsatz
Points of Interest und Point of Sale Standorte von Handel, Gastronomie, Tankstellen, Ärzten, Wettbewerbern Wettbewerbsanalyse, Standortumfeld
Standortdaten Einzelhandel und Shopping-Center Filialnetze von Handelsketten, Center mit Verkaufsfläche und Mietern Expansion, Immobilienbewertung
Gesundheit und Pharma Ärzte nach Fachrichtung, Apotheken, Kliniken, Pflegeeinrichtungen Pharma- und Medizintechnik-Außendienst, Versorgungsanalysen
Arbeitsmarkt und Wirtschaft Beschäftigte, Pendler, Arbeitslosigkeit, Branchenstruktur Standortwahl, Personalplanung, B2B-Potenziale
Firmen- und Gewerbedaten Betriebe nach Branche, Mitarbeiterzahl und Umsatz B2B-Gebietsplanung, Akquise
Internationale Marktdaten Einwohner, Haushalte, Kaufkraft je Region in Europa und weltweit Expansion, länderübergreifende Vertriebsplanung

Für den B2B-Vertrieb zählt nicht die Zahl der Einwohner, sondern die der passenden Unternehmen. Gewerbepotenziale liefern diese Zahlen aggregiert je Gebiet, Firmenadressen liefern die einzelnen Unternehmen für Akquise und Außendienst. Pharma-Außendienste planen zusätzlich häufig in den regionalen Gliederungen der Marktforschung – die passenden Karten finden Sie bei den Spezialkarten.

Räumliche Ebenen: mikrogeografische Daten vom Kreis bis zum Gebäude

Marktdaten gibt es auf sehr unterschiedlichen räumlichen Ebenen. Je feiner die Ebene, desto genauer lässt sich eine Zielgruppe lokalisieren – und desto mehr Datensätze, Kosten und Pflegeaufwand entstehen. Mikrogeografische Daten beschreiben Gebiete unterhalb der Postleitzahl: Bebauung, Wohnsituation, Kaufkraft, Lebensstile oder Milieus je GEOmarket, Straßenabschnitt oder Gebäude.

Räumliche Ebene Größenordnung in Deutschland typischer Einsatz
Kreise und kreisfreie Städte ca. 400 Berichte, Händlernetze, grobe Gebietsstrukturen
Gemeinden ca. 11.000 Verknüpfung mit amtlicher Statistik, Expansion
Postleitzahlen, 5-stellig ca. 8.200 Vertriebsgebiete, Kundenzuordnung, Direktmarketing
Ortsteile ca. 67.000 Stadtteilanalysen, lokale Werbung
GEOmarkets rund 157.000, im Schnitt etwa 260 Haushalte kleinräumige Marktzellen innerhalb von PLZ und Gemeinden
Siedlungsblöcke und Straßenabschnitte je nach Anbieter mehrere Millionen Einzugsgebiete, Haushaltswerbung, Standortanalyse
Gebäude und Adresse über 20 Mio. Gebäude Gebäude- und Energiepotenziale, Netzausbau
Raster z. B. 1 km² oder 100 × 100 m Vergleiche über Jahre, unabhängig von Gebietsreformen

Wie groß der Unterschied ist, zeigt München: Die Stadt ist eine Gemeinde mit 75 Postleitzahlen – und 3.259 GEOmarkets. Wer dort eine Filiale plant, sieht auf PLZ-Ebene nur grobe Durchschnittswerte, auf GEOmarket-Ebene dagegen die Unterschiede zwischen einzelnen Quartieren. Einen Kartenvergleich von Postleitzahl und GEOmarkets am Beispiel des Kaufkraftindex im Kölner Westen finden Sie bei den digitalen Landkarten, dort auch die feinen Gebietsebenen als Geometrie.

Derselbe Kartenausschnitt als Kreis, Postleitzahlgebiete, GEOmarket-Zellen und Gebäude
Abbildung: Derselbe Ausschnitt auf vier räumlichen Ebenen – ein Kreis, sechs Postleitzahlgebiete, 34 GEOmarket-Zellen und einzelne Gebäude (schematisch, Größenordnungen gerundet).

RegioGraph Strategy lässt sich zum Beispiel optional mit Endverbraucherpotenzialen (Einwohner, Haushalte, Kaufkraft) oder mit Gewerbepotenzialen (Standort, Branche, Mitarbeiter, Umsatz) auf Straßenabschnittsebene für Deutschland kombinieren. Seriöse mikrogeografische Daten fassen dabei stets mehrere Haushalte zusammen – es sind statistische Werte für ein kleines Gebiet, keine personenbezogenen Daten.

Welche Marktdaten passen zu welcher Frage?

Fragestellung Passende Daten Typische Gebietsebene
Wie groß ist mein Markt in jedem Vertriebsgebiet? Einwohner, Haushalte, Kaufkraft PLZ 5-stellig, Gemeinde
Wie viel wird für meine Warengruppe ausgegeben? Sortimentskaufkraft PLZ, Gemeinde, Kreis
Wo kaufen die Menschen tatsächlich ein? Einzelhandelszentralität Gemeinde
Wie viele potenzielle Geschäftskunden gibt es? Gewerbepotenziale, Firmenadressen PLZ, Gemeinde, Straßenabschnitt
Wer wohnt im Einzugsgebiet meines Standorts? Altersstruktur, Milieus, Mikrodaten GEOmarket, Straßenabschnitt, Raster
Wo lohnt sich eine Energie- oder Sanierungskampagne? Gebäude-, Energie- und Kfz-Daten Straßenabschnitt, Gebäude
Wie viel Potenzial hat jedes Pharma-Außendienstgebiet? Gesundheitsdaten, Bevölkerung nach Alter Marktforschungsgliederung, PLZ
Wie viele Menschen passieren meinen Standort? Bewegungsdaten Standort, Raster

Marktdaten in der Praxis: typische Einsätze nach Branche

Welche Daten zählen, hängt stark von der Branche ab. Einige typische Muster:

  • Handel und Filialisten: Sortimentskaufkraft, Zentralität, Points of Sale der Wettbewerber und Frequenzdaten bilden die Grundlage für Standortentscheidungen und die Bewertung des Filialnetzes – ausführlich bei der Standortanalyse.
  • Energieversorger und Stadtwerke: Haushalte, Gebäudealter, Heizungsart und der Bestand an Elektrofahrzeugen zeigen, wo Wärmepumpen, Photovoltaik oder Wallboxen gefragt sein dürften; welche Dächer sich konkret für Photovoltaik eignen, zeigt eine Solarpotenzial-Analyse. Die Spezialkarten der Netzbetreiber und Grundversorger ergänzen, in welchem Netz- und Grundversorgungsgebiet eine Adresse liegt.
  • Banken, Sparkassen und Versicherungen: Potenziale für Bank- und Versicherungsprodukte, Einkommen, Altersstruktur und Milieus helfen, Geschäftsstellen und Agenturen zu bewerten und Vertriebsziele fair zu verteilen.
  • Pharma und Medizintechnik: Ärzte nach Fachrichtung, Apotheken, Kliniken und die Altersstruktur der Bevölkerung beschreiben das Potenzial je Gebiet. Außendienstgebiete werden oft an den Gliederungen der Marktforschung ausgerichtet, zum Beispiel an der IMS Xponent Karte.
  • Automobil und Mobilität: Der Kfz-Bestand nach Marke, Alter und Antrieb zeigt Autohäusern und Werkstätten, wo ihre Kunden von morgen fahren; Anbieter von Ladeinfrastruktur kombinieren ihn mit Frequenzdaten.
  • Telekommunikation: Gebäudedaten und Versorgungsinformationen zeigen, wo sich Glasfaser- oder Mobilfunkangebote vermarkten lassen.
  • B2B-Vertrieb: Gewerbepotenziale je Postleitzahl dienen der fairen Gebietsplanung, Firmenadressen der konkreten Akquise.

Woher Marktdaten stammen: amtliche Quellen, Anbieter und eigene Erhebung

Hinter jeder Kennziffer steht eine Quelle – und sie bestimmt, wie fein, wie aktuell und wie frei verwendbar ein Wert ist. Drei Wege führen zu Marktdaten, und in größeren Projekten kommen meist alle drei vor.

Amtliche und offen zugängliche Daten. Statistische Ämter, Kommunen, Kammern, Fachbehörden und Register veröffentlichen eine Fülle von Zahlen, vieles davon kostenfrei. Für Bevölkerungsstände, Beschäftigtenzahlen oder eine erste Einordnung reicht das oft aus. Grenzen zeigen sich, sobald es kleinräumig oder kommerziell wird:

  • Die feinste veröffentlichte Ebene endet häufig bei der Gemeinde; was darunter liegt, gliedert jede Stadt nach eigenem Zuschnitt, sodass sich Werte mehrerer Kommunen nicht ohne Weiteres nebeneinanderstellen lassen.
  • Zwischen Erhebung und Veröffentlichung liegt ein spürbarer Zeitverzug, und nicht jedes Merkmal wird für jedes Jahr fortgeführt.
  • Kleine Fallzahlen werden zum Schutz der Betroffenen unterdrückt oder gerundet – die Summe mehrerer kleiner Einheiten ergibt dann nicht exakt den Wert der übergeordneten Ebene.
  • Nicht jede kostenfreie Veröffentlichung darf in einer Auswertung für Kunden, in einer Vertriebskarte oder in einem Angebot weiterverwendet werden. Die Nutzungsbedingungen gehören deshalb vor die Auswertung, nicht danach.

Daten kommerzieller Anbieter. Spezialisierte Häuser setzen auf amtlichen Grundlagen auf, ergänzen eigene Erhebungen, Befragungen und Panels und rechnen die Werte auf feine Ebenen herunter – bis auf Marktzellen, Straßenabschnitte oder Gebäude. Ihr eigentlicher Mehrwert liegt weniger im einzelnen Wert als in der Durchgängigkeit: bundesweit gleiche Definitionen, jährlich derselbe Gebietsschnitt, Zeitreihen ohne Brüche, produktbezogene Ausgabepotenziale und eindeutig geregelte Nutzungsrechte. Bezahlt wird der Aufwand für Pflege, Berechnung und Lizenz.

Eigene Erhebung. Manches steht in keiner Datenbank, lässt sich aber mit wenig Aufwand selbst feststellen: die Herkunft der Kundschaft über eine Abfrage an der Kasse, die Standorte der Marktbegleiter über eine strukturierte Recherche, Öffnungszeiten und Umfeld über eine Begehung. Solche Daten sind exakt auf Ihre Frage zugeschnitten und gehören Ihnen – dafür müssen Sie sie selbst aktuell halten.

Erhoben, fortgeschrieben oder modelliert?

Auch innerhalb eines Datensatzes entstehen die Werte unterschiedlich. Wer weiß, wie ein Wert zustande kommt, liest ihn richtiger.

Entstehung Was dahintersteckt Worauf Sie achten sollten
Erhoben Vollerhebung, amtliche Register oder Befragung einer Stichprobe Stichtag und Umfang der Erhebung; bei Befragungen die Zahl der Auskünfte je Gebiet
Fortgeschrieben Ein erhobener Ausgangsbestand wird mit Zu- und Abgängen weitergerechnet Je weiter das Basisjahr zurückliegt, desto stärker wirken sich Annahmen aus
Modelliert Bekannte Zusammenhänge werden genutzt, um Werte einer gröberen Ebene auf feine Einheiten zu verteilen Der Wert beschreibt die kleine Einheit im Mittel, nicht jeden einzelnen Haushalt darin
Prognostiziert Entwicklung wird in die Zukunft gerechnet, etwa für das laufende Jahr Annahmen und Szenario erfragen; Prognosen nicht mit Ist-Werten in einer Zeitreihe mischen

Woran erkennt man gute Marktdaten? Auswahlkriterien für Potenzialdaten

Bevor Sie Marktdaten kaufen, lohnt ein kurzer Check anhand dieser Kriterien:

  • Räumliche Ebene: so fein wie nötig, so grob wie möglich. Die Daten müssen zu Ihrer Karte passen – auch im Gebietsstand. Mehr dazu bei den digitalen Landkarten.
  • Aktualität und Aktualisierungsrhythmus: Welcher Datenstand wird geliefert, und wann erscheint der nächste? Einwohner- und Kaufkraftdaten werden meist jährlich aktualisiert, Firmendaten laufend gepflegt. Handelt es sich um amtliche Ist-Werte mit Zeitverzug, um Fortschreibungen oder um Prognosen?
  • Methodik und Quellen: Seriöse Anbieter legen offen, aus welchen Quellen und mit welchem Verfahren die Werte entstehen. Unterschiedliche Anbieter kommen für dieselbe Kennzahl zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wer Werte über Jahre vergleichen will, sollte beim selben Anbieter und derselben Methodik bleiben.
  • Plausibilität: Gute Daten sind in sich stimmig: Anteile ergeben zusammen 100 %, die Summe der Postleitzahlen passt zum Wert des Kreises, und Sprünge zum Vorjahr lassen sich erklären. Ein Blick auf Regionen, die Sie gut kennen – etwa den eigenen Firmensitz –, ist ein schneller Test.
  • Lizenz: Interne Nutzung oder Veröffentlichung, ein Nutzer oder das ganze Unternehmen, Kauf oder Jahreslizenz – das beeinflusst Umfang und Preis erheblich.
  • Abdeckung: Liegen die Daten vollständig für alle Regionen und Länder vor, die Sie auswerten? Gerade bei feinen Ebenen und im Ausland gibt es Lücken, manchmal werden Werte sehr kleiner Gebiete aus Datenschutzgründen unterdrückt, und Merkmale sind nicht in jedem Land gleich definiert.
  • Datenschutz: Marktdaten sind aggregierte Werte für ein Gebiet. Weil auch mikrogeografische Daten stets mehrere Haushalte zusammenfassen, sind sie in der Regel keine personenbezogenen Daten im Sinne der DSGVO. Lassen Sie sich die Mindestgröße der Zusammenfassung nennen.
  • Kombinierbarkeit: Lassen sich die Daten über einen gemeinsamen Schlüssel mit Ihrer Karte, Ihren Kundendaten und weiteren Datensätzen verknüpfen? Excel oder CSV mit Postleitzahl, Gemeindeschlüssel oder Zellcode sind der Standard. Wichtig ist, dass Ihre Software den Schlüssel kennt.
  • Umfang: Nur die Merkmale, Regionen und Gebietsebenen, die tatsächlich in Ihre Analyse eingehen. Datenballast kostet Geld und macht Projekte unübersichtlich.

Kleinräumige Daten und Datenschutz: Aggregation statt Einzelangabe

Je feiner die Gebietsebene, desto häufiger kommt die Frage nach dem Personenbezug auf. Die Antwort liegt im Prinzip der Zusammenfassung: Mikrodaten beschreiben nie einen Haushalt, sondern immer eine Gruppe von Haushalten. Fünf Punkte helfen, das im Projekt sauber zu halten.

  • Mindestgröße erfragen. Seriöse Anbieter weisen einen Wert erst aus, wenn eine festgelegte Mindestzahl von Haushalten in der Einheit liegt. Kleinere Einheiten werden mit Nachbarn zusammengefasst oder bleiben leer. Lassen Sie sich diese Regel vor dem Kauf nennen – sie ist zugleich ein Qualitätsmerkmal.
  • Gebietswert ist kein Personenmerkmal. Ein Straßenabschnitt mit hohem Anteil älterer Menschen sagt nichts darüber, wer hinter einer bestimmten Haustür wohnt. Formulieren Sie Ergebnisse entsprechend: „In diesem Abschnitt ist die Zielgruppe überdurchschnittlich vertreten“ statt „Dieser Haushalt gehört zur Zielgruppe“.
  • Beim Anreichern entsteht ein neuer Zusammenhang. Spielen Sie Gebietswerte an Ihre eigenen Kundendatensätze an, wird das Ergebnis Teil eines personenbezogenen Datenbestands – nicht, weil der Gebietswert selbst personenbezogen wäre, sondern weil er nun einer bestimmten Person zugeordnet ist. Solche Anreicherungen gehören ins Verarbeitungsverzeichnis und vorab auf den Tisch Ihrer Datenschutzbeauftragten.
  • Oft genügt die Gegenrichtung. Für Gebietsbewertungen brauchen Sie gar keine Einzeldatensätze: Zählen Sie Ihre Kunden je Postleitzahl oder je Zelle und arbeiten Sie ab dort nur noch mit Summen. Das vermeidet die Frage, statt sie zu lösen.
  • Schutz kostet Genauigkeit. Unterdrückte kleine Fallzahlen, gerundete Werte und Mindestgrößen führen dazu, dass sich Teilwerte nicht exakt zum Gesamtwert addieren. Das ist kein Datenfehler, sondern gewollt – und ein Grund mehr, kleine Einheiten für Bewertungen zusammenzufassen.

Wie Datenschutz im Geomarketing insgesamt einzuordnen ist, fasst der Grundlagenartikel Was ist Geomarketing? zusammen; für die Verarbeitung eigener Adressen gilt das unter Geokodierung Beschriebene. Das ersetzt keine Rechtsberatung.

Sind Marktdaten verschiedener Länder vergleichbar?

Nur bedingt – und genau hier entstehen bei länderübergreifenden Analysen die meisten Fehler. Drei Punkte sind entscheidend:

  • Nationale Indizes: Kaufkraftindizes beziehen sich auf den jeweiligen Landesdurchschnitt, der gleich 100 gesetzt wird. Ein Index von 110 in Österreich und ein Index von 110 in Deutschland beschreiben deshalb unterschiedliche Beträge. Für Ländervergleiche zählen absolute Werte wie die Kaufkraft in Euro je Einwohner – und selbst dann unterscheiden sich die Preisniveaus.
  • Harmonisierte europäische Daten: Einige Anbieter berechnen Kaufkraft, Einwohner und Haushalte für viele europäische Länder nach einheitlicher Methodik und Definition. Solche Datensätze sind die erste Wahl, wenn mehrere Länder in einer Analyse verglichen werden. Nationale Datensätze sind oft feiner, aber untereinander nicht ohne Weiteres kombinierbar, weil Altersklassen, Haushaltsdefinitionen oder Stichtage abweichen.
  • NUTS als gemeinsame Ebene: Die europäische NUTS-Gliederung bietet vergleichbare Regionen über Ländergrenzen hinweg – ideal für den ersten Überblick. Für Vertriebsgebiete und Standorte geht es danach auf nationale Ebenen wie Postleitzahlen oder Gemeinden, deren Systeme sich von Land zu Land unterscheiden.

Wie sich Zielmärkte in den Nachbarländern Schritt für Schritt vergleichen lassen, zeigen wir bei der Expansion ins Ausland; Hinweise zur Kaufkraft im Ländervergleich finden Sie unter Kaufkraft.

Potenzialdaten richtig lesen: drei typische Denkfehler

Gute Daten schützen nicht vor falschen Schlüssen. Diese drei Fehler begegnen uns in Projekten immer wieder:

  1. Absolute Werte auf der Flächenkarte: Wer Einwohnerzahlen je Landkreis einfärbt, sieht vor allem große Kreise leuchten. Aussagekräftiger sind Verhältniszahlen – Einwohner je Quadratkilometer, Kunden je 1.000 Einwohner, Umsatz je Kaufkraftvolumen. Absolute Werte zeigen Sie besser als Kreis- oder Säulendiagramm auf der Karte.
  2. Index und Volumen verwechseln: Ein hoher Kaufkraftindex sagt, dass die Menschen pro Kopf viel Geld haben – nicht, dass dort viele Menschen leben. Für die Größe eines Marktes zählt das Volumen, also Einwohner oder Haushalte multipliziert mit der Kaufkraft je Kopf bzw. je Haushalt.
  3. Kleine Gebiete überbewerten: In sehr kleinen Gebietseinheiten schwanken Werte stärker. Drei Kunden in einem Postleitzahlgebiet mit 400 Einwohnern ergeben rechnerisch eine hohe Kundendichte, sind aber kein Trend. Fassen Sie kleine Einheiten für Bewertungen deshalb zusammen oder arbeiten Sie mit Mindestgrößen.

Herstellerneutral: Marktdaten aus verschiedenen Quellen

Wir verkaufen keine eigenen Marktdaten, sondern kennen den Datenmarkt. Je nach Fragestellung empfehlen wir Daten von GfK bzw. NIQ, RegioData, D&B, infas 360 oder weiteren Anbietern – auch dann, wenn der Datensatz nicht vom Hersteller Ihrer Software stammt. Entscheidend ist allein, ob er Ihre Frage beantwortet.

Oft ist die beste Lösung eine Kombination: die Kaufkraft aus Ihrer RegioGraph-Lizenz, Gebäudedaten eines zweiten Anbieters und Gewerbepotenziale eines dritten. Damit das funktioniert, achten wir auf denselben Gebietsstand, eindeutige Schlüssel und Lizenzen, die sich nicht gegenseitig ausschließen. Passende Geometrien liefern wir als digitale Landkarten gleich mit.

Für umfangreichere Datenprojekte in DACH, Europa und weltweit gibt es mit p17-data.de eine eigene Plattform, auf der wir Markt- und Geodaten herstellerneutral vermitteln. Und wenn aus den Daten konkrete Entscheidungen werden sollen, unterstützen wir Sie bei der Standortanalyse und der Gebietsplanung.

Von der Frage zum Datenpaket

  1. Fragestellung schildernWelche Entscheidung soll die Analyse vorbereiten – Standort, Gebietszuschnitt, Kampagne oder Budgetverteilung?
  2. Datenmarkt prüfenWir vergleichen passende Datensätze verschiedener Anbieter nach Gebietsebene, Aktualität, Methodik und Lizenz.
  3. Vorschlag erhaltenSie bekommen ein konkretes Datenpaket mit genau den Merkmalen und Regionen, die Sie brauchen – ohne Datenballast.
  4. Daten nutzenLieferung im gewünschten Format für Geomarketing-Software, GIS oder BI – auf Wunsch mit passender Karte und Einweisung.

Praxisbeispiele

Baustoffhandel

Zwei Zielgruppen, zwei Datensätze

Ein Baustoffhändler wollte zwei Zielgruppen gezielter ansprechen: Architekturbüros mit 5 bis 10 Mitarbeitern und Eigentümer von Wohnhäusern der Baujahre 1970 bis 1980, bei denen Sanierungen anstehen. Für die Büros kamen Gewerbepotenziale nach Branche und Größe zum Einsatz, für die Wohnhäuser Gebäudedaten auf Straßenabschnittsebene.

Ergebnis Beispiel: Beide Zielgruppen wurden je Postleitzahl auf der Karte verdichtet. Der Außendienst konzentriert Architektenbesuche auf die 20 PLZ-Gebiete mit den meisten passenden Büros, das Sanierungsmailing geht nur in Straßenabschnitte mit hohem Anteil passender Baujahre.

Bio-Einzelhandel

Standortsuche nach Milieu und Kaufkraft

Ein Betreiber von Bioläden suchte neue Standorte. Entscheidend waren nicht nur viele Einwohner, sondern der Anteil des Sinus-Milieus der Postmateriellen in Kombination mit hoher Kaufkraft. Beides wurde auf Straßenabschnittsebene bewertet und mit Fahrzeitzonen um mögliche Ladenflächen verknüpft.

Ergebnis Beispiel: Von acht angebotenen Ladenflächen blieben zwei, deren Einzugsgebiet innerhalb von 10 Minuten Fahrzeit die meisten Haushalte der Zielgruppe erreicht.

SHK-Fachbetrieb

Wärmepumpen-Kampagne mit Gebäudedaten

Ein Heizungs- und Sanitärbetrieb mit 25 Monteuren wollte Hausbesitzer auf den Heizungstausch ansprechen. Statt das ganze Einzugsgebiet zu bewerben, wurden Energie- und Gebäudedaten genutzt: Anteil von Ein- und Zweifamilienhäusern, Gebäudealter und vorherrschende Heizungsart je Straßenabschnitt.

Ergebnis Beispielrechnung: Die Auflage des Mailings sank von 40.000 auf 18.000 Haushalte, weil nur Straßenabschnitte mit passender Bebauung beworben wurden – bei gleicher Zahl erreichter Zielhaushalte.

Energieversorger

Neue Produkte, eigene und fremde Netzgebiete

Ein regionaler Energieversorger wollte Wallbox- und Photovoltaik-Angebote auch in Nachbarregionen vermarkten. Kombiniert wurden Gebäudedaten (Ein- und Zweifamilienhäuser, Baujahr), Kfz-Daten zum Bestand an Elektrofahrzeugen und die Spezialkarte der Grundversorger Strom, um eigene und fremde Grundversorgungsgebiete zu unterscheiden.

Ergebnis Beispiel: Die Kampagne konzentriert sich auf rund 300 Straßenabschnitte mit hohem Anteil passender Gebäude – im eigenen Gebiet als Bestandskundenaktion, außerhalb als Neukundenangebot.

Typische Projektsituationen, anonymisiert; Zahlen sind Rechenbeispiele.

Häufige Fragen

Was sind Marktdaten im Geomarketing?

Marktdaten beschreiben regionale Märkte unabhängig von Ihren eigenen Kunden: Einwohner, Haushalte, Kaufkraft, Altersstruktur, Unternehmen, Gebäude oder Kfz-Bestand je Gebiet. Verknüpft mit einer digitalen Landkarte zeigen sie, wo Potenzial liegt.

Was ist der Unterschied zwischen Marktdaten und Potenzialdaten?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Streng genommen sind Potenzialdaten Marktdaten, die direkt ein Absatz- oder Umsatzpotenzial beschreiben, etwa die Sortimentskaufkraft für eine Warengruppe oder die Zahl potenzieller Geschäftskunden je Postleitzahl.

Welche Gebietsebene brauche ich?

So fein wie nötig, so grob wie möglich. Für Vertriebsgebiete genügen meist 5-stellige Postleitzahlen oder Gemeinden, für Standortanalysen und Einzugsgebiete sind GEOmarkets, Straßenabschnitte oder Raster sinnvoll. Wichtig ist, dass Daten und Karte denselben Gebietsstand haben.

Wie aktuell sind Marktdaten?

Die meisten Anbieter veröffentlichen ihre Daten jährlich. Manche Werte sind Fortschreibungen oder Prognosen für das laufende Jahr, andere beruhen auf amtlichen Statistiken mit Zeitverzug. Wir sagen Ihnen vor dem Kauf, welcher Stand geliefert wird und wie er entstanden ist.

Gibt es Marktdaten auch kostenlos?

Einiges ja: Statistische Ämter, Kommunen, Kammern und Fachbehörden veröffentlichen Bevölkerungs-, Beschäftigten- und Strukturzahlen frei zugänglich. Für kleinräumige Analysen und für die kommerzielle Weiterverwendung stoßen diese Bestände aber schnell an Grenzen – wegen der groben Gebietsebene, des Zeitverzugs, uneinheitlicher innerstädtischer Zuschnitte und der Nutzungsbedingungen. Wir sagen Ihnen, wo freie Daten ausreichen und wo sich ein Kauf lohnt.

Was bedeutet modelliert bei Marktdaten?

Modellierte Werte entstehen, indem bekannte Zusammenhänge genutzt werden, um Zahlen einer gröberen Ebene auf kleine Einheiten wie Straßenabschnitte oder Marktzellen zu verteilen. Sie beschreiben die kleine Einheit im Mittel und sind für Rangfolgen und Gebietsauswahl gedacht – nicht als Aussage über einen einzelnen Haushalt. Daneben gibt es erhobene, fortgeschriebene und prognostizierte Werte; welcher Typ vorliegt, klären wir vor dem Kauf.

Was bedeutet Einzelhandelszentralität?

Die Zentralität setzt den Einzelhandelsumsatz eines Ortes ins Verhältnis zu seiner einzelhandelsrelevanten Kaufkraft. Werte über 100 bedeuten, dass Kaufkraft aus dem Umland zufließt, Werte unter 100, dass sie abfließt.

Was sind mikrogeografische Daten – und sind sie datenschutzkonform?

Mikrogeografische Daten beschreiben kleine Gebiete unterhalb der Postleitzahl, etwa Straßenabschnitte, Siedlungsblöcke oder Gebäude. Seriöse Mikrodaten fassen immer mehrere Haushalte zusammen, sodass kein Rückschluss auf einzelne Personen möglich ist. Es handelt sich um statistische Durchschnittswerte für ein kleines Gebiet, nicht um personenbezogene Daten.

Welche Marktdaten sind in RegioGraph und easymap enthalten?

RegioGraph enthält im Standard die GfK Kaufkraft inklusive Einwohner und Haushalte für Deutschland, Österreich und die Schweiz, RegioGraph Strategy optional Datenpakete auf Straßenabschnittsebene. easymap enthält keine zusätzlichen Marktdaten; easymap professional bietet Zugriff auf Markt- und Geodaten als Cloud-Service. Alles darüber hinaus – etwa Sortimentskaufkraft, Gebäude- oder Zielgruppendaten – liefern wir ergänzend.

Liefern Sie auch Bewegungsdaten?

Wir vermitteln Auswertungen auf Basis anonymisierter, aggregierter Bewegungsdaten, erheben aber selbst keine. Wir ordnen für Sie ein, wann Bewegungsdaten passen und wann andere Daten schneller oder belastbarer sind.

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